SF169 Gereiztheit und Gelassenheit – Update mit Oliver Leisse

 


Was können wir gegen Gereiztheit tun?

Sind Sie auch schon in den Abgründen von Zeitungsforen verloren gegangen? Haben Sie sich auch gefragt, wie Sie sich gegen die Aufgeregtheit immunisieren und mehr Gelassenheit entwickeln können? In dieser Episode spreche ich mal wieder mit dem Zukunftsforscher und Freund Oliver Leisse. Wir erörtern u.a., was wir gegen Gereiztheit tun können. Auch diese Episode nutzen wir wieder für unsere beiden Podcast-Kanäle („So geht Zukunft“ von Oliver, „Selbstführung und Leadership Development“ von mir). Das vorletzte Update mit ihm war übrigens die Episode SF156 „Die Zukunft gestalten“ und das letzte im vergangenen Dezember SF163 „Umgang mit Unsicherheit“ .


Inhalte

Wir sprechen unter anderem über:

  • Fehlende Toleranz
  • die Wirkungen von Massenmedien
  • das Thema „Gereiztheit“ ist schon älter
  • einige Buchtipps
  • Frustrationstoleranz aufbauen
  • „Ballerspiele“
  • persönliche Strategien für mehr Gelassenheit

Wir sprechen auch über Methoden zur Selbstführung:


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by Joakim Karud http://soundcloud.com/joakimkarud


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SF168 Wo bleibt meine Zeit? Fünf aktuelle Tipps zu einem souveränen Umgang mit Zeit

 


Wo bleibt meine Zeit? Tipps und zahlreiche links zur Vertiefung

Kennen Sie das: Sie verlassen den Arbeitsplatz, fahren nach Hause und fragen sich, wo eigentlich die Zeit an diesem Tag geblieben ist. Und dieses Phänomen wiederholt sich fast jeden Tag bei Ihnen. Peter Drucker hat bereits in den 1960er Jahren in seinem Bestseller „The Effektive Executive“ einige wesentliche Fragen im Kontext von Selbstführung gestellt, u.a. die Frage: Wo bleibt Deine Zeit? Heute will ich mich mal wieder diesem Thema widmen.

In dieser kompakten Solo-Podcast-Episode gebe ich Ihnen einige Anregungen, um mehr Zeitsouveränität zu bekommen. Bei der Recherche ist mir wieder einmal klar geworden, wie viele Podcast-Episoden direkt oder indirekt mit dieser Thematik zu tun haben. Daher erlaube ich mir, Ihnen neben konkreten Tipps auch Hinweise zur Vertiefung mittels ausgewählter Episoden zu geben. Hier können Sie fast den kompletten Text dieser Episode nachlesen. So ist es für Sie einfacher, auf die zahlreichen links zu klicken.

Ich verweise an dieser Stelle ganz besonders auf die beiden Podcast-Interviews mit dem Zeit-Experten Jonas Geissler, SF151 „Wie erreichen wir Zeitwohlstand?“ (https://ld21.de/sf151-zeitwohlstand-jonas-geissler/) vom April 2021 und SF63 „Time is Honey“ (https://ld21.de/sf63-time-is-honey/) vom September 2017.

 


Fünf Tipps

Tipp Nr. 1: Stunden erfassen

In meinen Seminaren zu Selbstführung stelle ich den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu Beginn gerne die Aufgabe, einen Stundenplan zu erstellen. Konkret: 

Jede/r TN wählt eine für sie/ihn typische Arbeitswoche aus und skizziert für sich in Form eines 7-Tage-Stundenplans (wie früher in der Schule), wohin die persönliche Zeit geht. Also z.B.

– Gespräche mit Kollegen, Kunden o.ä..
– Gespräche mit Lieferanten
– Verwaltungstätigkeiten
– etc.

Bitte auch private Tätigkeiten im Stundenplan notieren, wie z.B.

– Kinder zur Kita bringen
– Sport
– regelmäßige Tätigkeiten
– etc.

Danach steige ich in das Thema Selbstführung ein und kläre erst einmal das Verständnis von Selbstführung, schlage meine Definition vor. Sie kennen es bereits, hier zur Vertiefung:

Selbstführung umfasst Einstellungen und Methoden zur zielgerichteten Führung der eigenen Person. Selbstführung basiert wesentlich auf Selbsterkenntnis, Selbstverantwortung und Selbststeuerung. 

Anschließend gehe ich dann zum Modell der Sieben Felder über und erläutere jedes einzelne davon. Spätestens wenn wir beim fünften Feld, also Prozesse und Strukturen, angekommen sind und ich in diesem Kontext die Frage nach den persönlichen Hauptaufgaben (Wofür werden Sie EIGENTLICH bezahlt?) stelle, dann lasse ich die TN ihre Stundenpläne wieder herausholen.

Und siehe da: die Meisten sind immer beschäftigt, aber sowohl die Hauptaufgaben, als auch die Zeit für Hobbies, Sport, Erholung kommen zu kurz.

Statt dessen erkennen viele, dass sie quasi gearbeitet werden bzw. sich als Mikromanager betätigen..

Daher an dieser Stelle mein Tipp Nr. 1: Schreiben Sie periodisch auf, wo Ihre Zeit bleibt. Seinen Sie genau und detailliert. Nutzen Sie die Anleitung von vorhin (siehe Shownotes), um einen Stundenplan zu erstellen.

 

Tipp Nr. 2: Mein Beitrag zum Unternehmen

Um mehr Zeitsouveränität zu erlangen, soll und will ich mich auf meine eigentlichen Aufgaben, also die Hauptaufgaben, fokussieren. Aber habe ich eine klare Vorstellung davon, wie mein Beitrag zum Unternehmen lautet? 

Dies ist eine weitere Frage, die ich bei Peter Drucker in dem oben genannten Buch gefunden habe. Ich kann sie auch anders formulieren: Wofür werde ich eigentlich bezahlt? 

