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Erkennen Sie die Möglichkeiten?

*** überarbeitet und ergänzt ***

Diesen Blogbeitrag hatte ich am 05.12.2015 veröffentlicht. Die Frage, wie weit wir unsere Möglichkeiten erkennen und auch nutzen, beschäftigt mich häufig in der Organisationsberatung und im Coaching. In diesen Zeiten, die als zunehmend unsicher und unkalkulierbar wahrgenommen werden, lohnt es sich, den eigenen “Möglichkeitsraum” erneut zu betrachten. Ich empfehle insbesondere die unten genannten Fragen: Erkenne die Möglichkeiten.

Die eigenen Freiräume erkennen, ausweiten und nutzen

In einem früheren Blogbetrag habe ich auf meinen Artikel zum Thema SELBSTSABOTAGE hingewiesen. Die Gedanken will ich hier fortsetzen. Mir ist als Berater immer wieder aufgefallen, dass Führungskräfte, die zwar in verschiedenen Organisationen, aber doch in vergleichbaren Rahmenbedingungen arbeiteten, ihre Chancen, Spiel- und Freiräume sehr unterschiedlich wahrnahmen und nutzten.
Vor Jahren habe ich dazu mein Modell des „Möglichkeitsraums“ erstellt, das ich für mein drittes Buch („Von der Vision zum persönlichen Erfolg – neue Auflage“ noch einmal überarbeitet habe (mittlerweile in neuer Auflage). Nachfolgend dazu der betreffende Textauszug, das Modell selbst und einige Reflexionsfragen.
In Coachingsituationen fällt mir immer wieder auf, dass die Klienten, insbesondere wenn sie unter Druck stehen, eine besonders verzerrte Wahrnehmung ihrer Situation aufweisen. Hier ist es als Begleiter hilfreich, in die betreffende Organisation zu gehen und – mit Zustimmung des Klienten – Gespräche mit ausgewählten Kollegen zu führen. Das Bild, das ich dann gewinne, unterscheidet sich häufig von dem des Klienten und gemeinsam versuchen wir, die IST-Situation möglichst vollständig und aus verschiedenen Perspektiven zu erfassen. In diesem Prozess eröffnen sich für den Klienten oftmals neue Möglichkeiten, ich nenne das „den Möglichkeitsraum erweitern“. In der nachstehenden Grafik stelle zur Veranschaulichung Selbst- und Fremdbestimmung sowie das geringe und hohe Ausschöpfen von Freiheitsgraden gegenüber. Ich plädiere dafür, sich in Krisensituationen immer wieder die eigenen Chancen, Spiel- und Freiräume vor Augen zu führen und dann auch gegebenenfalls zurück zu erobern. Vielfach werden die Möglichkeiten unterschätzt, trotz einschränkender Rahmenbedingungen, hier: hohe Fremdbestimmung, dennoch selbst Akzente und Signale zu setzen.

Der Möglichkeitsraum

Modell: Der Möglichkeitsraum (Bensmann)

Modell: Der Möglichkeitsraum (Bensmann)

In dem Modell setze ich einerseits Extrempunkte für Selbst- und Fremdbestimmung und andererseits für ein geringes oder ein hohes Ausschöpfen der eigenen Möglichkeiten („Freiheitsgrade“). Ich treffe leider immer wieder solche Führungskräfte an, die mir wortreich erzählen, dass sie – angesichts schwieriger Rahmenbedingungen – eben doch nichts machen oder ändern können. Sie zweifeln von vornherein an, überhaupt Optionen zu besitzen und werden in der Folge zunehmend handlungsunfähig.
Wirksame Führungskräfte setzen dagegen selbst unter hoher Fremdbestimmung (z.B. im Fall einer Unternehmensfusion oder in Krisenzeiten) immer wieder Akzente, suchen sich Lernfelder und bleiben aktiv.


Dazu: Podcast-Episode SF18 und SF37

Hierzu passt übrigens auch unsere Podcast-Episode SF18 „Selbstwirksamkeit steigern“, in der ich erläutere, was Wirksamkeit ist und wie wir diese klug beeinflussen können.

