SF149 Super-Resilienz – gestärkt aus der Krise


Super-Resilienz: Stärker aus der Krise hervorgehen

Wie kann es sein, dass einzelne Menschen gestärkt aus einer Krise hervorgehen? Ist ein Zufall oder können wir Fähigkeiten erkennen, die beeinflussbar, vielleicht sogar erlernbar sind? Ich denke, die Antwort ist JA. Sie alle kennen den Begriff Resilienz. Damit meinen wir die Fähigkeit, auch besonders schwierige Lebenssituationen ohne „bleibende Schäden“ zu überstehen. In der anhaltenden Pandemie benötigen wir diese Fähigkeit ganz besonders. Ich erlebe in diesen Tagen allerdings einige Menschen, die nicht nur wieder aufstehen, wenn sie mal umgeworfen werden. Sondern sie stehen stärker auf, lernen aus der schwierigen Situation, honen ihre Fähigkeiten und entwickeln sich in und durch die Krise weiter. Wie kann das sein? Ich schlage im Kontext meines Fokus auf das Thema Selbstführung von „Super-Resilienz“ zu sprechen. In dieser kompakten Episode will ich Ihnen dazu meine Ideen vermitteln. Und ich gebe Ihnen konkrete Tipps, wie Sie diese Super-Resilienz für sich entwickeln können, um gestärkt aus Krisen hervor zu gehen.


Was ist Super-Resilienz?

Klären wir doch zunächst, was im Allgemeinen unter Resilienz verstanden wird. Dr. Karen Reivich und Dr. Andrew Shatté von der University of Pennsylvania sehen sieben Aspekte:

  • Emotionssteuerung
  • Impulskontrolle
  • Kausalanalyse
  • Empathie
  • Realistischer Optimismus
  • Reaching-Out/Zielorientierung
  • Selbstwirksamkeit

 


Zwei weitere Fähigkeiten

Wenn diese die wesentlichen Aspekte von menschlicher Resilienz sind, dann schlage ich für die „Super-Resilienz“ hier noch mindestens zwei weitere Aspekte vor. Super-Resilienz heißt: Stärker aus der Krise hervorgehen; nicht nur wieder aufzustehen, sondern neue Fähigkeiten, Ideen oder Haltungen entwickelt zu haben. Was kommt also zur Resilienz hinzu?

Selektive Kommunikation – Plädieren und Erkunden: die „Durchlässigkeit“ steuern: was lasse ich an mich heran, wo suche ich den intensiven Austausch – und wo schotte ich mich ab, z.B. durch eine bewusste Mediendiät? Ich führe mir immer wieder das Beispiel des Autofahrens vor Augen: Wir blenden den allergrößten Teil der Informationen aus und haben gelernt, die wichtigen Informationen zu beachten und für das Steuern des Autos (oder Fahrrads) zu verwenden. Um mit den Auswirkungen einer Krise konstruktiv umzugehen und um möglichst gestärkt aus ihr hervor zu gehen, sollten wir als Führungskräfte eine Balance, besser noch: ein Fließgleichgewicht finden zwischen dem „Plädieren“ und dem „Erkunden“. Diese Unterscheidung fand ich im „Fieldbook zur Fünften Disziplin“ von Peter Senge und anderen; das Buch erschien bereits Anfang der 1990er Jahre.
Ich verwende die Begriffe hier so: Plädieren (mir selbst und anderen gegenüber) bedeutet, den eigenen Standpunkt erfasst zu haben und für andere verständlich ausdrücken und ggf. verteidigen zu können. Das kennen Sie selbst aus zahlreichen Führungserfahrungen. Als komplementäre Ergänzung bedarf es der Fähigkeit des Erkundens. Hilfreich ist eine neugierige, am anderen (Person oder Thema) interessierte Haltung. Wer erkundet, macht sich natürlich auch verletzlich. Allerdings ist diese Haltung die Voraussetzung dafür, überhaupt Neues zu erkennen und ggf. zu integrieren. Als Aspekt einer „Super-Resilienz“ ist diese Fähigkeit, also ein Fließgleichgewicht zwischen dem Plädieren und dem Erkunden herzustellen, aus meiner Sicht zentral wichtig.

Aktive Selbstentwicklung: Sie kennen als häufige Hörer des Podcast sicher mein Modell der Sieben Felder der Selbstführung. Darin ist das dritte Feld mit „Fähigkeiten und Selbstentwicklung“ bezeichnet. In dieses Feld sind Talente und persönliche Stärken sowie deren Weiterentwicklung eingeordnet, ebenso wie wesentliche soziale und kommunikative Fähigkeiten. Im Interview zu meinem ersten Buch über Selbstführung führte Götz Werner, der Gründer der dm Drogeriemärkte aus: „Die Frage ist, wie gelingt es mir in meinem Leben, meine Biografie in die Hand zu nehmen? Oder anders gesagt: Wie gelingt es mir, im Sattel zu sitzen und nicht am Schwanz des Pferdes zu hängen?“ Aus seiner Sicht sollte jeder die Verantwortung für die eigenen Fähigkeiten annehmen und sich weiterentwickeln. Denn – und das ist entscheidend – wir sind nicht „fertig“, egal welches Alter wir erreicht haben. „Personality Isn’t Permanent“ ist der Titel eines Buchs des Organisationspsychologen Benjamin Hardy. Die aktive Selbstentwicklung trägt zur Super-Resilienz bei. Sie ist mehr als die Entwicklung eines realistischen Optimismus’, sie ist nahe dran am Ansatz der Selbstwirksamkeit, aber sie geht darüber hinaus. Es ist hier nicht Zeit und Raum, das im Detail zu vertiefen; ich verspreche Ihnen, dieses Thema noch einmal aufzunehmen und im Detail zu erläutern.