Gerne unterscheide ich in diesem Zusammenhang auch zwischen „am Unternehmen“ und „im Unternehmen“ arbeiten. Das meint: Investiere ich als Geschäftsführer oder als Vorständin einen ausreichenden Teil meiner Zeit, um mich der Strategie zu widmen, Trends zu beobachten, Szenarien zu skizzieren? Oder aber bin ich in Details verliebt, bin mein bester Facharbeiter und widme mich dem Mikromanagement…?

Nichts gegen „Shopfloor-Orientierung“ und das Management by walking around. Aber seien Sie ehrlich zu sich selbst. Was ist mein Beitrag zum Unternehmen und inwieweit fokussiere ich mich darauf, diesen zu leisten?

Daher mein Tipp: Nehmen Sie sich Eigenzeit und notieren Sie für sich, wo Ihr Beitrag als Führungskraft liegt. 

 

Tipp Nr. 3: Persönliche Planungsklausur

Regelmäßige Hörerinnen und Hörer meines Podcasts kennen natürlich meinen Tipp, sich mindestens einmal im Jahr zu einer strukturierten Planungssession zurückzuziehen, bereits. Hören Sie dazu ggf. erneut die Episode SF143 „Jährliches Planungsritual in einfachen Schritten“ (https://ld21.de/sf143-jaehrliches-planungsritual-in-einfachen-schritten/). Darin stelle ich Ihnen folgende Bestandteile meines Planungsrituals vor:

  • Rückblick / Würdigung: Liste der Erfolge, Ziele-Check
  • Innehalten: Weiter so? Oder ist es Zeit für Veränderungen? Was würde Ihr 85jähriges Ich Ihnen raten?
  • Vierung: Weiter machen, anders machen, neu machen, nicht mehr machen
  • Ziele: Mission rekapitulieren, Vision checken, Bedingungen für meine Zufriedenheit, Zielsystem noch passend?
  • Motto für das kommende Jahr festlegen
  • Nachfassen mit geeigneten Ritualen

Nehmen Sie den oben empfohlenen Stundenplan spätestens dann in die Hand, wenn Sie sich zu Ihrer Persönlichen Planungsklausur zurück ziehen.

 

Tipp Nr. 4: Muße

Ich hatte in der Episode SF166 „Mentales Immunsystem stärken“  (https://ld21.de/sf166-mentales-immunsystem-staerken/) bereits den Tipp gegeben: „Sorgen Sie für sich durch die Kombination von Licht, Bewegung und Muße“.

Bei dem durch Social Media und andere Plattformen angeheizten Trend zur „Selbstoptimierung“ geht es im schlimmsten Fall um die optimale Ausbeutung der eigenen Ressourcen. Aber in wessen Sinne ist das?

Als verantwortungsvolle unternehmerische Menschen geht es uns vermutlich doch eher darum, unsere Talente zu erkennen, einen sinnvollen Beitrag zum Universum zu liefern und unsere Kräfte achtsam und wirksam einzusetzen. 

Dazu benötigen wir auch Muße- und Regenerationszeiten. Aus diesem Grund hatte ich die Podcast-Episode SF167 „Achtsamkeit und Fotografie – Warum Führungskräfte ein Hobby brauchen“ veröffentlicht (https://ld21.de/sf167-achtsamkeit-und-fotografie/).

 

Tipp Nr. 5 (Sondertipp): Zeitmanagement im Homeoffice

Kürzlich hatte ich die Gelegenheit, für den Büroausstatter pro office ein Interview zum Thema Hybrides Arbeiten geben zu können (https://www.prooffice.de/artikel/im-interview-mit-burkhard-bensmann.html). Darin hatte ich u.a. angemerkt, dass Führungskräfte auch zum Führen unter den Bedingungen des Homeoffice in der Lage sein müssen.

Hier zitiere ich mich ausnahmsweise mal selbst: Wenn ich über längere Zeiträume vom normalen Bürokontext abgekoppelt werde, fallen mir zahlreiche soziale Aspekte des Büros erst auf. Viele [Führungskräfte] haben berichtet, dass sie sich endlich wieder auf „deep work“ fokussieren und Ihr Arbeitspensum in kürzerer Zeit erfüllen konnten. Andererseits haben Führungskräfte und Mitarbeitende an sich selbst beobachtet, dass sie regelrecht vereinsamen. Wir brauchen für neue „fließende“ Modelle der Arbeit daher neue Rituale des sozialen Umgangs, die in Grenzen auch digital funktionieren. Das können z.B. Achtsamkeitsmomente und bewegte Pausen in Video-Konferenzen sein.“ Soweit der Auszug aus meinem Interview mit pro office.

Sorgen Sie als Führungskraft im Homeoffice für sich selbst. Setzen Sie zeitliche Grenzen für die Arbeit, koppeln Sie sich vom Heimarbeitsplatz ab, indem Sie – wie schon im Tipp 4 oben genannt, Licht, Bewegung und Muße kombinieren bei einem längeren Spaziergang (ohne Smartphone). 

Ausdrücklich empfehle ich an dieser Stelle auch meine Podcast-Episode SF159 „Hybrider Arbeitsplatz – Tipps von Steelcase“  (https://ld21.de/sf159-hybrider-arbeitsplatz-tipps-von-steelcase/) mit weiteren sehr handfesten Hinweisen.

 


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SF167 Achtsamkeit und Fotografie – warum Führungskräfte Hobbies brauchen

 


Achtsamkeit und Hobbies: Beispiel Fotografie

Sie gehören sicher auch zu denjenigen, die im Beruf sehr engagiert sind und im Zweifel auch die sprichwörtliche „Extra-Meile“ gehen. Kommt es dabei häufiger vor, dass Sie sich ausgelaugt fühlen, nicht mehr gut schlafen und irgendwie unzufrieden sind? Ist aus einer anfänglichen Begeisterung für Ihre Arbeit nunmehr „Leidenschaft“ im Wortsinne geworden? Dann sollten Sie sich ein passendes Hobby zulegen! Wie steht es mit Fotografie, um sich kreativ mit der Welt zu beschäftigen?

