SF159 Hybrider Arbeitsplatz – Tipps von Steelcase


Wie können wir das kombinierte Arbeiten zuhause und im Büro optimieren? Was müssen wir beachten?

Mit dieser Podcast-Episode will ich Ihnen Tipps des Büromöbelherstellers Steelcase in Sachen „hybrider Arbeitsplatz“ weitergeben und dazu allerdings auch ein paar Ergänzungen und Anmerkungen liefern. Ich habe in den vergangenen Jahren immer wieder mit Steelcase und dem Büroausstatter pro office erfolgreich zusammen gearbeitet. Beiden Unternehmen ist gemeinsam, dass sie nicht nur Möbel verkaufen, sondern immer wieder auch forschen, welche Trends das Arbeiten beeinflussen und welche maßgeschneiderten Bürolösungen heute eigentlich angemessen sind. Steelcase hatte im letzten Newsletter nun, Zitat „Sechs Tipps für Verhaltensregeln + Umgangsformen am hybriden Arbeitsplatz“ vorgestellt, die ich hier für Sie, liebe Hörerinnen und Hörer einmal aufnahmen will. Den link zur Steelcase-Seite finden Sie unten.


Sechs Tipps

 

1. Bewusst für Transparenz sorgen

Aus der Sicht eines Büromöbelherstellers nicht verwunderlich: Steelcase empfiehlt, ein System zu entwickeln, das den MitarbeiterInnen aufzeigt, wer anwesend ist – und dabei zwischen realer und virtueller Anwesenheit unterscheidet. Dies habe Auswirkungen auf Raumbedarfe, notwendige Technik sowie auf die Bereitschaft, selber auch ins Büro zu kommen – wenn ich absehen kann, dass Kollegen – die ich treffen will – dort sein werden, dann mache ich mich vermutlich auch auf den Weg dorthin, so die Vermutung. Dazu benötige man eine geeignete technische Plattform. Das ist ein einleuchtender Tipp. Fragen Sie sich, wie Sie es bisher gehandhabt haben:
Wie erzielen Sie Transparenz über An- und Abwesenheiten, welches System besteht, welches müsste ggf. erst eingeführt werden? Welche Spielregeln benötigen Sie?

2. Den Tag mit Austausch beginnen

Im Falle einer Besprechung, so Steelcase, mögen doch alle vorgestellt werden, nicht nur für die vor Ort Anwesenden sondern – insbesondere – für die von außen Zugeschalteten. Und der Tipp ist gekoppelte mit dem Hinweis, dass letztere doch möglichst die Videofunktion einschalten mögen. Weiterhin empfehlen die Tippgeber, dass am Anfang eines Meetings einige Minuten für Austausch genutzt werden sollten um, Zitat, „soziales Kapital aufzubauen.“ Aus meiner Sicht lehrt uns die Pandemie, dass gerade dieser letzte Hinweis wichtig ist. Schließlich kommt das Gespräch nebenbei, in der Pause, an der Kaffeemaschine, zu kurz – oder findet eben in hybriden Situationen einfach nicht statt. Der Moderatorin oder dem Moderator einer Besprechung kommt daher die Aufgabe zu, hier eine Art Ritual zu schaffen, um den zwischenmenschlichen Austausch zu fördern.
Haben Sie in Ihrem Unternehmen dafür Rituale geschaffen?

3. Hören und gehört werden

Der nächste Steelcase-Tipp ist sehr technisch, ich will ihn dennoch nicht verschweigen. Ich zitiere: „Es sollte deutlich erkennbar sein, wo im Raum Mikrofone angebracht sind, damit zugeschaltete Teilnehmer hören können, was gesagt wird – egal, wer spricht – und selbst hörbar sind. Bitten Sie die Teilnehmer, darauf zu achten, keine Geräusche zu machen, die das Zuhören erschweren (Tippen, knirschende Geräusche, Nebengespräche).“ Das ist in der Tat wichtig. Während die Technik dafür sorgen kann, dass nicht selbst sprechende zugeschaltete Teilnehmer stumm geschaltet sind (sich aber natürlich selbst einbringen können), so kann es sehr nerven, wenn die scheinbar unvermeidlichen Nebengespräche und das verstohlene Tippen auf dem Smartphone an alle Externen übertragen wird. Ich sehe hier weniger eine technische Lösung, sondern eine unternehmenskulturelle: Wenn wir in einer Besprechung sind, so meine ich, dann sind wir in der Besprechung – und tändeln nicht nebenbei auf unseren digitalen Geräten herum. Hierzu braucht es gemeinsam entwickelte und gemeinsam kontrollierte Spielregeln.
Wie steht es in Ihrem Unternehmen?

