SF126 Positionsbestimmung – in Krisenzeiten wirksam bleiben

Reflexion und richtiges Handeln: mein Tool für eine Schnelle Positionsbestimmung

Sie sind Führungskraft und fragen sich in diesen Tagen, wie Sie mit der eigenen Unsicherheit in Corona-Zeiten umgehen können? Und Sie sind sich bewusst, dass Ihre Mitarbeiter*innen von Ihnen Orientierung erwarten. Wie kommen Sie also zu einer klaren Haltung? In diesen Zeiten gilt es aus meiner Sicht erst recht, besonnen zu handeln. Und damit willkommen zu einer neuen Solo-Episode des Podcasts Selbstführung und Leadership Development.

Ich hatte im März einen Blogbeitrag geschrieben mit dem Titel: Corona-Zeiten: Tipps für eine Schnelle Positionsbestimmung. Dieser Beitrag erzielte eine hohe Resonanz, darum nehme ich das Thema hier im Podcast wieder auf. Nachfolgend stelle ich Ihnen dieses Konzept einer Schnellen Positionsbestimmung ausführlicher vor.


Führungskräfte in der Krise benötigen Unterstützung

Führungskräfte befinden sich in diesen Krisenzeiten in einem Dilemma: Wir wollen derzeit als Krisenmanager kurzfristig die richtigen Maßnahmen ergreifen. Gleichzeitig aber merken wir, dass wir selbst unsicher sind, dass die Krise an unseren Nerven zehrt und dass wir daher selbst Rat und Unterstützung benötigen. Aber die meisten nehmen sich nicht die Gelegenheit, sich unterstützen zu lassen. Das ist gefährlich.

Mir ist bewusst, dass die Zeit bei vielen Führungskräften nun besonders knapp ist. Deshalb stelle ich Ihnen hier mein neues Tool eines kompakten digitalen Coachings vor. Es trägt den Titel „Schnelle Positionsbestimmung für Führungskräfte“ (hier Sie können sich auch das aktuelle pdf “Schnelle Positionsbestimmung” mit allen Fragen kostenlos runterladen). Prüfen Sie doch, ob Sie mein Raster auch selbst anwenden wollen. Diese Positionsbestimmung nutzt mein Konzept der Selbstführung und soll Sie unterstützen, eigenverantwortlich und wirksam zu handeln. Natürlich können sich schnell Entschlossene auch direkt bei mir melden, um das Tool im Rahmen eines Coachings durch mich per Skype, FaceTime oder Telefon anzufordern. Meine E-Mail-Adresse lautet: bb@ld21.de.


Inhalte der Schnellen Positionsbestimmung

Wie funktioniert die Schnelle Positionsbestimmung? Sie ist ein Instrument der „Kurzzeitintervention“, heißt: schnell auf den Punkt kommen, Übersicht & Zuversicht gewinnen, handlungsfähig werden. Hier die grobe Struktur, die ggf. an die jeweilige Person angepasst werden muss. Die vielen Fragen, die ich Ihnen im Podcast nenne, können Sie nachlesen im erwähnten pdf zur “Schnellen Positionsbestimmung”.

  • Start: Erkenntnisse/Prämissen
  • Reflexionsfragen
  • Klärung der Optionen
  • Umsetzung
  • Rahmenbedingungen schaffen

Das Raster anpassen / Coachinggespräch vereinbaren

Wie oben erwähnt, ist dies mein grobes Raster, das ich derzeit zugrunde lege. Ich nutze es für kompakte Unterstützungsgespräche mit meinen Kunden, damit diese schnell und angemessen handeln können in dieser Krisenzeit. Checken Sie, ob das Raster oder Teile davon auch für Sie passt. Gerne unterstütze ich Sie auch durch Beratung und Coaching. Melden Sie sich direkt bei mir: bb@ld21.de.