Zu meiner eigenen Entspannung lese ich auch fachfremde Publikationen und finde in meiner Readly-App zahlreiche Magazine, in die ich tief eintauche. Zu meinen Favoriten zählen Architekturzeitschriften und, sie wissen als treue Hörerinnen und Hörer davon, Zeitschriften über Oldtimer. Jüngst habe ich das Cover der Februar-Ausgabe des englischen Journals Amateur Photographer gelesen. Und der Titel hat mich komplett überrascht, der Aufmacher lautete:

The Healing Camera, direkt übersetzt: Die heilende Camera.

Natürlich habe ich das Magazin sofort von hinten nach vorne durchgelesen. Darin ist insbesondere der Leitartikel im Kontext von Selbstführung von zentraler Bedeutung. Und deshalb zitiere ich im folgenden daraus. Schon jetzt nehme ich einen Teil meiner Erkenntnisse vorweg: Fotografie kann ein Hobby sein, dass uns zur Ruhe kommen lässt, unsere Achtsamkeit fördert und solche Seiten in uns entwickelt, die im Arbeitsalltag zu kurz kommen können.

 


Die Kunst der bewussten Wahrnehmung

Lassen Sie uns durch den Leitartikel in Amateur Photographer, geschrieben von Tracy Calder, durchstreifen. Schon der Titel macht klar worum es geht: The Art Of Awareness, hier zu übersetzen etwa: Die Kunst der Wahrnehmung, oder, genauer: Die Kunst der bewussten Wahrnehmung.

Die Autorin startet mit dem Begriff der Achtsamkeit (mindfulness) und schlägt vor, ihn wie folgt zu verstehen: „Achtsamkeit ist eher eine Seinsweise als ein Ziel oder etwas, das verdient oder erlangt werden muss. In der Tat, wenn Sie es verdichten, bedeutet es wirklich nur, auf das Hier und Jetzt zu achten, ohne sich von Gedanken, Gefühlen oder Emotionen ablenken zu lassen.“ Und sie fährt fort: „Es geht darum, anzuerkennen, was um einen herum und in einem selbst vorgeht, ohne zu urteilen oder sich in Geschichten zu verstricken.“ Übrigens sind alle Übersetzungen aus dem englischen Original von mir.

Viele Künstler wie z.B. Landschaftsfotografen, würden, so Tracy Calder, von sich behaupten, bereits achtsam zu sein. Aber auch sie unterlägen der Gefahr, das das „monkey mind“ bei Ihnen überhand nimmt. Sie, liebe Hörerinnen und Hörer, kennen den Begriff „monkey mind“ vielleicht schon: unsere Aufmerksamkeit ist wie ein Äffchen, dass von Ast zu Ast klettert, mal hierhin, mal dahin, je nachdem, wo gerade der nächste Reiz lauert. Die Autorin dazu: „Dieses monkey mind liebt nichts mehr, als Lärm zu erzeugen: Gedanken, Gefühle und Emotionen, die wenig Nutzen oder echten Wert haben. Dieser unaufhörliche Lärm begleitet uns von dem Moment an, in dem wir aufwachen, bis zu dem Moment, in dem wir einschlafen.“

Hier ist nicht genug Zeit, um alle lesenswerten Aspekte dieses Artikels wieder zu geben. Aber ich will Ihnen die Schlussworte nennen und mich dann den konkreten Tipps des Leitartikels widmen.
Tracy Calder schließt mit den Sätzen: „Mit der Zeit werden Sie feststellen, dass die Aufmerksamkeit für den gegenwärtigen Moment, ohne sich von Gedanken, Gefühlen und Emotionen ablenken zu lassen, zu einem ruhigen Geist und mehr Freiraum führt. Und wenn Lücken in den Wolken auftauchen, werden Sie feststellen, dass Ideen, Wahrnehmungen und Erkenntnisse wie Sonnenstrahlen durchbrechen.“ 

 


Kleine Meditationen – nicht nur für Fotografierende

Hier einige der Tipps aus dem Artikel, die wie kleine Meditationen sind. Sie passen sicher auch auf Sie, liebe Hörerin oder lieber Hörer, und zwar egal ob Sie fotografieren oder ein anderes Hobby pflegen.

Consider connection, was wir mit „betrachte oder erkenne die Verbindung“ übersetzen können
Für die Fotografen nennt der Artikel den Tipp: „… nehmen Sie ein Bild auf, das die gegenseitige Abhängigkeit [oder Verknüpfung] der Lebewesen zeigt, das kann das Foto eines Baums sein. In meinem Modell der Sieben Felder ist es das zweite, nämlich „Körper, Seele, Geist“ thematisiere auch diese Art einer pragmatischen Spiritualität: Viele von uns gehen in die Natur und verspüren das Gefühl der Verbundenheit.

Enjoy imperfection, also genieße das Nicht-Perfekte
Der Artikel nennt ein Beispiel: „Es bedeutet, den Riss in einer Vase zu bemerken und die traditionellen Ansichten darüber, was schön ist, ignorieren.“  Auch eine feine Meditation, vor allem für diejenigen, bei denen der eigene Hang zum Perfektionismus zur Selbstsabotage führt.

Move past boredom, also ungefähr: Überwinde die Langeweile
Für den Fotografen heißt das, Zitat, Versetzen Sie sich in die Denkweise eines Anfangenden und stellen Sie sich vor, dass Sie dem gewählten Objekt (oder der Erfahrung) zum ersten Mal begegnen,“ Zitat Ende. Egal, ob Sie fotografieren oder nicht: diese Haltung können Sie, liebe Hörerinnen und Hörer, sicher auch praktizieren.