4. Sehen und sichtbar sein

Auch der vierte Tipp ist auf den ersten Blick eher technischer Art. Steelcase empfiehlt, ich zitiere wieder: „einen Mitarbeiter vor Ort zu bestimmen, der darauf achtet, wie die zugeschalteten Teilnehmer das Geschehen erleben. Soll die Kamera geschwenkt werden? Sind die Inhalte gut sichtbar? Ist es notwendig, eine Nahaufnahme der Inhalte auf dem Whiteboard an die zugeschalteten Teilnehmer zu verschicken?“ Zitat Ende. Ich will diesen Tipp unterstreichen und erweitern: Wenn ich z.B. mit zahlreichen Studenten in einem Zoom-Call bin, dann brauche ich im Hintergrund einen Support. Das sind bei uns an der Hochschule dankenswerter Weise sehr engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mir den Rücken frei halten, so dass ich mich auf die Inhalte konzentrieren kann.
Wie organisieren Sie diesen Moderationsaspekt in Ihrem Unternehmen?

5. Bewusste Pausen einplanen

Wir haben vor allem in den vergangenen Pandemiemonaten sicher alle erlebt, wie ermüdend ausufernde Video-Konferenzen sein können. Ich weiß von einem Unternehmer aus dem Automobilbereich, dass die Konzerne Marathons angesetzt hatten, die über den ganzen Tag gingen. Rezept für Desaster. Steelcase rät, regelmäßig Pausen zu machen, die externen Teilnehmer bewusst zur Mitarbeit aufzufordern und Vorgaben zu entwickeln. In Ergänzung dazu: Wir haben gelernt, dass Video-Konferenzen sehr gut und bewusst moderiert werden müssen und dass dies wesentlich anspruchsvoller ist, als ein Standardmeeting vor Ort. Pausen einzubauen ist ein Aspekt. Zusätzlich empfehlen sich auch bewegte Einheiten, um die Leute aufzulockern, wie ich sie in meinen Veranstaltungen gerne von der Expertin Anja Termöllen durchführen lasse.
Wie sorgen Sie in Ihrem Unternehmen dafür, dass die Aufmerksamkeit hoch bleibt? Bauen Sie in solche Meetings immer wieder Erholungs- und Abkoppelungsphasen ein?

6. Nächste Schritte deutlich kommunizieren

Der nächste und abschließende Tipp kommt mir sehr entgegen und ich fühle mich bestätigt: Die Tippgeber raten dazu, innerhalb des Meetings, vermutlich zumeist am Ende, klar zu definieren, was die nächsten Schritte sind und abzusichern, dass das bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ankommt. Was fehlt ggf.? Ich hatte mich bereits im Frühjahr letzten Jahres u.a. im Interview mit der Zeitschrift DIE WIRTSCHAFT zu den Herausforderungen des Arbeitens im Homeoffice geäußert: Selbstmanagement fehlt. Was tun Sie für sich selbst, um hellwach und topfit in ein hybrides Meeting zu gehen? Als Teilnehmer sollte ich die Agenda kennen, meine eigenen Punkte und Ziele gut vorbereitet haben, mich ausreichend mit Wasser und Snacks versorgen und eigene Methoden der Mitschrift o.ä. eingeübt haben.
Speziell für Führungskräfte empfehle ich den Check: Sind Sie eine Chefin oder ein Chef, die oder der  eigentlich grundsätzlich skeptisch ist, dass man Mitarbeitern Selbstorganisation und eigenbestimmtes Arbeiten ermöglichen Sollte? Wie steht es um Ihren Denkrahmen? Sind Sie Teil der Lösung oder Teil des Problems, wenn es um neue, hybride Foren des Arbeitens geht?