Für diese herausfordernden Zeiten wünsche ich Ihnen derweil alles Gute, Ihr Burkhard Bensmann


links

Die richtigen Rituale, auch in Krisenzeiten:

Podcast SF110 “Mit vier Fragen fokussiert in den Tag starten”


Masterclass Selbstführung 2020 – Teilnahme weiterhin möglich

Auf einmal rufen alle nach Home Office und Online-Weiterbildung. Ich bin ganz entspannt und – wie Sie wissen – bestens vorbereitet, um Sie, liebe bestehenden und zukünftigen Kunden, bestmöglich zu unterstützen. Coachings per FaceTime oder Skype sind bei mir schon seit langem Alltag. Und meine frühen Audiolectures und ersten Masterclass-Durchläufe haben mir bestätigt, dass diese Art der digitalen Lernreisen ein adäquates Mittel der selbstorganisierten Weiterbildung sind.
Da doch einige von Ihnen in den kommenden Wochen im Home Office arbeiten werden, will ich den Zugang zur bereits im Januar gestarteten Masterclass Selbstführung 2020 (https://ld21.de/masterclass-selbstfuehrung/) weiterhin offen lassen. Dieses Kompetenzcoaching, das digitale und analoge Lerneinheiten sinnvoll verknüpft, können Sie komplett online absolvieren. Wenn Sie jetzt einsteigen wollen, dann unterstütze ich Sie individuell dabei, Ihre Lernschritte so zu setzen, dass Sie maximal wirksam mit diesem Onlineformat lernen können. Machen Sie das beste aus dieser besonderen Zeit und investieren Sie in Ihre Weiterentwicklung – hier geht es zur Anmeldeseite: https://ld21.de/masterclass-selbstfuehrung-anmeldeseite/ (Melden Sie sich direkt bei mir, wenn Sie z.B. mit einer Gruppe an der Masterclass teilnehmen wollen: bensmann@ld21-academy.de).


Musik im Vor- und Nachspann
by Joakim Karud http://soundcloud.com/joakimkarud


 

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Corona-Zeiten: Tipps für eine Schnelle Positionsbestimmung

Sie sind Führungskraft und fragen sich in diesen Tagen, wie Sie mit der eigenen Unsicherheit in Corona-Zeiten umgehen können? Und Sie sind sich bewusst, dass Ihre Mitarbeiter*innen von Ihnen Orientierung erwarten. Wie kommen Sie also zu einer klaren Haltung? In diesen Zeiten gilt es aus meiner Sicht erst recht, besonnen zu handeln. Ich biete derzeit eine Art „Schnelle Positionsbestimmung für Führungskräfte“ an. Prüfen Sie doch, ob Sie mein Raster auch selbst anwenden wollen. Oder melden Sie sich bei mir für einen eigenen Coaching-Termin (bensmann@ld21-academy.de). Diese Positionsbestimmung nutzt mein Konzept der Selbstführung und soll Sie unterstützen, eigenverantwortlich und wirksam zu handeln.


Inhalte der Schnellen Positionsbestimmung

Wie funktioniert die Schnelle Positionsbestimmung? Sie ist ein Instrument der „Kurzzeitintervention“, heißt: schnell auf den Punkt kommen, Übersicht & Zuversicht gewinnen, handlungsfähig werden. Hier die grobe Struktur, die an die jeweilige Person, Führungsgruppe und Organisation angepasst werden muss.

Start: Erkenntnisse/Prämissen
  • Es kommt auf die Führungskräfte an – die Organisation erwartet Orientierung und Führung
  • Auch die Führungskraft unterliegt Ängsten und Irritationen – es gilt, bei sich selbst Ordnung und Handlungsfähigkeit zu schaffen
Reflexion zur Klärung der IST-Situation

Reflexionsfragen:
a) Was nehme ich derzeit (angesichts der Corona-Irritationen) wahr?
b) Wie gehe ich derzeit selbst mit der Situation um?
c) Welche Denk- und Handlungsmuster bemerke ich bei mir?
d) Wie erlebe ich mein Umfeld (meine Organisation)?

Klärung der Optionen

a) Welche Optionen habe ich bzw. haben wir angesichts dieser Krisensituation?
b) Wie und gemeinsam mit wem will ich die Optionen beurteilen?
c) Welche Position/Rolle will ich selbst einnehmen?
d) Welche Botschaften will ich bzw. wollen wir aussenden?

Umsetzung

a) Welche primären Ziele definiere ich für mich in dieser Krisenzeit?
b) Wie gelangen wir zu gemeinsamen Zielen für die Organisation?
c) Welche Maßnahmen will ich für mich wählen?
d) Welche Maßnahmen beschließen wir für die Organisation?