Ebenfalls passend: Podcast-Episode SF37 “Die eigene Vision realisieren, Selbstsabotage verhindern” mit 5 konkreten Tipps.


Erkenne die Möglichkeiten – Fragen zur Selbsteinschätzung

Ebenfalls aus dem genannten dritten Buch als Auszug einige Fragen, mit denen Sie für sich checken können, ob Sie Ihre Möglichkeiten schon erkennen und nutzen:

  1. Erkenne ich meine eigenen Denk-, Handlungs- und Arbeitsmuster? Sind diese Muster für mich tauglich und meiner beruflichen Situation angemessen? Wo fördern, wo behindern sie mich?
  2. Welche Ziele hat die Organisation, in der ich derzeit tätig bin und inwieweit passen diese Ziele zu meiner Vision / Mission? Besteht eine dauerhafte Diskrepanz?
  3. Kann ich die Situation und/oder mich selbst entwickeln, damit eine bestmögliche Deckung entsteht?
  4. Habe ich ein einfaches Rezept der Abweichungsanalyse hinsichtlich der Deckung von eigenen und fremden Zielen?
  5. Welche Freiräume bieten sich mir objektiv und inwieweit decken sich die Freiräume mit meiner Vision / Mission?
  6. Wo sind die Felder, in denen ich für die Realisierung meiner Vision / Mission maximal lernen kann? Kann ich in diesen Feldern einen Nutzen bieten?
  7. Wo sind die Felder, in denen ich meinen höchsten Nutzen bieten kann?
  8. Arbeite ich schon in diesen Schlüsselfeldern? Wenn nicht: Kann ich sie in dieser Umgebung erreichen?

Bleiben oder gehen?

Selbstwirksamkeit: Sie haben Ihren Erfolg in der Hand

Wie steigere ich meine Selbstwirksamkeit? Leitartikel in WIR

Soeben ist im Magazin WIR Wirtschaft Regional  in der Februarausgabe mein Artikel  “Wie steigere ich meine Selbstwirksamkeit ?” zu lesen.

Ich habe meine bisherigen Erkenntnisse noch einmal aufgearbeitet und auch das VARES-Modell integriert.

Für den eiligen Leser (m/w) nachfolgend die Zusammenfassung wesentlicher Punkte des Artikels.

Zentrale Erkenntnisse

  • Wirksamkeit heißt, die angestrebten Ergebnisse mit möglichst optimalem Mitteleinsatz zu erreichen.
    Wir müssen uns zunächst auf die richtigen Dinge konzentrieren und das bedeutet, immer wieder zu klären,
    welche Ziele wir verfolgen und ob diese uns tatsächlich auch entsprechen.
  • Voraussetzung für Wirksamkeit ist eine gelingende Selbstführung. Wir erkennen uns selbst.
    Wir übernehmen die volle Verantwortung für alle unsere Stärken, Schwächen, Talente und
    wir steuern uns dann mit den für uns angemessenen Methoden und Instrumenten.
  • Wir steigern unsere Wirksamkeit, indem wir unsere Denkmuster immer wieder auf den Prüfstand stellen
    und analysieren, ob unsere Gedanken auch konstruktiv sind und ob wir unternehmerisch an unsere Ziele,
    aber auch an unsere Widerstände herangehen.
  • Wir üben den Fokus richtig zu setzen und zu halten. Dabei vermeiden wir Verschwendung und nutzen
    die richtigen Prozesse, Strukturen, Methoden, Instrumente, die uns genau dabei unterstützen,
    die persönlichen und unternehmerischen Ziele zu erreichen.
  • Lernen, das soll hier auch betont werden, begreifen wir nicht nur als Prozess der Weiterentwicklung
    oder auch der Wissensaneignung, sondern wir sehen ihn als notwendige, innere Haltung zur Entfaltung unseres Potenzials.