Welcome transience, ich übersetze es hier so: Begrüße die Vergänglichkeit
Der Artikel behandelt zwar das Thema „achtsame Fotografie“, aber auch diese Einladung, also die Vergänglichkeit willkommen zu heißen, gilt sicher auch darüber hinaus. Dem Fotografen wird geraten: „Finden Sie etwas, das sich offensichtlich verändert, und nutzen Sie Ihre Fähigkeiten, um seine Metamorphose zu feiern“ oder: zu würdigen, wie ich anfügen möchte.

Study light, also Studiere das Licht oder Nehme das Licht wahr
„Die Aufmerksamkeit für das Licht kann die Grundlage für eine wunderbare Meditation sein,“ so heißt es in dem Artikel. Vermutlich haben Sie alle schon einmal durch den Sucher einer Kamera oder auf den Bildschirm eines Smartphones geschaut, und dabei versucht, eine reizvolle Kombination zu kreieren, bei der Licht und Schatten eine reizvolle Kombination eingingen. Darüber hinaus: wir wissen, wie wichtig für unsere mentales Immunsystem die tägliche Dosis Tageslicht ist. Verbinden Sie dies doch zu einem achtsamen täglichen Entdeckungsspaziergang.

——

Dies sind die von mir aus dem Artikel ausgewählten Anregungen zu kleinen Meditationen. Vielleicht hat die Eine oder der Andere unter Ihnen jetzt Lust bekommen, die leicht angestaubte Kamera wieder heraus zu holen. Probieren sie die Tipps gerne in der Praxis aus.

 


Faking Up Plymouth 1983/2008 (©Burkhard Bensmann)

Meine eigene Erfahrung mit Fotografie – eine Ermutigung

Bei meinen nunmehr 167 Podcast-Episoden habe ich fast ausschließlich Fotos verwendet, die ich selber geschossen habe. Das ist mir ein wichtiges Anliegen. Ich will keine Stockfotos nutzen, sondern ich wähle ganz bewusst meine eigenen. Als ich vor einigen Jahren meine persönliche Vision mal wieder aktualisierte, habe ich dazu ein Bild ausgewählt, das meine Frau von mir gemacht hatte. Es zeigt mich, mit Kamera auf einem Stativ, an der Südwestküste von Lanzarote. Dieses Bild fasst für mich viele Aspekte zusammen: 

  • sich Vertiefen in einen kreativen Akt – mit der Kamera starke und anregende Fotos und Videos schießen
  • sich Wohlfühlen an an besonderen Ort – hier: Felsen, Wellen, Sonne, der Geruch des Meeres usf.
  • sich Einlassen auf die Situation – hier: ich kann nicht alles planen, aber offen sein für die Gelegenheiten
  • zu vertrauen, dass die richtigen Ergebnisse entstehen – hier: dankbar sein für die Spektakel von Wind und Wellen

Fotografie spielt für mich seit meiner Jugend eine Rolle. Es war immer der Bereich des eigenen kreativen Ausdrucks, bei dem es mir nicht auf potenzielle Betrachter der fertigen Bilder ankam. Es war vielmehr das aufgehen in einer Absichtslosigkeit, die zu neuen und andersartigen Ergebnissen geführt hat. Als ich 2019 einen runden Geburtstag mit Freunden, Kunden und Familie in meiner eigenen Oldtimer-Schrauber-Werkstatt feierte, habe ich ausgewählte Foto- und Filmarbeiten und Installationen aus vierzig Jahren gezeigt und freute mich über die Resonanz. Ich will nicht verschweigen, dass ich auch Beiträge zu Ausstellungen liefern konnte, u.a. zu einer Übersichtsausstellung 150 Jahre Fotografie im Sprengel Museum Hannover oder im Goethe Institut in Paris.

Aber, wie gesagt, für mich ist diese ästhetische Auseinandersetzung zunächst ohne Absicht, die Resultate jemand zu zeigen. Und damit versuche ich offen zu bleiben und mich gar nicht selbst zu zensieren. Umso leichter kann ich immer wieder mit einer Kamera die Welt entdecken… Ich illustriere diese Podcast-Episode – siehe Shownotes – mit zwei Fotoarbeiten von mir, die ich speziell auswähle: 

Es ist eine Arbeit von 1983 (siehe oben), die ich seinerzeit in Plymouth, England, mit einer historischen 6 x 9 cm Balgen-Kamera aufgenommen habe und 25 Jahre später digital bearbeitet habe. Und ein aktuelles Panorama, das ich jüngst auf Lanzarote, meiner alternativen Heimat, aufgenommen habe.

Panorama LZ 2021 (©Burkhard Bensmann)

Dies als kurzer Einblick in meine fotografische Praxis, der Sie natürlich ermutigen soll, Ihren eigenen Weg zu gehen. Ob es nun die meditative oder ästhetische Auseinandersetzung mit der Welt via Kamera ist oder ob ein anderes Hobby besser zu Ihnen passt: finden Sie es heraus.


Vertiefung mit Buch und Masterclass Selbstführung

Wenn Sie sich vertiefend mit solchen Themen auseinandersetzen wollen, empfehle ich Ihnen mein aktuelles Buch „Wirksam handeln durch Selbstführung“.

Und wenn Sie das Thema Selbstführung richtig intensiv angehen wollen, dann sollten Sie an der nächsten Masterclass Selbstführung teilnehmen, für die bereits jetzt die Anmeldung möglich ist (gehen Sie einfach auf Infoseite zur Masterclass Selbstführung). Die Masterclass ist eine digitale Lern- und Entwicklungsreise, die im Januar gestartet ist.


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SF166 Mentales Immunsystem stärken – Tipps für Führungskräfte

 


Wie steht es um Ihr Immunsystem?