Rahmenbedingungen schaffen

a) Wen kann ich jetzt für mein persönliches Unterstützerteam gewinnen?
b) Welche hilfreichen Rituale (z.B. zum Morgenstart) kann ich für mich einüben?
a und b auch für die Führungsgruppe anwenden

 


Das Raster anpassen oder Coachinggespräch vereinbaren

Wie oben erwähnt, ist dies mein grobes Raster, das ich derzeit zugrunde lege. Ich nutze es für kompakte Unterstützungsgespräche mit meinen Kunden, damit diese schnell und angemessen handeln können in dieser Krisenzeit. Checken Sie, ob das Raster oder Teile davon auch für Sie passt.
Natürlich können Sie auch ein persönliches Coachinggespräch mit mir vereinbaren, um selbst eine schnelle Positionsbestimmung per Skype, FaceTime oder Telefon durchzuführen. Sie erreichen mich unter bensmann@ld21-academy.de.

 


Masterclass Selbstführung 2020 – Teilnahme weiterhin möglich

Auf einmal rufen alle nach Home Office und Online-Weiterbildung. Ich bin ganz entspannt und – wie Sie wissen – bestens vorbereitet, um Sie, liebe bestehenden und zukünftigen Kunden, bestmöglich zu unterstützen. Coachings per FaceTime oder Skype sind bei mir schon seit langem Alltag. Und meine frühen Audiolectures und ersten Masterclass-Durchläufe haben mir bestätigt, dass diese Art der digitalen Lernreisen ein adäquates Mittel der selbstorganisierten Weiterbildung sind.
Da doch einige von Ihnen in den kommenden Wochen im Home Office arbeiten werden, will ich den Zugang zur bereits im Januar gestarteten Masterclass Selbstführung 2020 (https://ld21.de/masterclass-selbstfuehrung/) weiterhin offen lassen. Dieses Kompetenzcoaching, das digitale und analoge Lerneinheiten sinnvoll verknüpft, können Sie komplett online absolvieren. Wenn Sie jetzt einsteigen wollen, dann unterstütze ich Sie individuell dabei, Ihre Lernschritte so zu setzen, dass Sie maximal wirksam mit diesem Onlineformat lernen können. Machen Sie das beste aus dieser besonderen Zeit und investieren Sie in Ihre Weiterentwicklung – hier geht es zur Anmeldeseite: https://ld21.de/masterclass-selbstfuehrung-anmeldeseite/ (Melden Sie sich direkt bei mir, wenn Sie z.B. mit einer Gruppe an der Masterclass teilnehmen wollen: bensmann@ld21-academy.de).

SF122 Was wir aus Krankenhaus und Cockpit für unsere Führung lernen

Interview mit dem Safety-Experten Martin Dutschek

Waren Sie auch schon Patient in einem Krankenhaus und haben sich gewünscht, dass alles so präzise läuft wie in einem Flugzeug? Dass alle ihre Prozesse im Blick haben und dass die Technik stets gecheckt ist und funktioniert?
In dieser Podcast-Episode treffe ich Martin Dutschek zum Interview, er ist ein Fachmann zum Thema Patientensicherheit und weiß, wie man Erkenntnisse aus diesen Bereichen auch in normale Unternehmen transferieren kann. Ich kenne ihn bereits seit vielen Jahren und habe auch in Prozessen der Organisationsentwicklung erfolgreich mit ihm gearbeitet. Er hat übrigens auch einen Fachartikel zum Buch “Der Faktor Mensch – Personalmanagement und Patientensicherheit” geschrieben. Das Buch wurde von Dr. Viktor Oubaid herausgegeben, mit dem ich ja bereits im Podcast SF115 “Der Faktor Mensch” gesprochen habe.


Transfer in Unternehmen

Martin Dutschek ist schon seit langem fasziniert vom Transfer von Erkenntnissen der Luftfahrt in Unternehmen, speziell auch in Krankenhäuser. Er bietet mit SIM & LEARN u.a. “Safety Trainings im Krankenhaus” an, wie auch sein Beitrag für das o.g. Buch lautet. Sowohl im Krankenhaus als auch im Flugzeugcockpit haben wir es mit Hochrisikobereichen zu tun und ich will im Gespräch mit Herrn Dutschek herausfinden, welche Erkenntnisse er ableitet und insbesondere was wir für die Selbstführung und die Führung unserer “normalen” Organisationen lernen können.