 


Selbstwirksamkeit: weitere Beiträge

Die Themen Selbstsabotage und Selbstwirksamkeit werden uns weiterhin beschäftigen. Es bleibt verblüffend, wie eigentlich erfolgreiche Führungskräfte sich selbst ein Bein stellen. Ich hatte bereits im Podcast SF 18 Selbstwirksamkeit steigern auf dieses Problem und mögliche Lösungen hingewiesen und erst kürzlich noch im Blog. Und bereits im Oktober letzten Jahres ist in der Neuen Osnabrücker Zeitung dazu ein Interview erschienen.

Hier der vollständige Artikel aus WIR Wirtschaft Regional (Feb. 2016) als download: WIR 02_2016_Selbstwirksamkeit.compressed
Und wer lieber hört als liest: hier der Podcast, auf dem dieser Artikel basiert: Podcast SF18 Selbstwirksamkeit steigern

Das VARES-Modell

AudioLecture: bald geht es los

Anmeldeschluss für unser neues digitales Produkt: 07.12., 23:58 Uhr

Die Teilnehmer des Pilotseminars sind fast komplett. Wir freuen uns auf die Pioniere, die im Dezember gemeinsam starten. Mit dem Thema “Von der Vision zum persönlichen Erfolg” werden wir uns in 10 Etappen intensiv beschäftigen. Wesentliche Inhalte (Änderungen vorbehalten):

  • Persönliche Positionsbestimmung – Vision, Mission, Ziele
  • Selbstsabotage
  • Grundlagen der Selbstwirksamkeit – Praxistipps
  • Persönliche Konsequenzen ziehen

Aktuelle Seite zur AudioLecture Ld21-01 mit allen wesentlichen Infos (auch AGBs etc.): AudioLecture Ld21-01

Hier das aktualisierte pdf mit den Vorab-Infos: AudioLecture_01_VorabInfo

 

Episoden

SF18 Selbstwirksamkeit steigern

Den Hebel bei sich selbst richtig ansetzen

Wie können wir unsere Selbstwirksamkeit steigern? Diese Episode erörtert, was Wirksamkeit ist, und zeigt, wie wir sie messen und beeinflussen können. Zum Aufbau:

  1. Was ist Wirksamkeit? Von der DIN bis zum Alltagsverständnis.
  2. Woran messen wir Wirksamkeit?
  3. Wie beeinflusse ich Wirksamkeit – vor allem bei mir?
  4. Ansätze der Psychologie – Bandura und andere
  5. Das VARES-Modell – 5 Ansätze, um die Wirksamkeit zu erhöhen
  6. Ausgewählte Stolperfallen
  7. Konsequenzen und Zusammenfassung

Das VARES-Modell: 5 Ansätze, um die eigene Wirksamkeit zu erhöhen

Um einige handfeste Ansätze für den Alltag meiner Hörerinnen und Hörer zu liefern, stelle ich hier erstmals meine neues VARES-Modell vor. Bei der Frage, wo wir sinnvoll ansetzen können, um unsere Wirksamkeit zu steigern, schlage ich fünf ausgewählte Punkte vor:

V Vereinfachen
A Automatisieren
R Reduzieren
E Entfernen
S Standardisieren

Konsequenzen

Ziehen Sie Konsequenzen – wo wollen Sie ansetzen, um Ihre Wirksamkeit zu erhöhen? Nehmen Sie sich Kladde, Kalender oder Ihre elektronischen Instrumente und analysieren Sie die Punkte, an denen Sie ansetzen wollen.

Audio Lecture

In unserer ersten Audio Lecture mit dem Titel “Von der Vision zum persönlichen Erfolg” widmen wir uns vertiefend auch dem Thema Selbstwirksamkeit. Im Dezember 2015 starten wir den Pilotdurchlauf, die Anmeldungen trudeln derzeit (November) ein. Auch an dieser Stelle lade ich die Pioniere ein, die von mir in (mindestens) 10 Audio-Episoden dabei begleitet werden, die eigene Situation zu reflektieren, die Ziele und Pläne zu optimieren und den eigenen Kurs zu finden und zu verfolgen. Weitere Infos wie auch die Hinweise zur Buchung, zu den AGBs etc. finden Sie auf der  Infoseite zur ersten AudioLecture, die im Herbst 2016 wieder startet.

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