Wie sind Sie in das neue Jahr gestartet? Kraftvoll und mit Zuversicht? Oder angeschlagen und mutlos? Haben Sie gar das Gefühl, dass es Ihnen langsam alles zu viel wird? Letzteres wäre schlecht, denn als Führungskraft strahlen Sie ja auf Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten – männlich wie weiblich – aus. Mit dieser Episode will ich mich der Frage zuwenden, wie wir unser mentales Immunsystem stärken können und wie immer liefere ich Ihnen dazu auch konkrete Tipps.
Ich habe neulich einen kurzen Vortrag anlässlich einer Ausstellungseröffnung hier auf Lanzarote gehalten. Darin vertrat ich die These , dass Kunst unser mentales Immunsystem verstärken kann, gerade in unseren turbulenten Zeiten. Mit dieser Podcast-Episode will ich das Thema speziell im Hinblick auf Führungskräfte vertiefen.

 


Definition

Zunächst – was ist unter einem Immunsystem zu verstehen? Die üblichen Recherchen führen etwa folgende Definitionen zu Tage:

Neben den mechanischen und chemischen Schutzmechanismen der unterschiedlichen Organe verfügt der Körper mit dem Immunsystem zusätzlich über ein eigenes Abwehrsystem, das Krankheitserreger ganz gezielt angreifen kann, heißt es beispielsweise in der Infothek des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (https://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/infektionen-und-immunsystem-6443.php, abgerufen am 07.01.22) Und dort weiter: Ist das Immunsystem geschädigt, steigt die Gefahr gefährlicher Infektionen.

Oder folgende Beschreibung:

Immunsystem – Schutzwall gegen Krankheiten. Jede Sekunde unseres Lebens werden wir von unzähligen Krankheitserregern wie Viren und Bakterien angegriffen. Unser Immunsystem ist permanent damit beschäftigt, die Eindringlinge abzuwehren. Ohne dieses körpereigene Abwehrsystem aus verschiedenen Zelltypen und Molekülen wären wir den Angreifern schutzlos ausgeliefert, gefunden auf den Internetseiten des Helmholtz Zentrums für Infektionsforschung (https://www.helmholtz-hzi.de/de/wissen/wissensportal/unser-immunsystem/immunsystem/, abgerufen am 07.01.22)

Wir stellen fest, dass mit dem Begriff „Immunsystem“ offenbar vor allem mechanische, chemische und/oder biologische Aspekte gemeint sind.

 


Immunsystem: weiter fassen

Ich lade Sie hier ein, zumindest versuchsweise den Begriff Immunsystem weiter zu fassen, daher der Titel dieser Episode: Mentales Immunsystem stärken. Übrigens gibt es natürlich längst wissenschaftliche Disziplinen, die sich mit dieser Perspektive beschäftigen, z.B. die Psychoneuroimmonologie (PNI, https://de.wikipedia.org/wiki/Psychoneuroimmunologie, auch: https://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/psychoneuroimmunologie/12130)

Deren Ansatz ist mit der Rolle bzw. den Auswirkungen von Stress auf Körper, Seele und Geist verknüpft. Damit wird auch die Frage untersucht, wie Immun- und Nervensystem interagieren, speziell unter Stressbelastung.

Zitat aus dem Lexikon der Psychologie (spektrum.de) zum Thema PNI: 

In inzwischen sehr zahlreichen Untersuchungen wurde nachgewiesen, daß akuter Streß eher stimulierend auf Immunfunktionen wirkt, während chronischer Streß eher mit Immunschwäche assoziiert ist. 

Weiter heißt es dort: So konnte in größeren Studien an mehreren hundert Probanden gezeigt werden, daß die Zahl der Erkältungskrankheiten mit dem Ausmaß von erlebtem Streß deutlich zunahm. (beides siehe: https://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/psychoneuroimmunologie/12130, abgerufen am 07.01.22)

 


4 Tipps, um unser Mentales Immunsystem zu stärken

Im Rahmen einer gelingenden Selbstführung sind wir vor diesem Hintergrund und diesen Erkenntnissen gut beraten, die Verantwortung für unsere Gesundheit voll zu übernehmen und entsprechend für uns zu sorgen. Das bedeutet auch, nach Wegen zu suchen, um unsere Resilienz zu stärken. Ich hatte mich bereits in der Podcast-Episode SF149 mit dem Titel „Super-Resilienz – gestärkt aus der Krise“ diesen Wegen gewidmet (link: https://ld21.de/sf149-super-resilienz-gestaerkt-aus-der-krise/).

Ein Hinweis vorab: Wenn Sie sich in einer anhaltenden mentalen Krise befinden, dann suchen Sie bitte professionelle therapeutische Unterstützung. 

Was können wir aber im Alltag für uns tun, um uns zu stärken? In meinem Netzwerk ist Anja Termöllen die Expertin für Achtsamkeit und Fitness. Sie arbeitet seit Jahren mit Unternehmerinnen und Unternehmen und gibt Workshops zu diesen Themen in Unternehmen. Hier der link zu Ihrer Webseite mit zahlreichen Blogbeiträgen:  https://at-fit.de).

Ich habe Anja Termöllen um Tipps gebeten, mit denen wir unser mentales Immunsystem wirksam stärken können. Sie ist in meinem Netzwerk die Expertin für die Kombination von Achtsamkeit und Fitness und hat langjährige Erfahrung in der Arbeit mit Führungskräften. 

Anja hat mir drei Tipps bzw. praktische Rituale genannt, um die mentale Fitness bei uns selbst und in unseren Unternehmen zu fördern in diesen herausfordernden Zeiten:

Tipp Nr. 1

Was können wir lernen aus dieser Situation? Nutzen Sie diese Frage, um sich für die Zukunft aufzustellen und zu wappnen. Streuen Sie und Ihre Team eine Prise Neugier in diese Phase. Neugier ist ein guter Weg, um über den Tellerrand hinaus zu schauen und Unsicherheit zu meistern. Oft werden so neue Möglichkeiten gesehen, die vorher unsichtbar blieben. Werden Sie zu Endeckern! Außerdem: Feiern Sie zusammen Ihre Erfolge! Machen Sie sich gegenseitig darauf aufmerksam, was Sie erreicht haben, trotz der widrigen Zustände.