Soweit meine heutige Podcast-Episode. Wenn Sie sich mit solchen Themen und insbesondere mit Selbstführung und Leadership Development vertiefend beschäftigen wollen, dann empfehle ich Ihnen die soeben erschienene neue Auflage meines aktuellen Buchs, Wirksam handeln durch Selbstführung, die Sie auf digitalen und analogen Wegen erwerben können.

 


Vertiefung mit der Masterclass Selbstführung 

Soweit ein aktueller Durchgang durch die Sieben Felder. Wenn Sie sich vertiefend mit Ihren Stärken und Schwächen in Sachen SF auseinandersetzen wollen, empfehle ich Ihnen mein aktuelles Buch „Wirksam handeln durch Selbstführung“. Und wenn Sie das Thema richtig intensiv angehen wollen, dann sollten Sie an der nächsten Masterclass Selbstführung teilnehmen, für die bereits jetzt die Anmeldung möglich ist (gehen Sie einfach auf Infoseite zur Masterclass Selbstführung). Die Masterclass ist eine digitale Lern- und Entwicklungsreise, die im Januar startet, allerdings erhalten die Angemeldeten schon jetzt mein oben erwähntes Buch und ich versorge sie noch in diesem Jahr mit kurzen Videoclips. So können die Schnellen bereits die verbleibenden Monate nutzen, um ihre persönliche Wirksamkeit zu steigern. Investieren Sie in Ihre Weiterentwicklung!


links:

Steelcase-Tipps

pro office

Interview mit Burkhard Bensmann in DIE WIRTSCHAFT April 2020)

Masterclass Selbstführung – Infoseite

Masterclass Selbstführung – Anmeldeseite


Musik im Vor- und Nachspann
by Joakim Karud http://soundcloud.com/joakimkarud


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SF155 Corona hat uns kreativer gemacht – Update-Gespräch mit Markus Albers


Themen: Kreativität und „schlechte Chef:innen“

Sind Sie ein „schlechter Chef“ oder eine „schlechte Chefin“? Woran könnten wir das messen? Dies ist eines von zwei Themen, die ich mit meinem heutigen Interviewgast, Markus Albers, erörtere. Ihn habe ich bereits zu zwei Podcast-Episoden getroffen, und zwar SF66 „Digitale Erschöpfung“ und SF103 „Persönliche Wirksamkeit im digitalen Zeitalter“. Markus ist Buchautor, aber auch Agenturmitinhaber (rethink). Vor kurzem war ich über zwei Beiträge von ihm auf Linkedin aufmerksam geworden. Weil die Themen gut in den Rahmen dieses Podcasts passen, spreche ich mit Markus hier in kompakter Form darüber: Warum es so viele schlechte Chef:innen gibt und: Corona hat uns kreativer gemacht. (links zu den Artikeln unten). Sorry an dieser Stelle für die teilweise eingeschränkte Soundqualität auf meiner Seite…

Markus Albers (Foto: Patrick Desbrosses)

 


Inhalte

  • unser Meeting- und Reiseverhalten hat sich verändert
  • warum gibt es so viele schlechte Chef:innen gibt
  • wesentlich: strategische und operative Klarheit schaffen
  • diverse Führungstypen – wo erkennen wir uns wieder?
  • Psychological Safety – remote besonders wichtig
  • warum uns Corona tatsächlich kreativer gemacht hat
  • welche Phasen im kreativen Prozess synchron und welche asynchron durchgeführt werden sollten
  • Konsequenzen für unsere Büroräume und die digitalen Räume und deren Mix
  • die Notwendigkeit, „kantige“ Botschaften an einem Punkt bzw. über einen Kanal zu platzieren

links

Homepage von Markus Albers (https://markusalbers.com)

Linkedin-Artikel: Darum hat uns Corona kreativer gemacht

Linkedin-Artikel: Warum es so viele schlechte Chef:innen gibt

Psychological Safety – McKinsey-Artikel


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SF153 Interne Kommunikation: Müllabfuhr – 5 Tipps