Tipps, um eine „Super-Resilienz“ zu entwickeln

Reflexion / Aktives Lernen:

Prüfen Sie, wie Sie sich in unterschiedlichen Phasen einer Krise verhalten:

  • Wann und wie ziehen Sie sich auf den status quo Ihrer gegenwärtigen Position und Haltung zurück?
  • Und wann und wie gelingt es Ihnen trotz widriger Bedingungen, sich zu öffnen, Neues erst einmal wahrzunehmen, vielleicht „auszuhalten“, und es dann sinnvoll zu integrieren?
  • Was hat in Ihnen einen konstruktiven Umgang mit Krisen bisher gefördert?
  • Welche Personen waren förderlich, welche destruktiv?

Mit solchen und ähnlichen Fragen können Sie Ihr aktives Lernen ankurbeln…

 

Die „Vierung“ anwenden:

Sie erinnern sich an mein praxisnahes Modell mit vier zentralen Fragen:

  • Was will ich weiter machen?
  • Was will ich anders machen?
  • Was will ich neu machen?
  • Was will ich nicht mehr machen/stoppen?

 

Phasenwechsel: Anspannung, Entspannung

In diesen Zeit reisen wir zu wenig, wie ich meine. Auf Reisen können die Gedanken fließen, kommen neue Eindrücke. Checken Sie für sich, wo Sie auch unter eingeschränkten Umständen wieder unterwegs sein können. Das kann z.B. der lange aufgeschobene Besuch bei einem A-Kunden sein. Nutzen Sie den Abend im Hotel, um sich entweder Muße zu gönnen oder an Ihren Plänen zu arbeiten. Und natürlich plädiere ich an dieser Stelle erneut dafür, dass Sie sich eine persönliche Planungszeit nehmen.


Coaching mit der “Dynamischen 5” – Ein neues 12-Wochen-Programm


Für Beratung und Coaching setze ich seit Langem auch auf digitale Instrumente und Wege. Die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass wir viel besser per Zoom oder Teams miteinander arbeiten können, als das viele Führungskräfte zuvor geglaubt haben. Das gilt auch für persönliche Weiterbildung.
In den vergangenen Monaten habe ich ein neues hybrides Coaching-Angebot zusätzlich zu meiner “Masterclass Selbstführung” entwickelt: die Dynamische 5 als Coaching-Konzept (CD5). Mein Ziel ist es, Top-Führungskräfte in 12 Wochen wirksam zu unterstützen.
In dem Modell der “Dynamischen 5” habe ich bereits vor Jahren diejenigen Führungseigenschaften ausgewählt, die besonders relevant sind. Das Modell hat sich in Coachings und Seminaren bewährt. Deshalb mache ich es zur Grundlage dieses Online-Coachings. Die Dynamische 5 besteht aus:

  • Möglichkeiten erkennen
  • Denkrahmen beeinflussen
  • Fokus setzen und halten
  • Machen
  • Loslassen und abgeben

Das Online-Coaching besteht aus sieben Video-Episoden, drei Frage/Antwort (Q&A) Sessions, zwei 1:1-Video-Coachingsessions, mindestens sieben Info-pdfs, Bonusepisoden (u.a. Video zu Achtsamkeit & Fitness), zusätzlichem Material sowie Verweisen auf passende Podcast-Episoden (Änderungen vorbehalten). Wenn Sie Führungskraft der ersten Ebene sind und sich in 12 Wochen in fünf ausgewählten Eigenschaften fit machen wollen, dann lade ich Sie ein, dabei zu sein. Alle Infos finden Sie hier.

 

 


Musik im Vor- und Nachspann
by Joakim Karud http://soundcloud.com/joakimkarud


 

 

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Videos: Leadership Impulse #7 und #8

 

So, erneut habe ich wieder kurze Videoclips im Rahmen meiner Reihe “Leadership Impulse” online gestellt. Hier sind die Folgen 7 und 8.