Unsere Themen

Wir sprechen u.a. über folgende Punkte:

  • Hochrisikosysteme und ihre Besonderheiten
  • Rollenteilung im Cockpit
  • Das Faktor Mensch und warum es auf die richtige Personalauswahl ankommt
  • Warum angehende Führungskräfte systematisch vorbereitet werden müssen
  • Die zentrale Bedeutung einer angstfreien Kommunikation
  • Warum Instrumente wie Briefings und Checklisten so wichtig sind
  • Was wir für “normale” Unternehmen und Organisationen ableiten können
  • Welche Rolle Selbstführung in diesem Kontext hat

link:

Informationen zum Trainingsprogramm von SIM & LEARN am Flughafen Hannover


Literaturtipps von Martin Dutschek:

Das neue Buch: Der Faktor Mensch: Ein Anlass für dieses Interview ist das neue Buch, dessen Herausgeber Dr. Viktor Oubaid ist und zu dem u.a. Herr Dutschek Beiträge geliefert hat: “Der Faktor Mensch: Personalmanagement und Patientensicherheit“.

Weitere Tipps:

Amy C. Edmondson: Teaming. How Organisations lern, Innovate and Compete in the Knowledge Economy, John Wiley & Sons (1. April 2012)

Annette Gebauer: Kollektive Achtsamkeit organisieren. Schäfer Poeschel 2017.

Amy C. Edmondson: The Fearless Organization: Creating Psychological Safety in the Workplace for Learning, Innovation, and Growth, Wiley 2018

Karl E. Weick, Kathleen M. Sutcliffe: Wie Unternehmen aus Extremsituationen lernen. Schäfer Pöschel 2010


Masterclass Selbstführung

Soweit meine heutigen Anregungen in Sachen Selbstführung und Leadership Development. Falls Sie kurzfristig noch in Ihre Wirksamkeit investieren wollen: wir haben unsere Masterclass Selbstführung am 13. Januar gestartet, nehmen aber nach Rücksprache noch einige “Spätberufene” auf.

Auf der Webseite zur Masterclass 2020 finden Sie alle wichtigen Informationen zu dieser Online-Lernreise, die Sie dabei unterstützt, auch in turbulenten Zeiten Ihren Kurs zu setzen und zu halten: https://ld21.de/masterclass-selbstfuehrung/

Senden Sie uns eine Nachricht, wenn Sie jetzt noch in die Masterclass Selbstführung einsteigen wollen:


Musik im Vor- und Nachspann
by Joakim Karud http://soundcloud.com/joakimkarud


 

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SF106 Führung mit der eigenen Stimme – Interview mit Thomas Gerdiken

Emotionalität aufbauen und für Führung nutzen

Haltung, Auftreten, Stimme – das sind Faktoren, auf die es bei Führungskräften und führenden Kräften heute ankommt.  Dazu spreche ich heute mit Thomas Gerdiken, der als Jazz- und Bluespianist auf den Bühnen der Welt gespielt hat. Er berichtet von seinen Erfahrungen aus vierzig Jahren und wie es ihm gelingt, diesen Schatz in die Welt der Führungskräfte zu transportieren, um diese zum Beispiel auf Präsentationen vorzubereiten. Ich treffe ihn auf seiner „Insel“, in seinem Zuhause, das auch gleichzeitig sein Tonstudio ist. “Unsere Stimme ist der ureigenste Ausdruck unserer Persönlichkeit,“ wie Thomas Gerdiken ausführt. Die Stimme kann auf Belastungssituationen hinweisen. Hier bietet er den Führungskräften die Chance, selbst auf eine Insel – im übertragenen Sinne – zu kommen und sich zu regenerieren. Der Musiker berichtet im Interview darüber hinaus auch von seinen Begegnungen in mit Führungskräften bei seinen Konzerten und wie er diese Menschen erlebt hat.

Schlüsselerlebnis in New Orleans

Er lässt uns an seinem Schlüsselerlebnis teilhaben, das sein Verhältnis zur Musik nachhaltig verändert hat, nämlich eine Reise zu einem Konzert von Fats Domino in New Orleans. Nachdem er sich zunächst kaum getraut hatte, machte er sich – angestoßen von einem Freund – auf den Weg. Und er war geschockt, wie er berichtet, denn ihn überwältigte die emotionale Kraft seiner Idole. “Diese emotionale Qualität werde ich nie erreichen,” so war sein damaliger Gedanke. Aber er wurde, wie er berichtet, von den Musikern vor Ort an die Hand genommen und setzte selbst Non-Profit-Projekte mit Musik in die Welt, wie damals im Kontext der Nachwirkungen eines Hurricans. Dort baute er konkrete Hilfsmaßnahmen auf. Die von den Musikern erfahrene Unterstützung wolle er heute auch seinen Schülern geben.
Übrigens ist Thomas der erste Interviewgast, der mir meine Arbeit in großen Teilen abgenommen hat, indem er die Tonaufnahme erstellt, mit eigenem musikalischen Vor- und Nachspann versehen und alles abgemischt hat – Danke dafür!