Müllabfuhr durchführen für eine wirksame interne Kommunikation

Interne Kommunikation: Viele von uns denken an zu lange Sitzungen (derzeit vor allem digital), an einen mangelhaften Nutzen im Vergleich zum Aufwand und an Ablenkungen vom Eigentlichen. Vielleicht haben Sie auch den einen oder anderen Dilbert-Comic vor Augen, in den zur Vorbereitung einer Sitzung natürlich eine weitere vorbereitende Sitzung durchzuführen ist. Aber das muss nicht so sein oder bleiben. Was wir tun können, um die Wirksamkeit der internen Kommunikation zu steigern, das berichte ich in dieser Episode. Übrigens: Wenn es im Hintergrund rauscht, dann ist es der durchaus heftige Wind hier auf meiner Lieblingsinsel Lanzarote.

Stefan Holtgreife, Geschäftsführer des Unternehmens SOLARLUX und geschätzter Kunde, zündete bei mir die Idee, mich in einem Podcast mit dem Thema „persönliche Müllabfuhr“ zu beschäftigen. Der Begriff geht, soweit mir bekannt, auf Fredmund Malik zurück, der u.a. in seinem Standardwerk „Führen, Leisten Leben“ empfiehlt, mindestens einmal im Jahr eine radikale Analyse durchzuführen, was es auszumisten gilt. Das können halbtote Projekte sein, die es endlich zu beenden gilt. Das kann ganz praktisch das Ausmisten von analogen und digitalen Daten und Datenträgern sein. Haben Sie noch Prospekte, Folder, Akten oder Ähnliches im Schrank, die Sie längst wegwerfen wollten? Machen Sie ein Happening daraus und setzen Sie mindestens einen Tag für kollektives Aufräumen an.

Ihnen, liebe Hörerinnen und Hörer, fällt vielleicht auch die Japanerin und Bestsellerautorin Marie Kondo ein, deren Bücher ebenfalls zum systematischen Aufräumen einladen.

In dieser Podcast-Soloepisode lege ich den Fokus auf die interne Kommunikation in Unternehmen und liefere Ihnen fünf konkrete Tipps, wie Sie aufräumen und eine persönliche wie auch gemeinsame Müllabfuhr durchführen können.

An dieser Stelle empfehle ich mein aktuelles Buch, „Wirksam handeln durch Selbstführung“. Im Teil 3: Methoden und Instrumente mit Hebelwirkung stelle ich ausgewählte Ansätze vor, darunter auch die „Vierung“ (Was wollen wir weiter machen? Was wollen wir anders machen? Was wollen wir neu machen? Was wollen wir beenden?).


Herausforderungen

Warum sollten wir eigentlich eine Müllabfuhr im Kontext der internen Kommunikation durchführen? Nun, ich bin mir sicher, Ihnen fallen gleich zahlreiche Probleme und Ärgernisse ein. Beispiele? Der Sitzungs- und Besprechungszirkus. Darin das Ärgernis, dass manche Teilnehmer gänzlich unvorbereitet in Sitzungen kommen. 

Oder der E-Mail-Terror, ausgelöst durch unklare Kommunikationsketten oder auch wahllose „cc“-Setzungen.

Vielleicht sind Sie auch wesentlicher Teil der Probleme, die Sie beklagen. Die Ursachen könnten in mangelhafter Fähigkeit zur internen Kommunikation liegen. Hand aufs Herz: Wann haben Sie das letzte Seminar mitgemacht, dass sich mit interner Kommunikation beschäftigte? Oder zumindest ein Buch dazu gelesen?

Uns alle nervt immer wieder, dass wir eben nicht wirksam handeln. Wie sähe eigentlich eine ideale Welt der internen Kommunikation aus?


