Zum Hauptinhalt springen

SF222 KI anwenden ohne Angst

| Burkhard Bensmann

Report: Creating Psychological Safety in the AI Era

Stellen Sie sich vor: Ihre Teams investieren viel Geld in KI – aber niemand traut sich, sie wirklich – und wirksam – zu nutzen. 
Warum zögert ein Großteil der Führungskräfte, KI-Projekte zu starten? 
Ist psychologische Sicherheit der Schlüssel zu erfolgreicher KI-Adoption? 

Willkommen zu einer neuen Episode meines Podcasts Selbstführung und Leadership Development. Mein Name ist Dr. Burkhard Bensmann und ich begleite Führungskräfte, vor allem in Veränderungssituationen.

In einem Post auf LinkedIn hat kürzlich Raphael Gielgen (Trendscout Future of Work Life & Learn bei Vitra) auf den Report zu einer Umfrage hingewiesen. Der Bericht lautet „Creating Psychological Safety in the AI Era“ von MIT Technology Review Insights in Kooperation mit Infosys (hier der link zum download des Reports).
Basierend auf einer Umfrage mit 500 globalen Executives zeigt der Bericht, wie Angst einen wirksamen KI-Einsatz behindert und weswegen daher psychologische Sicherheit eine wichtige Rolle spielt. Heute will ich auf wesentliche Erkenntnisse aus diesem Report eingehen. 

Für mich steht diese heutige Podcast-Episode in einer Reihe von Beiträgen:
Hören Sie gerne mein Gespräch mit dem Psychologen Viktor Oubaid, SF201 Führung und Psychologische Sicherheit https://ld21.de/sf201-fuehrung-psychologische-sicherheit/ sowie die Solopisoden SF209 Transformationsoffenheit https://ld21.de/sf209-transformationsoffenheit/ und SF210 Relevanz erkennen https://ld21.de/sf210-relevanz-erkennen/

Und natürlich empfehle ich Ihnen die frisch erschienene vierte Auflage meines Buchs „Wirksam handeln durch Selbstführung“ (z.B. bei Amazon: https://www.amazon.de/dp/3695710187). Die neue Auflage geht deutlich weiter als bisher: Ich positioniere Selbstführung explizit als Navigation im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz.
Denn die zentrale Frage ist doch:
Wie können wir KI nutzen, ohne unsere Urteilskraft, unsere Kreativität und unsere Selbstreflexion zu verlieren?
Viele von uns – vermutlich auch Sie – haben bereits mit KI experimentiert. Ich sehe darin enorme Chancen, aber auch Risiken. Ein einfaches Beispiel: die Erstellung von Texten. KI kann uns unterstützen, strukturieren, beschleunigen – aber sie kann uns auch den eigenen Stil abgewöhnen. Und das merkt man sofort. Leserinnen und Leser reagieren darauf oft irritiert oder sogar ablehnend.
Deshalb widme ich in der neuen, stark erweiterten Buchauflage der KI-Nutzung einen eigenen Schwerpunkt: kritisch reflektiert und gleichzeitig sehr praktisch. Mit konkreten Werkzeugen – wie etwa dem persönlichen KI-Radar – unterstütze ich Sie dabei, bewusst zu entscheiden, wann und wie Sie KI einsetzen.

Warum das Thema KI und Psychologische Sicherheit für Führungskräfte entscheidend ist

In Zeiten rasanter KI-Entwicklungen scheitern viele Initiativen nicht an Technik, sondern an Kultur. Der Bericht „Creating Psychological Safety in the AI Era“belegt: 83 Prozent der Befragten sehen psychologische Sicherheit als Turbo für KI-Erfolg – sie fördert Experimente und bringt bis zu 75 Prozent mehr Projekte von Pilot zu Produktion.  Ohne diese Sicherheit zögern Führungskräfte aus Angst vor Jobverlust, Versagen oder Blamage – Barrieren wie mangelnde Klarheit (60 Prozent) und Trainingsdefizite (55 Prozent) überwiegen. Als Führungskraft müssen Sie das ändern: Von „Wird das funktionieren?“ zu „Was ist möglich?“ Fragen an Sie:

Fühlen sich Ihre Teams sicher, KI-Fehler zuzugeben, ohne Konsequenzen?
Sprechen Sie offen über Ihre Fehlerkultur?
Haben Sie überhaupt eine Fehlerkultur?

