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Planungszeit 2018/2019

Planung – passt der Ansatz noch?

In meiner diesjährigen Planungs- und Produktionsklausur auf den Kanaren arbeite ich derzeit an Audio- und Videoversionen von Podcasts (aktuell erschienen: https://ld21.de/sf95-persoenliche-mission/) und an der zweiten Auflage meines aktuellen Buchs. Die neue Auflage wird – Stand heute – im Februar 2019 erscheinen und enthält umfassende Ergänzungen und weitere praktische Tools bzw. Konzepte.

Derzeit beschäftigt mich gerade der Begriff “Planung”. Der Begriff  hat nicht in allen Kontexten einen guten Ruf. Stellvertretend die Kritik von Silke Hermann und Niels Pflägling in ihrem Buch “Komplexithoden” (2016, S. 51): „Damit Planung wirksam ist, dürfen in der realen Welt keine Überraschungen passieren. Alle Einflussgrößen müssen bekannt und antizipierbar sein.“ Und weiter unten: „Das Ergebnis von Vorbereitung ist Fitness. Das Ergebnis von Planung sind Pläne.“ 

Aber eigentlich planen Unternehmen doch vor allem aus folgenden Gründen: “Absorption von Unsicherheit und Komplexitätsreduktion, Vermittlung von Orientierung und Ausrichtung, Aufsetzpunkt für Lernprozesse über Planabweichungen bzw. veränderte Annahmen, Leistungsmotivation, Kreativitätsförderung, Koordination, Umweltanpassung etc.“, so jedenfalls die Ausführungen in Gablers Wirtschaftlexikon (online hier).

„Planen“ bedeutet für mich keineswegs ein auf rationales Vorgehen reduziertes Vorgehen, um die Zukunft zu beherrschen – was in diesen turbulenten offenbar ein vergebliches Unterfangen ist. Vielmehr sehe ich darin ein komplexes Vorgehen, das durch Reflexion, Abwägung, Iteration, Modellierung und letztlich auch Lernen gekennzeichnet ist und damit eher einer Vorbereitung auf „Unplanbares“ dient. Ich räume allerdings ein, dass mir bisher ein besserer Begriff fehlt. 

Haben Sie einen Vorschlag?


Tipps für die eigene Planungszeit

Wenn Sie sich entscheiden, Ihre eigene Art der persönlichen Planung durchzuführen, dann bedienen Sie sich doch bitte hier an meinen Erfahrungen und Tipps, die ich Ihnen mit den nachfolgenden Links zur Verfügung stelle.

Hier der Link zum Blogbeitrag zu meiner Planungsklausur 2016; schon damals neigte ich offenbar zu einer Zettelflut an der Wand. Nutzen Sie bitte die Prüffragen aus dem damaligen Blogbeitrag.

Und hier der Link zur Podcast-Episode SF73 “Persönliche Planungszeit – 5 Tipps, damit sie gelingt” vom Januar 2018.

 

Teil meiner diesjährigen Planungswand Foto: Burkhard Bensmann