Kommunikation: Ideale Welt

Sicherlich haben auch Sie eine Vorstellung davon, wie eine gelingende interne Kommunikation aussehen könnte:

  • Wir besitzen als Führungskräfte die Fähigkeiten, um klar und empfängergerecht zu kommunizieren. 
  • Unsere Informationen an die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind zeitgerecht, in den richtigen Portionen und stets willkommen. 
  • Wir sind offen und geben eine Vertrauensvorschuss (übrigens war das einer der Kernsätze in einem Leitbild, dass ich seinerzeit mit einem Kunden im medizinischen Bereich entwickelt hatte: „Führen heißt Vertrauen schenken“.)
  • Wir setzen effektive Wege und Instrumente der internen Kommunikation ein, deren Nutzen den Aufwand stark übertrifft und die damit die Wirksamkeit unseres Unternehmens steigern.
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kennen ihren Beitrag zur Wertschöpfung und wissen, wie dieser der Mission des Unternehmens dient.
  • Interne Kommunikation dient in dieser idealen Welt vor allem dazu, die Eigenverantwortung und Selbstorganisation zu fördern, Missverständnisse zu erkennen und auszuräumen sowie eine wertschätzende Kultur aufzubauen.

Ja, dies sind einige Aspekte einer idealen internen Kommunikation. Immerhin: einige Unternehmen kommen dem durchaus schon nahe. Was können Sie als Führungskraft tun, um Wirksamkeit im Unternehmen zu fördern und wie können Sie eine gelingende Müllabfuhr durchführen – individuell und unternehmensweit? Hier kommen meine ausgewählten fünf Tipps.


Pragmatisches Herangehen

In den nachfolgenden fünf Tipps konzentriere ich mich auf solche Ansätze und Hebel, die nach meiner Erfahrung als Berater und Coach auch tatsächlich in der Unternehmenspraxis funktionieren.

Tipp 1: Persönliche Reflexion meines kommunikativen Verhaltens

Dies ist eine wichtige Vorarbeit, bevor Sie Themen wie eine Müllabfuhr im Kontext der internen Kommunikation angehen können. Hier Vorschläge für Reflexionsfragen:

Wenn das Ziel eine wirksame interne Kommunikation in unserem Unternehmen ist:

  • Wie lautet ganz grundsätzlich mein Beitrag zu einer gelingenden Kommunikation? (hier bietet es sich an, eine zum Unternehmen passende Frage- bzw. Checkliste zu entwickeln)
  • Wo habe ich Engpässe hinsichtlich meiner kommunikativen Fähigkeiten?
  • Welche kommunikativen Talente besitze ich, die ich noch nicht entfaltet oder zwischenzeitlich vernachlässigt habe?
  • Woran will ich in der Konsequenz arbeiten, wozu verpflichte ich mich?

Tipp 2: Gemeinsam die Systeme und Instrumente checken.

In meinem aktuellen Buch zitiere ich den Autor und Mitinhaber einer Kommunikationsagentur, Markus Albers. Er berichtet davon, wie die Einführung eines „mächtigen Tools“ – es war, wenn ich mich recht entsinne, die Plattform „Slack“ -, eben nicht zur gewünschten Vereinfachung und Zentralisierung der Kommunikation führte, sondern die Zahl der Kanäle, in denen kommuniziert wurde, noch vervielfachte.

Mein Tipp: Führen Sie in Ihrer Führungsgruppe zunächst einzeln, dann gemeinsam, eine Analyse Ihre Systeme und Instrumente der Kommunikation durch. Die oben genannte Persönliche Reflexion ist zudem eine gute individuelle Vorbereitung auf diesen gemeinsamen Prozess.

Leitfragen können sein:

  • Welche Systeme nutzen wir zur internen Kommunikation, speziell in der Führungsgruppe?
  • Wie gut kenne ich diese Systeme?
  • Wie gut kennen wir als Führungsgruppe diese Systeme?
  • Wie intensiv nutze ich diese Systeme? (Achtung: häufig kommt es zu einer Abwertung eines Tools, weil es einfach nicht beherrscht wird)
  • Wie intensiv nutzen wir diese Systeme? 
  • Wie bewerte ich / wie bewerten wir diese Systeme? (diese Fragen gerne auf einer Skala, z.B. 0 – 7, beantworten)
  • Welche Ansätze der Verbesserung habe ich / haben wir (ggf. die „Vierung“ anwenden)?