Leadership Impuls #7: “Was tun? Vier Fragen zur schnellen Orientierung


Leadership Impuls #8: “Das Leben vereinfachen – Sechs Ideen”

 


Fünf wesentliche Führungseigenschaften optimieren – Neues Online-Coaching, Start im April

Wenn Sie in diesen unsicheren Zeiten in Ihre persönliche Weiterentwicklung investieren wollen, dann biete ich Ihnen dazu mein neues hybrides Coaching an. Es basiert auf dem bewährten Modell der “Dynamischen 5” und fokussiert ausgewählte Führungseigenschaften, die heute besonders wichtig sind. Es kombiniert sieben Video-Episoden, drei Frage/Antwort (Q&A) Sessions, zwei 1:1-Video-Coachingsessions, mindestens sieben Info-pdfs, Bonusepisoden (u.a. Video zu Achtsamkeit & Fitness) und zusätzliches Material. Wir starten im April zu diesem 12-Wochen-Programm für Führungskräfte der ersten Ebene.

Mehr dazu auf der Infoseite.

Mehr dazu auf der Infoseite.

 

SF145 Lebenskunst in digitalen Zeiten – Gespräch mit dem Coach Dr. Thomas Hake


Wie werden wir zu Gestaltern unseres Lebens?

Wir leben in Zeiten des Umbruchs und so manche Führungskraft ist von der Wucht der Veränderungen schier überwältigt. Zudem betreiben wir durch den Gebrauch unserer digitalen Instrumente auch noch Selbstsabotage. Wie können wir wieder handlungsfähig werden? Wie erlernen wir die Kulturtechniken, um Gestalter unseres Lebens zu sein und nicht Abhängige der timelines in den sozialen Medien? Somit geht es eigentlich um Lebenskunst. Heute spreche ich zu diesen Themen mit Dr. Thomas Hake. Er ist Berater und Coach mit Basis in Berlin. Zudem ist er Professor für Hochschuldidaktik an der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe. Auslöser für diese Podcast-Episode war mein Gastbeitrag per Zoom in seiner Lehrveranstaltung, bei dem ich über die Bedeutung der Selbstführung gesprochen habe.
Übrigens habe ich mit Thomas bereits in der Podcast-Episode SF48 “Dialog und Reflexion – warum wir das direkte Gespräch brauchen” gesprochen – eine Folge, die weit, weit vor Corona war…


Inhalte

Thomas Hake und ich erörtern im heutigen Gespräch unter anderem folgende Themen:

  • Warum ist unser Gebrauch digitaler Medien eigentlich ein Problem? Wie zeigt sich dieses? Thomas Hake spricht vom “epochalen Strukturwandel der Öffentlichkeit”.
  • Welche Möglichkeiten habe ich, eine Sucht bei mir zu erkennen und wie gehe ich damit um?
  • Neben der individuellen Perspektive: Welche gesellschaftlichen Auswirkungen hat die Verbreitung der Mobile Devices und warum üben sie eine magnetische Wirkung aus?
  • Was können wir von den Stoikern lernen?
  • Und schließlich: Was kann jeder von uns tun, um Beeinflussungen zu erkennen und die Gestaltungshoheit über das eigene Leben zurück zu gewinnen? Wie entwickeln wir die erforderlichen Metakompetenzen?

Literaturtipps

Tipps von Thomas Hake:

Anders, Günther: Die Antiquiertheit des Menschen. 1: Über die Seele im Zeitalter der zweiten industriellen Revolution. Kap.2: Die Welt als Phantom und Matrize. 2002, 2. Auflage, München: C.H. Beck.

Epiktet: Handbuch der Moral. München: dtv Artemis.

Hossenfelder, Malte: Stoa, Epikureismus und Skepsis. Philosophie der Antike 3. 1995, München: C.H. Beck.

Rosa, Hartmut: Resonanz. Eine Soziologie der Weltbeziehung. Kap. III.2. Medien der Weltbeziehung. S. 151-164. Frankfurt: Suhrkamp.

ferner: Jaron Lanier, Zehn Gründe, warum Du Deine Social Media Accounts sofort löschen musst. 2018, 2. Auflage, Hamburg: Hoffmann und Campe.

 


links

Homepage von Dr. Thomas Hake


In die eigene Weiterentwicklung investieren: Masterclass Selbstführung 2021

Wenn Sie in diesen turbulenten Zeiten Ihre eigenen Fähigkeiten weiterentwickeln wollen, lade ich Sie ein, an der Masterclass Selbstführung 2021 teilzunehmen. Im Januar startet dieses Kompetenzcoaching erneut und bereits jetzt können Sie vorab an der Verbesserung Ihrer Selbstführung arbeiten (u.a. Bonusvideo und attraktive Frühbucher-Konditionen). Wir nutzen die Vorteile der Digitalisierung: In zehn Videosequenzen als Lernetappen behandeln wir die wichtigsten Aspekte einer gelingenden Selbstführung. Jede Lerneinheit ist kompakt und Sie entscheiden, wann und wo Sie sie sehen – im Zug, im Flugzeug, in Wartezeiten oder auch im Büro. Inhaltlich setzen wir am Kern an: bei der eigenen Wirksamkeit.