Unsere Themen sind vor allem:

  • warum es auf den Atem ankommt
  • warum er sich als „Wegbegleiter“ sieht
  • was Führungskräfte von Musikern lernen können
  • wie wir die eigene Emotionalität entdecken und für Führung abrufen können
  • wie die Stimme entwickelt werden kann und wie er praktisch vorgeht
  • warum er zur Schaffung jeweils persönlicher emotionaler Inseln rät, um die eigene Mitte wieder zu finden

Thomas Gerdiken in seinem Tonstudio (Foto: privat)


links:


Ein- und ausleitende Musik in dieser Podcast-Episode: Thomas Gerdiken

Musik im Vor- und Nachspann der Podcast-Episoden
by Joakim Karud http://soundcloud.com/joakimkarud


 

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SF101 Wozu Methoden der Selbstführung? Vier Anregungen plus Mind-map

Was bezwecken wir mit unseren Tools eigentlich?

Willkommen zur Staffel 2 meiner Serie „Persönliche Wirksamkeit steigern“ innerhalb meiner Podcasts. Unser Thema heute: Wozu benötige ich Methoden der Selbststeuerung? Wie auch bei den anderen Teilen dieser Serie gibt es zwei Ausführungen zu diesem Thema: die Audioversion und ein Videoclip – siehe unten. Auch diese zweite Staffel besteht wieder aus sechs Folgen (Video- und Audioversion).

Zunächst muss ich Sie enttäuschen: ich liefere Ihnen in dieser Episode keine Schnellvorstellung ausgewählter Methoden oder „Tools“. Vielmehr will ich Sie auf eine bestimmte Flughöhe mitnehmen, um mit Ihnen über unseren Gebrauch von Methoden der Selbstführung zu reflektieren.

Methoden und Instrumente – um WAS zu tun? Natürlich orientieren wir uns – ausgehend von Vision und Mission – an unseren Absichten und entsprechend an den jeweiligen Zielen.
Der Organisations- und Wirtschaftspsychologe Lutz von Rosenstiel hatte definiert: „Führung ist die bewusste und zielbezogene Einflussnahme auf Menschen.“ In diesem Kontext führen wir dreifach:

  • uns selbst
  • andere Menschen
  • die Organisation (wir wirken auf Prozesse, Strukturen, letztlich Systeme ein)

Methoden und Instrumente: 4 Anregungen

Anregung 1: Nur wenn mir die eigene Mission und die langfristigen Ziele klar sind, können die gewählten Methoden wirksam sein. Hier ist Grundlagenarbeit gefragt, hören Sie zum Thema Mission auch die Episode SF95 „Persönliche Mission“. Ebenso wichtig: angemessene Ziele – hierzu die Episode SF97 mit genau diesem Titel.

Anregung 2: Wenn mir bewusst ist, für welchen (alltäglichen) Zweck ich welche Methode und die zugehörigen passenden Instrumente nutzen will, kann ich erfolgreich handeln. Hier gilt es, nicht eine Methode um der Methode willen anzuwenden, wie das mir manchmal bei gerade gehypten Apps und Groupware vorkommt.
Mein Appell: was genau bezwecken Sie? Wählen Sie zur Erfüllung des Zwecks die einfachste und stabilste Methode, die Sie auch langfristig durchhalten. Anders gesagt: die Methode sollte im Wortsinne „zweckmäßig“ sein.

Anregung 3: Voraussetzung für Erfolg und Zufriedenheit – ich wähle die Methoden und Instrumente, die zu mir als Person passen. Wenn ich z.B. plane, dann nutze ich Methoden der Visualisierung wie mind-maps, vision boards und ähnliche Ansätze. Dies passt zu mir. Aber Achtung: das heißt nicht, dass ich mich vor neuen, eventuell besseren Methoden und Instrumenten drücken sollte – dazu die nächste Anregung.