Sie können auch eine Matrix bilden mit den Achsen Aufwand: hoch-niedrig und Nutzen: hoch-niedrig.

Wichtig ist nach meiner Erfahrung, dass zunächst jede Führungskraft ihre eigene Inventur und Bewertung der Systeme durchführt und dass die Ergebnisse dann in einer Klausur verglichen werden. Es hilft schon, wenn am Ende der Klausur Entscheidungen getroffen werden, wo radikal gespart oder verzichtet werden soll – eben im Sinne einer Müllabfuhr.


Tipp 3: Das Kommunikations-Manifest (o.ä.)

Nachdem Sie durch die o.g. Analyseschritte gegangen sind, bietet es sich an, Ihre gemeinsamen Erkenntnisse in eine positive Form oder auch Selbstverpflichtung zu gießen. Aber Achtung: keep it simple!

Das „Manifest“ kann eine Sammlung von grundlegenden Aussagen sein, die die angestrebte optimale interne Kommunikation beschreiben. Vermeiden Sie Platitüden und sorgen Sie dafür, dass alle Aussagen auf eine einzige Seite passen. Treffen Sie eine Entscheidung: Soll das Manifest nur für die Führungsgruppe oder doch für das gesamte Unternehmen gelten? Wenn letzteres die Zielrichtung ist, dann entwerfen Sie die Thesen unbedingt in einer „gemischten“ Gruppe, der neben Führungskräften vor allem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterschiedlicher Funktionen und Ebenen angehören.

Gehen Sie zügig voran, das ist meine Erfahrung mit einigen solcher Prozesse. Und arbeiten Sie dann erst einmal mit einer Version „1.0“ für ein gutes Jahr und überarbeiten bzw. aktualisieren sie diese dann.


Tipp 4: Zeremonienmeister(in) berufen

In der Vergangenheit habe ich immer wieder gute Erfahrungen damit gemacht, eine Art „Zeremonienmeister/in“ speziell für Meetings von Führungsgruppen (aber nicht nur) zu berufen. Damit ist eine Person gemeint, die aus der Gruppe stammt und die in der Lage ist, dieser Gruppe eine Rückmeldung zu deren Verhalten zu geben. Rückkoppelung, nicht RatSCHLAG, ist hier gefordert.

Basis für die Rückkoppelung könnte das o.g. Manifest oder gemeinsame Thesen oder Leitsätze sein. Die Person muss auch nicht bei jeder Sitzung zum Abschluss ein Feedback geben; besser ist es meiner Meinung nach, etwa alle 3 Monate eine strukturierte Rückmeldung zu geben, die mit konkreten Beobachtungen angereichert ist.


Tipp 5: Müllabfuhr-Tag im Unternehmen ansetzen

Wenn Sie die oben genannten Maßnahmen / Tipps umgesetzt haben (und möglichst erst dann), sollten Sie in der Führungsgruppe überlegen, wie das Thema Müllabfuhr einmal im Jahr im gesamten Unternehmen realisiert werden kann.

Seien Sie als Führungskräfte Vorbilder und berichten Sie entweder in den vorbereitenden Infos an alle Mitarbeiter oder dann bei dem Müllabfuhr-Tag von Ihren eigenen Herausforderungen und von denen Dingen (Projekten, was auch immer), die Sie entsorgen wollen. Es versteht sich von selbst, dass ein solcher gemeinsamer Müllabfuhr-Tag auch professionell medial begleitet werden muss.


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by Joakim Karud http://soundcloud.com/joakimkarud

 


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SF144 Führung: von der Seefahrt lernen


Interview mit dem CEO Björn Sprotte

Auf hoher See sind wir, wie das Sprichwort sagt, nicht nur in Gottes Hand, sondern vor allem auch darauf angewiesen, dass das Schiff sicher und gut gewartet ist und eine motivierte Besatzung an Bord hat. Welche Leistungen dahinter stehen und wie ein Schiffahrtskonzern gemanagt wird, das habe ich von Björn Sprotte erfahren. Er ist CEO des norwegischen Unternehmens OSM Maritime. Ihn habe ich vor einem Jahr kennen gelernt und konnte seine Arbeit in der Seefahrt seitdem begleiten. Mich interessiert, wie diese Branche mit den immensen Herausforderungen durch die Krise umgeht. Und ich will im Gespräch herausarbeiten, wie die Erfolgsfaktoren für gute Führung lauten – nicht nur an Bord.