Alle Infos zur Masterclass finden Sie in diesem PDF: MCSF2021_Info-2


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Selbstführung: The Future Of Jobs Report


Report des World Economic Forum zeigt zunehmende Bedeutung von “Self-management”

(Kann Spuren von Werbung enthalten…) Im Report “The Future Of Jobs” des World Economic Forums las ich (S. 36), welche Fähigkeiten in der Arbeitswelt von 2025 verstärkt gebraucht werden. Diese drei besitzen zunehmende Bedeutung:

  • Critical thinking and analysis
  • Problem-solving
  • Self-management

Weiter heißt es im Report: “In particular, self-management skills such as mindfulness, meditation, gratitude and kindness are among the top 10 focus areas […] in contrast to the more technical skills which were in-focus in 2019.” (ebenda) Das ist für mich nicht überraschend, denn ich erlebe als Berater und Executive Coach, dass gerade im Angesicht der Pandemie und der davon ausgelösten Verunsicherung ein großer Bedarf herrscht, zur Ruhe zu kommen, äußere Einflüsse zumindest zu erkennen und zu begrenzen sowie Zuversicht und Perspektive zu entwickeln. Die genannten Fähigkeiten müssen wir weiterentwickeln um uns fit zu machen für die “neue Normalität” – die eben nicht mehr normal sein wird, sondern die von Beschleunigung, Fragmentierung und Unberechenbarkeit geprägt sein wird.

Wie sieht eine persönliche Weiterentwicklung aus? Führungskräfte wollen zunehmend selbst bestimmen, wie und wann Sie lernen. Diese Erfahrung konnte ich in den vergangenen Jahren immer wieder mit meinen Angeboten machen und ich fühle mich in meiner Einschätzung bestätigt. Insbesondere meine Masterclass Selbstführung trifft den Bedarf von Geschäftsführern, Vorständen, Inhaber (m/w), die es vermeiden, zu mehrtägigen Seminaren zu fahren und statt dessen lieber einen eigenen Ablauf setzen wollen. Die Masterclass ist ein Kompetenzcoaching für diese herausfordernde Zeit. Sie verbindet digitale Lerneinheiten mit analogen Impulsen.


In die eigene Weiterentwicklung investieren: Masterclass Selbstführung 2021

Foto: Burkhard Bensmann

Wenn Sie in diesen turbulenten Zeiten Ihre eigenen Fähigkeiten weiterentwickeln wollen, lade ich Sie ein, an der Masterclass Selbstführung 2021 teilzunehmen, die sich auf die Sieben Felder der Selbstführung fokussiert. Selbstführung geht weit über “self-management” hinaus.

Im Januar startet dieses Kompetenzcoaching erneut und bereits jetzt können Sie vorab an der Verbesserung Ihrer Selbstführung arbeiten (u.a. Bonusvideo und attraktive Frühbucher-Konditionen). Wir nutzen die Vorteile der Digitalisierung: In zehn Videosequenzen als Lernetappen behandeln wir die wichtigsten Aspekte einer gelingenden Selbstführung. Jede Lerneinheit ist kompakt und Sie entscheiden, wann und wo Sie sie sehen – im Zug, im Flugzeug, in Wartezeiten oder auch im Büro. Inhaltlich setzen wir am Kern an: bei der eigenen Wirksamkeit.

Hier geht es zur Infoseite und hier gleich zur Anmeldung.

Wenn Sie sich auf die Arbeitswelt 2025 vorbereiten wollen, dann kann Ihnen die Masterclass Selbstführung wichtige Anregungen liefern.

Für kompakte Infos können Sie auch dieses pdf laden: MCSF2021_Info-2

 

Ikigai – der Wert des täglichen Lebens


Mit Vorsicht genutzt kann “Western Ikigai” hilfreich sein

Vor ein paar Monaten bin ich auf ein Konzept namens IKIGAI gestoßen. Der Begriff bedeutet so etwas wie „der Grund des eigenen Daseins“, nach anderem Verständnis auch “der Wert des täglichen Lebens”. Es gibt einige Ähnlichkeiten mit meinem Konzept der Sieben Felder der Selbstführung (siehe unten). Ein Wort der Warnung: Wenn wir nach dem Begriff Ikigai suchen, werden wir in den Blasen der Suchmaschinen leicht auf eine westliche Interpretation eines Konzepts verwiesen, das lediglich seine Wurzeln in Japan hat.

Der Japanologe Nicholas Kemp hat unterstrichen: „Außerhalb Japans ist Ikigai ein stark missverstandenes Konzept, bei dem Millionen von Menschen glauben, es sei ein Rahmen mit vier Fragen und das „japanische Geheimnis“ für ein langes und glückliches Leben. Und er fährt fort : „Für die Japaner ist Ikigai ein gebräuchliches Wort, das in ungezwungenen Gesprächen verwendet wird, ohne den ganzen Hype und die Hektik des Westens. Obwohl das Konzept wichtig ist, ist das Wort selbst nichts, worauf Japaner in einem Gespräch besonders achten würden.“

In ihrem Blogbeitrag zu diesem Thema stellt Redakteurin Laura Oliver etwas Ähnliches fest: „Das Finden der Antworten und ein Gleichgewicht zwischen diesen vier Bereichen könnte für Westler, die nach einer schnellen Interpretation dieser Philosophie suchen, ein Weg nach Ikigai sein. Aber in Japan ist Ikigai ein langsamerer Prozess und hat oft nichts mit Arbeit oder Einkommen zu tun.“