Die wesentlichen Erkenntnisse aus dem Bericht

Lassen Sie uns wesentliche Inhalte zusammenfassen: Der Bericht „Creating Psychological Safety in the AI Era“ von MIT Technology Review Insights (in Kooperation mit Infosys, 2025) basiert auf einer Umfrage mit 500 globalen Führungskräften.
Er zeigt, dass 83 Prozent der Befragten psychologische Sicherheit als entscheidend für den Erfolg von AI-Initiativen sehen, da sie Experimentierfreude und Risikobereitschaft fördert. 
Unternehmen mit experimentierfreundlicher Kultur bringen mehr AI-Projekte von Pilot zu Produktion (bis zu 75 Prozent Erfolgsquote bei hoher Sicherheit). 
Dennoch zögern 22 Prozent der Leader, AI-Projekte wirksam zu leiten, aus Angst vor Misserfolg oder Jobverlust; Barrieren wie mangelnde Klarheit (60 Prozent) und Trainingslücken (55 Prozent) überwiegen gegenüber technischen Hürden, so der Bericht. 
Schlüsselmaßnahmen umfassen transparente Kommunikation über AI-Auswirkungen auf Jobs (60 Prozent Priorität), Führungsmodellierung und eine „safe-to-fail“-Kultur. Führungsmodellierung bedeutet, dass Leader durch eigenes Verhalten psychologische Sicherheit vorleben – z. B. eigene KI-Fehlschläge teilen, um Teams Mut zu machen. Das erzeugt Vorbildwirkung.
Erfolgreiche Firmen tracken psychologische Sicherheit formal und koppeln sie an AI-KPIs (Indikatoren).
Der im Bericht erwähnte Expert Henry Ajder betont: Viele verstecken KI-Nutzung aus Scham – „fun learning“ durch spielerische Challenges löst das. 

Die Erkenntnisse im eigenen Unternehmen anwenden

Für mich als Executive Coach mit Fokus auf Selbstführung, Organisationsentwicklung und KI-Ensatz ist dieser Bericht eine Bestätigung – er belegt empirisch, wie Sicherheit die KI-Anwendung beschleunigt. Und hier schließt sich der Kreis zu meinem Buch:
Selbstführung bedeutet heute auch, den eigenen Umgang mit KI bewusst zu gestalten – nicht nur effizient, sondern reflektiert.

Für Sie, liebe Hörerin, lieber Hörer als Führungskraft heißt das: Nutzen Sie die Erkenntnisse, um offene Feedback-Kulturen zu schaffen, handeln Sie als Vorbild und experimentieren Sie selbst mit KI-Anwendungen. Schaffen Sie „safe spaces“ mit spielerischem Lernen. Messen Sie Sicherheit: Erfolgsfirmen tracken sie neben KPIs wie Projektfortschritt. 

Call-to-Action

Nehmen Sie sich heute 10 Minuten: Führen Sie ein kurzes Team-Feedback ein – „Wie sicher fühlen Sie sich, mit KI zu experimentieren?

Soweit die heutige Folge zum Thema „KI anwenden ohne Angst“. Wenn Sie Inhalte wertvoll fanden, teilen Sie die Episode gern mit jemandem, der sich gerade mit KI auseinandersetzt (und wer tut das nicht?).
Und wenn Sie aktive Unterstützung wünschen, kontaktieren Sie mich über meine Website.
Ich wünsche Ihnen eine wirksame Zeit, Ihr Burkhard Bensmann


Das Buch in der neuen Auflage: „Wirksam handeln durch Selbstführung“

Dr. Burkhard Bensmann zeigt, wie Sie Ihre Ziele erreichen, produktiver arbeiten und dabei gesund bleiben. Was ist neu in der überarbeiteten und stark erweiterten vierten Auflage?

  1. Deutlich stärkere KI-Perspektive als roter Faden.
  2. Teil 3 „Wirksame Tools“ deutlich erweitert auf insgesamt 13 Tools (insbesondere „KI-Radar“, „(Social-)Media Diät“)
  3. Aktuelle Forschungsergebnisse und inhaltliche Updates
  4. Mehr Diagnostik und Arbeitsmaterialien
  5. Überarbeitete Konzepte und Modelle
  6. Zahlreiche Verweise auf Podcast-Episoden

Mit praxisnahen Methoden und konkreten Tipps richtet sich das Buch an unternehmerische Menschen, die ihre Selbstführung verbessern wollen. 

  • Taschenbuch 200 Seiten; Veröffentlichungsdatum 06.02.2026; Herausgeber Books on Demand; ISBN 9783695710188

Bei BOD bestellen 

Bei Amazon bestellen


Musik im Vor- und Nachspann

by Joakim Karud http://soundcloud.com/joakimkarud

Burkhard Bensmann

Meine Philosophie

„Nur wer sich selbst führen kann, sollte auch andere führen dürfen.“
Sind Sie bereit, Ihr Führungspotential freizusetzen? Lassen Sie uns gemeinsam Ihre Fähigkeiten speziell in der Selbstführung entwickeln.