Tipp Nr. 2

Wenn das Gefühl fehlender Energie übermächtig wird: Fokussieren Sie sich sich auf Ihre Ziele und Werte. Am besten schriftlich und sichtbar festhalten: Was sind meine Ziele? Welche Strategien benötige ich, um ihnen näher zu kommen? Was sind die nächsten Schritte? Was kann ich in diesem Moment bewirken? Worauf habe ich Einfluss? Starten Sie mit kleinen Schritten und nehmen Sie wahr, dass Sie immer Anteile in der jeweiligen Lage beeinflussen können. Achtsam den Moment zu fördern und zu nutzen, hilft uns, die Zukunft so zu gestalten, dass wir ein Gefühl der Sicherheit zurückgewinnen und unsere Energiereserven wieder gefüllt sind.

Tipp Nr. 3

Sich selbst mit Wertschätzung behandeln: Oft sind wir ungeduldig und besonders streng mit uns selbst, wenn Dinge nicht auf Anhieb klappen. Oftmals verwenden wir dann eine besonders ungnädige Sprache für uns selbst. So wie wir mit uns selbst reden, würden wir nie zu einem guten Freund sprechen, wenn er bei einem Projekt strauchelt. Dabei ist das entscheidend, um sich zu unterstützen: Sich selbst die gleiche Geduld und Wertschätzung entgegenbringen, die wir einem Anderen zollen. Gehen Sie in eine unterstützende Kommunikation mit sich selbst!

Soweit die Tipps der Expertin Anja Termöllen. Sicherlich fallen auch Ihnen noch Rituale oder Gewohnheiten ein, mit denen Sie Ihr mentales Immunsystem stützen können.

Ergänzen will ich an dieser Stelle den

Tipp Nr. 4

Sorgen Sie für sich durch die Kombination von Licht, Bewegung und Muße. Wir wissen, dass Sonnenlicht für unser Wohlbefinden und speziell für unser Immunsystem eine entscheidende Bedeutung hat. Nutzen Sie Spaziergänge, auch im Arbeitsalltag (z.B. in der Mittagspause), um sich zu bewegen und abzuschalten.

In meinem aktuellen Buch „Wirksam handeln durch Selbstführung“ nenne ich erprobte Tools, um die eigene Wirksamkeit und Zufriedenheit zu steigern. Dort gibt es Unterstützung u.a. zu folgenden Themen:

  • Selbstmotivation fördern
  • Eine Gleichung für Erfolg
  • Wirksames Lernen
  • Die Social-Media-Diät
  • Die Dinge einfacher machen

Mit diesen Instrumenten können Sie direkt oder indirekt zur Stärkung Ihres mentalen Immunsystems beitragen.

Wo werden Sie ansetzen?

 


Vertiefung mit Buch und Masterclass Selbstführung

Wenn Sie sich vertiefend mit solchen Themen auseinandersetzen wollen, empfehle ich Ihnen mein aktuelles Buch „Wirksam handeln durch Selbstführung“.

Und wenn Sie das Thema Selbstführung richtig intensiv angehen wollen, dann sollten Sie an der nächsten Masterclass Selbstführung teilnehmen, für die bereits jetzt die Anmeldung möglich ist (gehen Sie einfach auf Infoseite zur Masterclass Selbstführung). Die Masterclass ist eine digitale Lern- und Entwicklungsreise, die im Januar gestartet ist.


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SF160 Gestärkt aus der Veränderung – Interview mit Sonja Piontek


Sonnengeflüster – das neue Buch von Sonja Piontek

Das Leben bietet eine Menge Gelegenheiten, zu lernen. Wie stehen wir wieder auf, wenn uns eine starke Böe umgeworfen hat? Können wir wie ein Phoenix aus der Asche stärker als zuvor aufsteigen? Und wie kann  eine traumhafte Reise dazu beitragen Zu diesen Fragen interviewe ich heute Sonja Piontek. Sonja ist eine preisgekrönte Unternehmerin, international publizierte Autorin und gefragte Rednerin. Nach langjähriger internationaler Konzernkarriere für die BMW Group machte sie sich 2018 mit einer besonderen Reiseagentur – Sonnenkind Reisen – selbstständig. Die kosmopolitische Münchnerin – sie spricht 5 Sprachen – hat außer in Deutschland bereits in Österreich, Indonesien, Neuseeland, China und Singapur gelebt.


Sich auf den Weg begeben

Anlass des Interviews ist Ihr gerade erscheinendes Buch: Sonnengeflüster. In dieser toll bebilderten (Carolyn Strover) Namibia-Reisebeschreibung wird ihre Abenteuerlust und Offenheit anderen Kulturen gegenüber deutlich. Wir sprechen über die Notwendigkeit, uns auf den Weg zu machen, damit wir uns selbst entfalten können.

 


Inhalte

Wir sprechen heute unter anderem über folgende Punkte:

  • Warum man sich aufmachen muss („auf dem Sofa erlebt man nix“)
  • Reisen im Zweierteam und warum Eigenzeit so wichtig ist
  • Erkenntnisse für das eigene Wachstum
  • Wie sie andere Führungskräfte begleitet
  • Was wir als unternehmerische Menschen für unsere Umbruchsituationen lernen können
  • Warum wir uns persönliche Glücksmomente gönnen sollten

 


Das neue Buch von Sonja: Sonnengeflüster


links

Homepage Sonja Piontek

Das Buch Sonnengeflüster bestellen


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SF152 Geduld im Kontext von Führung – Update-Gespräch mit Thomas Hake


Geduld: Was verstehen wir darunter, welche Bedeutung hat sie?