Vier wesentliche Felder des eigenen Lebens

Ich schlage vor, diese Interpretation also mit der nötigen Skepsis „Western Ikigai“ zu taufen. Das Konzept kann unter anderem gut dazu dienen, die richtige Kombination aus persönlicher Mission und Beitrag zu den Bedürfnissen der Welt herauszufinden. Mit Vorsicht eingesetzt, dient es als hilfreiches Instrument um zu bestimmen, wie wir unsere Talente in die Praxis umsetzen und unsere Fähigkeiten entwickeln sollen. „Western Ikigai“ basiert auf vier Feldern:

  • Was Du liebst
  • Was Du gut kannst
  • Wofür Du bezahlt werden kannst
  • Was die Welt braucht


1 Quelle


Pragmatische Anwendung

Nutzen wir doch diese westliche Interpretation von Ikigai dafür, um die wesentlichen Fragen zu Selbstführung zu reflektieren. Gerade die sich überlappenden Bereiche in der Grafik sind spannend, denn sie laden ein, tiefer zu schürfen…


Vergleich: Die Sieben Felder der Selbstführung

Wenn Sie im Vergleich mein Modell der „Sieben Felder der Selbstführung“ nutzen wollen, dann empfehle ich insbesondere die Podcast-Episode SF50 „Die Sieben Felder der Selbstführung – ein schneller Durchlauf“.

Unterstützt die kleinen Geschäfte

Verschenkt Gutscheine!

Derzeit besteht die große Gefahr, dass viele Selbstständige, Künstler, Restaurants, Läden die kommenden Krisen-Wochen nicht überstehen werden. Ich finde, dass wir alle etwas tun können: kauft und verschenkt Gutscheine, z.B. von Eurer Pizzeria um die Ecke! An dieser Stelle ein besonderer Gruß an Rosa und Leonardo von meiner Lieblingspizzeria seit gut 30 Jahren (Lotter Straße Osnabrück): Trattoria alla Rosa “Bei Rocco”!

SF126 Positionsbestimmung – in Krisenzeiten wirksam bleiben

Reflexion und richtiges Handeln: mein Tool für eine Schnelle Positionsbestimmung

Sie sind Führungskraft und fragen sich in diesen Tagen, wie Sie mit der eigenen Unsicherheit in Corona-Zeiten umgehen können? Und Sie sind sich bewusst, dass Ihre Mitarbeiter*innen von Ihnen Orientierung erwarten. Wie kommen Sie also zu einer klaren Haltung? In diesen Zeiten gilt es aus meiner Sicht erst recht, besonnen zu handeln. Und damit willkommen zu einer neuen Solo-Episode des Podcasts Selbstführung und Leadership Development.

Ich hatte im März einen Blogbeitrag geschrieben mit dem Titel: Corona-Zeiten: Tipps für eine Schnelle Positionsbestimmung. Dieser Beitrag erzielte eine hohe Resonanz, darum nehme ich das Thema hier im Podcast wieder auf. Nachfolgend stelle ich Ihnen dieses Konzept einer Schnellen Positionsbestimmung ausführlicher vor.


Führungskräfte in der Krise benötigen Unterstützung

Führungskräfte befinden sich in diesen Krisenzeiten in einem Dilemma: Wir wollen derzeit als Krisenmanager kurzfristig die richtigen Maßnahmen ergreifen. Gleichzeitig aber merken wir, dass wir selbst unsicher sind, dass die Krise an unseren Nerven zehrt und dass wir daher selbst Rat und Unterstützung benötigen. Aber die meisten nehmen sich nicht die Gelegenheit, sich unterstützen zu lassen. Das ist gefährlich.

Mir ist bewusst, dass die Zeit bei vielen Führungskräften nun besonders knapp ist. Deshalb stelle ich Ihnen hier mein neues Tool eines kompakten digitalen Coachings vor. Es trägt den Titel „Schnelle Positionsbestimmung für Führungskräfte“ (hier Sie können sich auch das aktuelle pdf “Schnelle Positionsbestimmung” mit allen Fragen kostenlos runterladen). Prüfen Sie doch, ob Sie mein Raster auch selbst anwenden wollen. Diese Positionsbestimmung nutzt mein Konzept der Selbstführung und soll Sie unterstützen, eigenverantwortlich und wirksam zu handeln. Natürlich können sich schnell Entschlossene auch direkt bei mir melden, um das Tool im Rahmen eines Coachings durch mich per Skype, FaceTime oder Telefon anzufordern. Meine E-Mail-Adresse lautet: bb@ld21.de.


Inhalte der Schnellen Positionsbestimmung

Wie funktioniert die Schnelle Positionsbestimmung? Sie ist ein Instrument der „Kurzzeitintervention“, heißt: schnell auf den Punkt kommen, Übersicht & Zuversicht gewinnen, handlungsfähig werden. Hier die grobe Struktur, die ggf. an die jeweilige Person angepasst werden muss. Die vielen Fragen, die ich Ihnen im Podcast nenne, können Sie nachlesen im erwähnten pdf zur “Schnellen Positionsbestimmung”.