Anregung 4: Ich benötige das richtige Maß zwischen dem Erproben neuer Methoden und dem Festhalten an bewährten Methoden. So ist für mich die App Evernote eine wichtige Unterstützung zu meinen handschriftlichen Notizen. Diese Kombination ermöglicht es mir seit Jahren, Innovationen zu finden und zu implementieren – eine meiner zentralen Aufgaben. Gleichwohl checke ich immer wieder andere Apps und variiere meinen Workflow. Bleiben Sie neugierig.


Hinweis auf Material: Methoden – mind-map

In diese Podcast-Episode erwähne ich meine Übersicht der Methoden als mind-map. Betrachten Sie das mind-map als Sammlung, die Sie gerne erweitern oder ändern können (Copyright für das Original: Burkhard Bensmann).

Hier können Sie das erwähnte mind-map downloaden.


Episode auch als Video


links

Die erste Staffel der Serie “Persönliche Wirksamkeit steigern”:

SF73 Persönliche Planungszeit – 5 Tipps, damit sie gelingt

SF75 Ablenkungen vermeiden, Fokussierung fördern – 5 Tipps für Ihren Führungsalltag

SF77 Erst Effektivität, dann Effizienz – 4 Ansätze für Ihre Wirksamkeit

SF79 Den Überblick gewinnen – Was wollen Sie wirklich?

SF81 Auftanken und Abschalten – mit fünf praktischen Tipps

SF85 Die eigenen Erfolge wahrnehmen


Musik im Vor- und Nachspann
by Joakim Karud http://soundcloud.com/joakimkarud


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Führung heißt Vertrauen schenken – Interview

Deutliche Positionen in der Wirtschaftszeitung

In der aktuellen Ausgabe der Wirtschaftszeitung (NOZ Medien) konnte ich im Interview mit Nina Kallmeier einige Positionen zum Thema Führung darlegen. Das gesamte Interview können Sie hier als kostenloses pdf laden. Nachfolgend eine Auswahl meiner Standpunkte.


Erkenntnisse für Schnell-Leser

  • Führung fängt bei uns selbst mit Selbsterkenntnis, Selbstverantwortung und Selbststeuerung an.
  • Meiner Erfahrung nach sind bis zu einem guten Drittel der Führungskräfte fehl am Platz und nur bedingt entwicklungsfähig – manchmal auch weil es die Organisation nicht einfordert.
  • Für Arbeit 4.0 brauchen wir viel weniger Führung im klassischen Sinn, sondern eher eine Moderation, Unterstützung und Anleitung von Mitarbeitern, damit die sich weitgehend selbst organisieren.
  • Durch die tendenziell flexiblere Arbeit ist der Job der Führungskraft noch einmal einen Zacken anspruchsvoller geworden. Neben funktionierenden Prozessen und Strukturen braucht es für diese neue Art des Arbeitens einen Vorschuss an Vertrauen.
  • [“Work-Life-Balance”] Ich finde diesen Begriff schlicht falsch, weil man im Wortsinn trennt zwischen Arbeit und Leben. Das ist Unfug und führt in die Irre.
  • Die Führungskraft wird – auch bedingt durch den immer schnelleren Wandel – immer weniger Fachkraft. Das bedeutet, sie muss die Selbstorganisation des Mitarbeiters stärker fördern, denn Mitarbeiter können in dynamischen Zeiten nicht darauf warten, dass ihnen alles durch die Führungskraft vorgekaut wird.

 

Burkhard Bensmann Gründer und Geschäftsführender Gesellschafter der Ld 21 Academy (Leadership Development in the 21st Century), spricht in einem Interview in der NOZ-Redaktion Osnabrück zum Thema Arbeit 4.0. Foto: David Ebener


Zur Vertiefung: Masterclass Selbstführung

Wenn Sie selbst Inhaberin, Vorstand, Geschäftsführerin, Führungskraft, “führende Kraft” oder Veränderungsagentin sind und sich von meinen Thesen angesprochen fühlen, dann empfehle ich Ihnen unsere Masterclass Selbstführung. Mit diesem Lernkonzept, das auf zehn Audio-Lektionen basiert, nutzen wir die Vorteile des selbstgesteuerten Lernens. Jede der zehn Audio-Lerneinheiten ist kompakt und Sie entscheiden, wann und wo Sie sie hören – im Zug, im Flugzeug, in Wartezeiten, beim Autofahren oder auch im Büro. Inhaltlich setzen wir am Kern an: bei der eigenen Wirksamkeit.