Nicht nur angesichts der Pandemie werden uns immer wieder auch unsere eigenen Grenzen bewusst. Ich habe mich jüngst einer Hüft-OP unterzogen und lerne, dass nicht alles so läuft, wie ich das gerne bestimme. Die Operation ist übrigens ausgezeichnet verlaufen, Ärzte und Patient sind sehr zufrieden. Ich lade Sie ein, mit mir hier über das Thema Geduld nachzusinnen. Dazu habe ich mir Dr. Thomas Hake, Berater, Philosoph und langjährigen Freund, zum Dialog eingeladen. Mit Thomas hatte ich bereits Gespräche in den Podcast-Episoden SF48 (https://ld21.de/sf48-dialog-und-reflexion/) und SF145 (https://ld21.de/sf145-lebenskunst-in-digitalen-zeiten/).


Inhalt

  • der Begriff „Geduld“
  • brauchen wir Ziele, um uns in Geduld zu üben?
  • inwieweit sind wir Kinder unserer Zeit und wollen Kontrolle?
  • zeitgenössische Selbstbilder der Führungskräfte
  • der individuelle „Siedepunkt“ der Geduld
  • die kleine und die große Ungeduld
  • die Notwendigkeit, sich reflektieren zu lassen
  • „warum sollten mir die Leute folgen?“

links

Webseite von Dr. Thomas Hake

Podcast-Episoden SF48 (https://ld21.de/sf48-dialog-und-reflexion/) und

SF145 (https://ld21.de/sf145-lebenskunst-in-digitalen-zeiten/)

 


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Videos: Leadership Impulse #9 und #10


Leadership Impulse – kurze Clips für Ihre Wirksamkeit

Nun habe ich zehn Episoden komplett – und drehe demnächst einen neuen Schwung. Hier sind die Folgen 9 und 10.


Leadership Impuls #9: „Deep Work: Vier Tipps für fokussiertes Arbeiten“


Leadership Impuls #10: „Was ist das Wesentliche in Ihrem Leben?“

 

 

SF151 Wie erreichen wir Zeitwohlstand? – Update-Interview mit dem Zeitberater Jonas Geißler


Zeitwohlstand: Kluger Umgang mit der Zeit

Mit Jonas Geißler, der sich vor allem als „Zeitberater“ versteht, habe ich bereits vor einigen Jahren ein Interview, geführt, nämlich im Podcast SF63 „Time Is Honey“ vom 22. Sept. 2017. Anlass für das heutige Update-Interview ist das neue Buch, Titel „Alles eine Frage der Zeit. Warum die ‚Zeit ist Geld’-Logik Mensch und Natur teuer zu stehen kommt“. Jonas hat es mit seinem Vater und Harald Lesch geschrieben. Ich spreche mit Jonas über das Buch, aber auch über persönliche Themen, z.B. wie er die Corona-Pandemie verbracht hat.

 


Inhalte

  • Persönliches: Wie hat er die Corona Zeit verbracht?
  • Was war der Antrieb für das neue Buch?
  • Warum in dieser Autorenkonstellation?
  • Wie erreichen wir „Zeitwohlstand“?
  • Tipps für Führungskräfte für einen klugen Umgang mit der eigenen Zeit

 


Das neue Buch


Jonas Geißler, Zeitberater


links:


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SF149 Super-Resilienz – gestärkt aus der Krise


Super-Resilienz: Stärker aus der Krise hervorgehen

Wie kann es sein, dass einzelne Menschen gestärkt aus einer Krise hervorgehen? Ist ein Zufall oder können wir Fähigkeiten erkennen, die beeinflussbar, vielleicht sogar erlernbar sind? Ich denke, die Antwort ist JA. Sie alle kennen den Begriff Resilienz. Damit meinen wir die Fähigkeit, auch besonders schwierige Lebenssituationen ohne „bleibende Schäden“ zu überstehen. In der anhaltenden Pandemie benötigen wir diese Fähigkeit ganz besonders. Ich erlebe in diesen Tagen allerdings einige Menschen, die nicht nur wieder aufstehen, wenn sie mal umgeworfen werden. Sondern sie stehen stärker auf, lernen aus der schwierigen Situation, honen ihre Fähigkeiten und entwickeln sich in und durch die Krise weiter. Wie kann das sein? Ich schlage im Kontext meines Fokus auf das Thema Selbstführung von „Super-Resilienz“ zu sprechen. In dieser kompakten Episode will ich Ihnen dazu meine Ideen vermitteln. Und ich gebe Ihnen konkrete Tipps, wie Sie diese Super-Resilienz für sich entwickeln können, um gestärkt aus Krisen hervor zu gehen.


Was ist Super-Resilienz?

Klären wir doch zunächst, was im Allgemeinen unter Resilienz verstanden wird. Dr. Karen Reivich und Dr. Andrew Shatté von der University of Pennsylvania sehen sieben Aspekte:

  • Emotionssteuerung
  • Impulskontrolle
  • Kausalanalyse
  • Empathie
  • Realistischer Optimismus
  • Reaching-Out/Zielorientierung
  • Selbstwirksamkeit

 


Zwei weitere Fähigkeiten

Wenn diese die wesentlichen Aspekte von menschlicher Resilienz sind, dann schlage ich für die „Super-Resilienz“ hier noch mindestens zwei weitere Aspekte vor. Super-Resilienz heißt: Stärker aus der Krise hervorgehen; nicht nur wieder aufzustehen, sondern neue Fähigkeiten, Ideen oder Haltungen entwickelt zu haben. Was kommt also zur Resilienz hinzu?