  • Start: Erkenntnisse/Prämissen
  • Reflexionsfragen
  • Klärung der Optionen
  • Umsetzung
  • Rahmenbedingungen schaffen

Das Raster anpassen / Coachinggespräch vereinbaren

Wie oben erwähnt, ist dies mein grobes Raster, das ich derzeit zugrunde lege. Ich nutze es für kompakte Unterstützungsgespräche mit meinen Kunden, damit diese schnell und angemessen handeln können in dieser Krisenzeit. Checken Sie, ob das Raster oder Teile davon auch für Sie passt. Gerne unterstütze ich Sie auch durch Beratung und Coaching. Melden Sie sich direkt bei mir: bb@ld21.de.

Für diese herausfordernden Zeiten wünsche ich Ihnen derweil alles Gute, Ihr Burkhard Bensmann


links

Die richtigen Rituale, auch in Krisenzeiten:

Podcast SF110 “Mit vier Fragen fokussiert in den Tag starten”


Masterclass Selbstführung 2020 – Teilnahme weiterhin möglich

Auf einmal rufen alle nach Home Office und Online-Weiterbildung. Ich bin ganz entspannt und – wie Sie wissen – bestens vorbereitet, um Sie, liebe bestehenden und zukünftigen Kunden, bestmöglich zu unterstützen. Coachings per FaceTime oder Skype sind bei mir schon seit langem Alltag. Und meine frühen Audiolectures und ersten Masterclass-Durchläufe haben mir bestätigt, dass diese Art der digitalen Lernreisen ein adäquates Mittel der selbstorganisierten Weiterbildung sind.
Da doch einige von Ihnen in den kommenden Wochen im Home Office arbeiten werden, will ich den Zugang zur bereits im Januar gestarteten Masterclass Selbstführung 2020 (https://ld21.de/masterclass-selbstfuehrung/) weiterhin offen lassen. Dieses Kompetenzcoaching, das digitale und analoge Lerneinheiten sinnvoll verknüpft, können Sie komplett online absolvieren. Wenn Sie jetzt einsteigen wollen, dann unterstütze ich Sie individuell dabei, Ihre Lernschritte so zu setzen, dass Sie maximal wirksam mit diesem Onlineformat lernen können. Machen Sie das beste aus dieser besonderen Zeit und investieren Sie in Ihre Weiterentwicklung – hier geht es zur Anmeldeseite: https://ld21.de/masterclass-selbstfuehrung-anmeldeseite/ (Melden Sie sich direkt bei mir, wenn Sie z.B. mit einer Gruppe an der Masterclass teilnehmen wollen: bensmann@ld21-academy.de).


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Corona-Zeiten: Tipps für eine Schnelle Positionsbestimmung

Sie sind Führungskraft und fragen sich in diesen Tagen, wie Sie mit der eigenen Unsicherheit in Corona-Zeiten umgehen können? Und Sie sind sich bewusst, dass Ihre Mitarbeiter*innen von Ihnen Orientierung erwarten. Wie kommen Sie also zu einer klaren Haltung? In diesen Zeiten gilt es aus meiner Sicht erst recht, besonnen zu handeln. Ich biete derzeit eine Art „Schnelle Positionsbestimmung für Führungskräfte“ an. Prüfen Sie doch, ob Sie mein Raster auch selbst anwenden wollen. Oder melden Sie sich bei mir für einen eigenen Coaching-Termin (Neu: bb(at)Ld21.de). Diese Positionsbestimmung nutzt mein Konzept der Selbstführung und soll Sie unterstützen, eigenverantwortlich und wirksam zu handeln.


Inhalte der Schnellen Positionsbestimmung

Wie funktioniert die Schnelle Positionsbestimmung? Sie ist ein Instrument der „Kurzzeitintervention“, heißt: schnell auf den Punkt kommen, Übersicht & Zuversicht gewinnen, handlungsfähig werden. Hier die grobe Struktur, die an die jeweilige Person, Führungsgruppe und Organisation angepasst werden muss.

Start: Erkenntnisse/Prämissen
  • Es kommt auf die Führungskräfte an – die Organisation erwartet Orientierung und Führung
  • Auch die Führungskraft unterliegt Ängsten und Irritationen – es gilt, bei sich selbst Ordnung und Handlungsfähigkeit zu schaffen
Reflexion zur Klärung der IST-Situation

Reflexionsfragen:
a) Was nehme ich derzeit (angesichts der Corona-Irritationen) wahr?
b) Wie gehe ich derzeit selbst mit der Situation um?
c) Welche Denk- und Handlungsmuster bemerke ich bei mir?
d) Wie erlebe ich mein Umfeld (meine Organisation)?

Klärung der Optionen

a) Welche Optionen habe ich bzw. haben wir angesichts dieser Krisensituation?
b) Wie und gemeinsam mit wem will ich die Optionen beurteilen?
c) Welche Position/Rolle will ich selbst einnehmen?
d) Welche Botschaften will ich bzw. wollen wir aussenden?