Im Dezember 2018 startet bereits die vierte Gruppe der Masterclass Selbstführung und wieder haben wir die Inhalte aktualisiert und Ergänzungen vorgenommen. Die zehn Audio-Lektionen werden durch das Begleitbuch, zusätzliche Video-Inputs, zielgenaue Vertiefungshinweise (z.B. auf Podcasts) und das Lernmaterial zu jeder Lektion ergänzt. So können Sie in gut 6 Monaten (die Masterclass geht vom Dezember bis zum Ende Mai 2019) an Ihrer persönlichen Wirksamkeit und damit auch an Ihrem Führungserfolg arbeiten.

Für verbindliche Anmeldungen bis einschließlich 31.10.2018 bieten wir einen besonders attraktiven Early-Bird-Tarif für die Teilnahme (statt regulär € 980,00 zzgl. 19% MwSt. = € 1166,20 jetzt € 580,00 zzgl. 19% MwSt. = € 690,20 / Änderungen, insbesondere des Inhalts, vorbehalten). Hier geht es zur Infoseite, hier direkt zur Anmeldeseite.

 

SF52 Veränderungen gestalten – Erfolgsfaktoren für den Wandel in Organisationen

**** Update: Diese Podcast-Episode gibt es jetzt auch als Videoversion ****


Kompakte Soloepisode mit praxisorientierten Gedanken

In dieser kurzen und kompakten Einzelepisode spreche ich heute über das Thema Veränderungen in Organisationen: Worauf sollten sich unternehmerische Menschen fokussieren, wie sollten sie sich verhalten, um in schwierigen und herausfordernden Zeiten die eigenen Organisationen im Wandel zu begleiten und zu beeinflussen. Aber Achtung: ich spreche nicht vom sogenannten Change Management, ein Begriff, den ich im Übrigen überhaupt nicht mag. Warum? Weil es eine Art weißer Schimmel ist: Management ist immer Veränderung.

Episode wieder als Audio- und als Videoversion

Erneut erscheint eine Podcast-Episode auch als Video-Version (das Video habe ich während meiner Schreibklausur im Kloster Bentlage bei Rheine aufgenommen). Finden Sie für sich heraus, ob Sie lieber nur hören oder ob die Kombination aus Hören und Sehen für Sie die wirksamste Lernform ist.

Wesentliche Inhalte

Ich teile mit Ihnen in dieser Podcast-Episode meine Gedanken zu folgenden Punkten:

  • warum wir vom Helden-Mythos Abschied nehmen sollten
  • wie Selbstführung bei Organisationsveränderungen helfen kann
  • wieso es auf zielgerichtete Begeisterung ankommt
  • und weitere Erfolgsfaktoren für den Wandel

Zur Vertiefung

Nutzen Sie auch vorangegangene Podcastepisoden, um das Thema Veränderung zu reflektieren, zum Beispiel:

SF37 “Die eigene Vision realisieren, Selbstsabotage vermeiden”

SF32 “Prototyp: Warum eine Vision wichtiger ist als ein Businessplan”

SF27 “Starre Strategiearbeit am Ende? Interview mit dem Unternehmer Stefan Holtgreife”

 


Musik im Vor- und Nachspann

by Joakim Karud http://soundcloud.com/joakimkarud

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SF48 Dialog und Reflexion – warum wir das direkte Gespräch brauchen

Interview mit dem Coach und Berater Dr. Thomas Hake

Geht es Ihnen wie mir? Ich habe in den letzten Jahren das Gefühl, übersättigt zu sein von den vielen Kontakten per E-Mail, den twitter-Kurznachrichten, von der digitalen Kommunikation ganz allgemein. Ich habe Sehnsucht nach dem direkten Dialog, nach guten Gesprächen, nach gemeinsamem Lernen, nach tiefem Austausch. Jemand, dem solche Dialoge besonders am Herzen liegen und der sie immer wieder anbietet, ist Dr. Thomas Hake aus Berlin, den ich in dieser Episode zum Gespräch treffe. Er ist ein besonderer Berater und Coach und führt Seminare durch.