Selektive Kommunikation – Plädieren und Erkunden: die „Durchlässigkeit“ steuern: was lasse ich an mich heran, wo suche ich den intensiven Austausch – und wo schotte ich mich ab, z.B. durch eine bewusste Mediendiät? Ich führe mir immer wieder das Beispiel des Autofahrens vor Augen: Wir blenden den allergrößten Teil der Informationen aus und haben gelernt, die wichtigen Informationen zu beachten und für das Steuern des Autos (oder Fahrrads) zu verwenden. Um mit den Auswirkungen einer Krise konstruktiv umzugehen und um möglichst gestärkt aus ihr hervor zu gehen, sollten wir als Führungskräfte eine Balance, besser noch: ein Fließgleichgewicht finden zwischen dem „Plädieren“ und dem „Erkunden“. Diese Unterscheidung fand ich im „Fieldbook zur Fünften Disziplin“ von Peter Senge und anderen; das Buch erschien bereits Anfang der 1990er Jahre.
Ich verwende die Begriffe hier so: Plädieren (mir selbst und anderen gegenüber) bedeutet, den eigenen Standpunkt erfasst zu haben und für andere verständlich ausdrücken und ggf. verteidigen zu können. Das kennen Sie selbst aus zahlreichen Führungserfahrungen. Als komplementäre Ergänzung bedarf es der Fähigkeit des Erkundens. Hilfreich ist eine neugierige, am anderen (Person oder Thema) interessierte Haltung. Wer erkundet, macht sich natürlich auch verletzlich. Allerdings ist diese Haltung die Voraussetzung dafür, überhaupt Neues zu erkennen und ggf. zu integrieren. Als Aspekt einer „Super-Resilienz“ ist diese Fähigkeit, also ein Fließgleichgewicht zwischen dem Plädieren und dem Erkunden herzustellen, aus meiner Sicht zentral wichtig.

Aktive Selbstentwicklung: Sie kennen als häufige Hörer des Podcast sicher mein Modell der Sieben Felder der Selbstführung. Darin ist das dritte Feld mit „Fähigkeiten und Selbstentwicklung“ bezeichnet. In dieses Feld sind Talente und persönliche Stärken sowie deren Weiterentwicklung eingeordnet, ebenso wie wesentliche soziale und kommunikative Fähigkeiten. Im Interview zu meinem ersten Buch über Selbstführung führte Götz Werner, der Gründer der dm Drogeriemärkte aus: „Die Frage ist, wie gelingt es mir in meinem Leben, meine Biografie in die Hand zu nehmen? Oder anders gesagt: Wie gelingt es mir, im Sattel zu sitzen und nicht am Schwanz des Pferdes zu hängen?“ Aus seiner Sicht sollte jeder die Verantwortung für die eigenen Fähigkeiten annehmen und sich weiterentwickeln. Denn – und das ist entscheidend – wir sind nicht „fertig“, egal welches Alter wir erreicht haben. „Personality Isn’t Permanent“ ist der Titel eines Buchs des Organisationspsychologen Benjamin Hardy. Die aktive Selbstentwicklung trägt zur Super-Resilienz bei. Sie ist mehr als die Entwicklung eines realistischen Optimismus’, sie ist nahe dran am Ansatz der Selbstwirksamkeit, aber sie geht darüber hinaus. Es ist hier nicht Zeit und Raum, das im Detail zu vertiefen; ich verspreche Ihnen, dieses Thema noch einmal aufzunehmen und im Detail zu erläutern.


Tipps, um eine „Super-Resilienz“ zu entwickeln

Reflexion / Aktives Lernen:

Prüfen Sie, wie Sie sich in unterschiedlichen Phasen einer Krise verhalten:

  • Wann und wie ziehen Sie sich auf den status quo Ihrer gegenwärtigen Position und Haltung zurück?
  • Und wann und wie gelingt es Ihnen trotz widriger Bedingungen, sich zu öffnen, Neues erst einmal wahrzunehmen, vielleicht „auszuhalten“, und es dann sinnvoll zu integrieren?
  • Was hat in Ihnen einen konstruktiven Umgang mit Krisen bisher gefördert?
  • Welche Personen waren förderlich, welche destruktiv?

Mit solchen und ähnlichen Fragen können Sie Ihr aktives Lernen ankurbeln…

 

Die „Vierung“ anwenden:

Sie erinnern sich an mein praxisnahes Modell mit vier zentralen Fragen:

  • Was will ich weiter machen?
  • Was will ich anders machen?
  • Was will ich neu machen?
  • Was will ich nicht mehr machen/stoppen?

 

Phasenwechsel: Anspannung, Entspannung

In diesen Zeit reisen wir zu wenig, wie ich meine. Auf Reisen können die Gedanken fließen, kommen neue Eindrücke. Checken Sie für sich, wo Sie auch unter eingeschränkten Umständen wieder unterwegs sein können. Das kann z.B. der lange aufgeschobene Besuch bei einem A-Kunden sein. Nutzen Sie den Abend im Hotel, um sich entweder Muße zu gönnen oder an Ihren Plänen zu arbeiten. Und natürlich plädiere ich an dieser Stelle erneut dafür, dass Sie sich eine persönliche Planungszeit nehmen.

 


Musik im Vor- und Nachspann
by Joakim Karud http://soundcloud.com/joakimkarud


 

 

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Videos: Leadership Impulse #7 und #8

 

So, erneut habe ich wieder kurze Videoclips im Rahmen meiner Reihe „Leadership Impulse“ online gestellt. Hier sind die Folgen 7 und 8.


Leadership Impuls #7: „Was tun? Vier Fragen zur schnellen Orientierung


Leadership Impuls #8: „Das Leben vereinfachen – Sechs Ideen“

 


Fünf wesentliche Führungseigenschaften optimieren – Neues Online-Coaching, Start im April

Wenn Sie in diesen unsicheren Zeiten in Ihre persönliche Weiterentwicklung investieren wollen, dann biete ich Ihnen dazu mein neues hybrides Coaching an. Es basiert auf dem bewährten Modell der “Dynamischen 5” und fokussiert ausgewählte Führungseigenschaften, die heute besonders wichtig sind. Es kombiniert sieben Video-Episoden, drei Frage/Antwort (Q&A) Sessions, zwei 1:1-Video-Coachingsessions, mindestens sieben Info-pdfs, Bonusepisoden (u.a. Video zu Achtsamkeit & Fitness) und zusätzliches Material. Wir starten im April zu diesem 12-Wochen-Programm für Führungskräfte der ersten Ebene.

Mehr dazu auf der Infoseite.

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