Umsetzung

a) Welche primären Ziele definiere ich für mich in dieser Krisenzeit?
b) Wie gelangen wir zu gemeinsamen Zielen für die Organisation?
c) Welche Maßnahmen will ich für mich wählen?
d) Welche Maßnahmen beschließen wir für die Organisation?

Rahmenbedingungen schaffen

a) Wen kann ich jetzt für mein persönliches Unterstützerteam gewinnen?
b) Welche hilfreichen Rituale (z.B. zum Morgenstart) kann ich für mich einüben?
a und b auch für die Führungsgruppe anwenden

 


Das Raster anpassen oder Coachinggespräch vereinbaren

Wie oben erwähnt, ist dies mein grobes Raster, das ich derzeit zugrunde lege. Ich nutze es für kompakte Unterstützungsgespräche mit meinen Kunden, damit diese schnell und angemessen handeln können in dieser Krisenzeit. Checken Sie, ob das Raster oder Teile davon auch für Sie passt.
Natürlich können Sie auch ein persönliches Coachinggespräch mit mir vereinbaren, um selbst eine schnelle Positionsbestimmung per Skype, FaceTime oder Telefon durchzuführen. NEU: Sie erreichen mich unter bb(at)ld21.de

 


Masterclass Selbstführung 2020 – Teilnahme weiterhin möglich

Auf einmal rufen alle nach Home Office und Online-Weiterbildung. Ich bin ganz entspannt und – wie Sie wissen – bestens vorbereitet, um Sie, liebe bestehenden und zukünftigen Kunden, bestmöglich zu unterstützen. Coachings per FaceTime oder Skype sind bei mir schon seit langem Alltag. Und meine frühen Audiolectures und ersten Masterclass-Durchläufe haben mir bestätigt, dass diese Art der digitalen Lernreisen ein adäquates Mittel der selbstorganisierten Weiterbildung sind.
Da doch einige von Ihnen in den kommenden Wochen im Home Office arbeiten werden, will ich den Zugang zur bereits im Januar gestarteten Masterclass Selbstführung 2020 (https://ld21.de/masterclass-selbstfuehrung/) weiterhin offen lassen. Dieses Kompetenzcoaching, das digitale und analoge Lerneinheiten sinnvoll verknüpft, können Sie komplett online absolvieren. Wenn Sie jetzt einsteigen wollen, dann unterstütze ich Sie individuell dabei, Ihre Lernschritte so zu setzen, dass Sie maximal wirksam mit diesem Onlineformat lernen können. Machen Sie das beste aus dieser besonderen Zeit und investieren Sie in Ihre Weiterentwicklung – hier geht es zur Anmeldeseite: https://ld21.de/masterclass-selbstfuehrung-anmeldeseite/ (Melden Sie sich direkt bei mir, wenn Sie z.B. mit einer Gruppe an der Masterclass teilnehmen wollen: bensmann@ld21-academy.de).

SF122 Was wir aus Krankenhaus und Cockpit für unsere Führung lernen

Interview mit dem Safety-Experten Martin Dutschek

Waren Sie auch schon Patient in einem Krankenhaus und haben sich gewünscht, dass alles so präzise läuft wie in einem Flugzeug? Dass alle ihre Prozesse im Blick haben und dass die Technik stets gecheckt ist und funktioniert?
In dieser Podcast-Episode treffe ich Martin Dutschek zum Interview, er ist ein Fachmann zum Thema Patientensicherheit und weiß, wie man Erkenntnisse aus diesen Bereichen auch in normale Unternehmen transferieren kann. Ich kenne ihn bereits seit vielen Jahren und habe auch in Prozessen der Organisationsentwicklung erfolgreich mit ihm gearbeitet. Er hat übrigens auch einen Fachartikel zum Buch “Der Faktor Mensch – Personalmanagement und Patientensicherheit” geschrieben. Das Buch wurde von Dr. Viktor Oubaid herausgegeben, mit dem ich ja bereits im Podcast SF115 “Der Faktor Mensch” gesprochen habe.


Transfer in Unternehmen

Martin Dutschek ist schon seit langem fasziniert vom Transfer von Erkenntnissen der Luftfahrt in Unternehmen, speziell auch in Krankenhäuser. Er bietet mit SIM & LEARN u.a. “Safety Trainings im Krankenhaus” an, wie auch sein Beitrag für das o.g. Buch lautet. Sowohl im Krankenhaus als auch im Flugzeugcockpit haben wir es mit Hochrisikobereichen zu tun und ich will im Gespräch mit Herrn Dutschek herausfinden, welche Erkenntnisse er ableitet und insbesondere was wir für die Selbstführung und die Führung unserer “normalen” Organisationen lernen können.