Inhalte

Wir sprechen u.a. über
  • die andere Herangehensweise eines Geisteswissenschaftlers
  • seine „philosophisch-literarischen Gespräche“ über Themen wie Zeit, Verantwortung, Individualität, Macht
  • warum die Auseinandersetzung mit Werten eben kein Luxusthema ist und
  • wie Werte als Kompass genutzt werden können
  • warum wir nicht den „Erwartungserwartungen“ folgen sollten
  • über Sandwich-Manager und die „Führung nach oben“
Thomas Hake plädiert auch dafür, dass wir uns direkt – und nicht nur medial – begegnen sollten, um in Resonanz zu kommen und um unsere eigenen inneren „Landkarten” zu erkennen. Zu seinen zahlreichen Hinweisen zählt auch der, bei Zugfahrten einfach mal aus dem Fenster zu schauen.

link:

Die minimale Website: Dr. Thomas Hake coachen | trainieren | beraten: http://www.selbstdenken.de

Buch:

Thomas Hake (Hrsg.): Von der Herausforderung, die Lösung noch nicht zu kennen. Entwicklungskonzepte für Organisationen und Menschen in Zeiten rapiden Wandels, Carl-Auer Verlag 2013

Artikel:

Sabine Engel, Thomas Hake, Dietmar Jakobi: „Den Chef führen“, Harvard BusinessManager Heft 10 / 2012

Musik im Vor- und Nachspann

by Joakim Karud http://soundcloud.com/joakimkarud

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SF35 Warum Konkurrenz und Druck bei Innovationen die Pest sein können

Gespräch mit dem Hirnforscher Gerald Hüther

Prof. Dr. Gerald Hüther zählt zu den wichtigsten Hirnforschern Deutschlands. Er wurde 1951 in Gotha geboren, hat in Leipzig studiert und in Jena promoviert, bevor er zum Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin in Göttingen wechselte. Er hat sich in den vergangenen Jahren im Rahmen seiner Forschungen, Vorträge und Publikationen vor allem auch mit Lernprozessen auseinandergesetzt und zählt zu den scharfen Kritikern unserer gegenwärtigen Lernanstalten.
Ich treffe Herrn Hüther noch in seinem Institut in Göttingen, aus dem er sich gegenwärtig zurückzieht, um sich seiner neu gegründeten Akademie für Potenzialentfaltung zu widmen.
Wichtige links finden Sie wie immer in den Shownotes zu dieser Episode.


Unsere Gesprächsthemen

  • Die Begrenzungen der individuellen Entfaltung dadurch, dass wir das Gegenüber zum Objekt machen
  • Ohne Gemeinschaft geht es auch nicht
  • Die Suche nach den Grundlagen einer „anderen“ Kultur, die Begegnungen zwischen Subjekten fördern
  • Die Herausforderung, die „Co-Kreativität” zu entwickeln
  • Das Zeitalter der Einzelkämpfer ist vorbei

Weiterhin tauschen wir uns über seine Akademie und ihre Konstruktion, ihre Aktivitäten und deren „Marktplatz“ im Internet aus. Die Kooperation soll weitgehend selbstorganisiert erfolgen. „Das Zeitalter der Einzelkämpfer ist vorbei“, so Hüther, und es brauche eher eine individualisierte Gemeinschaft, denn Konkurrenz und Druck seien auch im Unternehmenskontext „die Pest“, wenn man grundlegende Innovationen erreichen wolle. Erhellend auch seine Ausführungen, warum ein Dilemma „das beste ist, was einem passieren kann“.


Wir müssen die Gestalter unserer eigenen Lernprozesse werden

Als weiteres Thema widmen wir uns dem Lernen. Wir erörtern Thesen aus seinem jüngsten Buch, “Mit Freude lernen – ein Leben lang.“ Es sei „grottenfalsch“ was man bisher angenommen habe, so sei der Prozess des Lernens überhaupt nicht zwingend an ein Gehirn gebunden. Das Lernen sei nicht vom Leben zu trennen, mit der bitteren Konsequenz, dass die bisherigen Einrichtungen zum Lernen – wie z.B. Schulen – eben nicht geeignet sein, die Lust am Lernen zu fördern. Der Schüler müsse sich vielmehr als Gestalter des eigenen Lernprozesses wahrnehmen können.
Das hat Konsequenzen auch für den Erwachsenen, damit auch die Führungskraft. Hier seien Lerngemeinschaften gefordert, um die jeweils eigene Lernfreude wieder zu entdecken. Lernen geschehe, so Hüther, immer in Co-Settings.


Shownotes

Internetseite von Prof. Dr. Gerald Hüther
Das neue Buch, „Etwas mehr Hirn bitte“
Die Akademie für Potenzialentfaltung

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