Unsere Themen

Wir sprechen u.a. über folgende Punkte:

  • Hochrisikosysteme und ihre Besonderheiten
  • Rollenteilung im Cockpit
  • Das Faktor Mensch und warum es auf die richtige Personalauswahl ankommt
  • Warum angehende Führungskräfte systematisch vorbereitet werden müssen
  • Die zentrale Bedeutung einer angstfreien Kommunikation
  • Warum Instrumente wie Briefings und Checklisten so wichtig sind
  • Was wir für “normale” Unternehmen und Organisationen ableiten können
  • Welche Rolle Selbstführung in diesem Kontext hat

link:

Informationen zum Trainingsprogramm von SIM & LEARN am Flughafen Hannover


Literaturtipps von Martin Dutschek:

Das neue Buch: Der Faktor Mensch: Ein Anlass für dieses Interview ist das neue Buch, dessen Herausgeber Dr. Viktor Oubaid ist und zu dem u.a. Herr Dutschek Beiträge geliefert hat: “Der Faktor Mensch: Personalmanagement und Patientensicherheit“.

Weitere Tipps:

Amy C. Edmondson: Teaming. How Organisations lern, Innovate and Compete in the Knowledge Economy, John Wiley & Sons (1. April 2012)

Annette Gebauer: Kollektive Achtsamkeit organisieren. Schäfer Poeschel 2017.

Amy C. Edmondson: The Fearless Organization: Creating Psychological Safety in the Workplace for Learning, Innovation, and Growth, Wiley 2018

Karl E. Weick, Kathleen M. Sutcliffe: Wie Unternehmen aus Extremsituationen lernen. Schäfer Pöschel 2010


Masterclass Selbstführung

Soweit meine heutigen Anregungen in Sachen Selbstführung und Leadership Development. Falls Sie kurzfristig noch in Ihre Wirksamkeit investieren wollen: wir haben unsere Masterclass Selbstführung am 13. Januar gestartet, nehmen aber nach Rücksprache noch einige “Spätberufene” auf.

Auf der Webseite zur Masterclass 2020 finden Sie alle wichtigen Informationen zu dieser Online-Lernreise, die Sie dabei unterstützt, auch in turbulenten Zeiten Ihren Kurs zu setzen und zu halten: https://ld21.de/masterclass-selbstfuehrung/

Senden Sie uns eine Nachricht, wenn Sie jetzt noch in die Masterclass Selbstführung einsteigen wollen:


Musik im Vor- und Nachspann
by Joakim Karud http://soundcloud.com/joakimkarud


 

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Leichtigkeit und das eigene Tempo finden

Krank sein macht mich ungeduldig

Noch im Januar hatte ich meinem Kollegen Uli Vogel freudestrahlend berichtet, dass ich mich einer robusten Gesundheit erfreue, vermutlich, weil ich doch immer schön morgens meinen Ingwertee trinke. Wenige Tage später, noch immer auf Teneriffa und in meiner Produktionsklausur, erwischte mich eine fiese Erkältung. Und diese zog sich dann über Wochen hinweg.

Passend zum Jahresmotto unserer Ld 21 academy – hier der Blogbeitrag “Durchatmen” – nahm ich mir vor,  das Beste aus der Krankheit zu machen. Schließlich bin ich doch Experte für Selbstführung. Leichter gesagt als getan, denn kleine Einschränkungen meiner Produktivität nerven mich schon. Irgendwann warf mich dann der Infekt sogar für eine Woche ins Bett. Zwangsläufig hatte ich Zeit und Muße… Unmittelbar vor einem runden Geburtstag  war die Krankheit vermutlich eine notwendige Erinnerung daran, das zu beherzigen, was ich meinen Kunden immer rate:

  • das eigene Tempo zu finden und einzuhalten,
  • sich nur so viel aufzuladen, wie man tragen kann,
  • auf den eigenen Körper und dessen Signale zu hören,
  • zu akzeptieren, was gerade nicht geändert werden kann.

Leichtigkeit

Meine Mußezeit diente nicht nur meiner Erholung, sondern war auch eine gute Einstimmung in die jährliche persönliche Planungsklausur mit meinem Netzwerkkollegen Volker Starr, die wir vor ein paar Tagen durchführten. Seit Jahren nutze ich ein zweitägiges Format: ein Tag für meinen Kollegen, ein Tag für mich; wir sind jeweils Austauschpartner für den anderen. Hat zumindest entfernt auch etwas von kollegialer Beratung, könnte man auch als sehr kleine Mastermind-Session sehen. Ich habe mir dann sofort das Thema Leichtigkeit für meinen Tag gewünscht und mein Kollege hat – wieder einmal – sehr klar und konsequent dafür gesorgt, dass wir am Thema blieben.


Meditation

Mir hilft in Sachen Leichtigkeit seit Jahrzehnten die morgendliche Meditation. Damit auch die Hörerinnen und Hörer meines Podcasts für sich prüfen können, ob diese Achtsamkeitspraxis für sie passend sein könnte, habe ich jüngst den Experten Jonas Leve interviewt. Er ist einer der Gründer der 7mind GmbH und hat mit seinem Unternehmen eine App entwickelt, die einen einfachen Zugang zur Meditation bietet. Hören Sie einfach die Podcast-Episode SF102 “Meditation für Manager wozu ist das gut?”.