Sie, liebe Hörerinnen und Hörer, werden unter anderem erfahren, welche Rolle Kommunikation und Vertrauen nicht nur in Krisenzeiten in der Seefahrt spielen. Sie werden darüber einige Aspekte des Führens auf Distanz kennenlernen, die Sie auch für Ihr Unternehmen in Erwägung ziehen sollten.

 


Inhalte

Wir sprechen u.a. über folgende Themen:

  • Wieso Führungsfragen in der Seefahrt eine so große Rolle spielen.
  • Die Besonderheiten eines international handelnden Unternehmens.
  • Seine Aufgaben als CEO und was im Krisenjahr anders war, bisher.
  • Möglichkeiten – und Grenzen – der Kommunikation über digitale Kanäle.
  • Die Erfahrungen mit „remote“ Arbeit und insbesondere die Fähigkeiten, in virtuellen Teams zu arbeiten.
  • Die Rolle von Vertrauen.
  • Die herausragende Bedeutung von Kommunikation und Gesundheitsförderung.
  • Das Beispiel von wöchentlichen Achtsamkeits- und Fitness-Sessions (siehe link unten), um die Mitarbeiter in der Krise zu unterstützen.
  • Die Notwendigkeit, Selbstorganisation – nicht nur an Bord – zu fördern.

links

OSM Maritime

Im Gespräch erwähnt: Achtsamkeits und Fitnesskonzepte Anja Termöllen business fitness

 


In die eigene Weiterentwicklung investieren: Masterclass Selbstführung 2021

Wenn Sie in diesen turbulenten Zeiten Ihre eigenen Fähigkeiten weiterentwickeln wollen, lade ich Sie ein, an der Masterclass Selbstführung 2021 teilzunehmen. Im Januar startet dieses Kompetenzcoaching erneut und bereits jetzt können Sie vorab an der Verbesserung Ihrer Selbstführung arbeiten (u.a. Bonusvideo und attraktive Frühbucher-Konditionen). Wir nutzen die Vorteile der Digitalisierung: In zehn Videosequenzen als Lernetappen behandeln wir die wichtigsten Aspekte einer gelingenden Selbstführung. Jede Lerneinheit ist kompakt und Sie entscheiden, wann und wo Sie sie sehen – im Zug, im Flugzeug, in Wartezeiten oder auch im Büro. Inhaltlich setzen wir am Kern an: bei der eigenen Wirksamkeit.

Alle Infos zur Masterclass finden Sie in diesem PDF: MCSF2021_Info-2


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SF136 Führen auf Distanz – Was haben wir gelernt?


Führen auf Distanz – Neun zentrale Erkenntnisse

Was haben Sie aus der Krise bisher gelernt? Wie hat für Sie Führen auf Distanz funktioniert? Und: Was hat sich bewährt und was nicht? In dieser Soloepisode spreche ich über neun ausgewählte Aspekte der Führung auf Distanz und liefere Ihnen meine lessons learned. Zum Thema passt auch mein Podcast-Interview mit dem Vorstand des Büromöbelherstellers Steelcase, Stephan Derr. Es ist die Episode SF130. Nutzen Sie auch meinen Interview „Führen auf Distanz“, erschienen im Magazin WIR Wirtschaft Regional Mai 2020. Den Artikel können Sie als pdf hier kostenlos laden.
Jetzt, im August 2020, haben wir schon etwas mehr Normalität erreicht, so dass sich ein Rückblick mit dem Titel „Führen auf Distanz – Was haben wir gelernt?“ lohnt.


Inhalte

Hier meine ausgewählten neun Aspekte:

  1. Vertrauen als integraler Bestandteil der Unternehmenskultur
  2. Rahmenbedingungen klären: Setze ich als Chef die richtigen Leitplanken? Was ist beim MA angekommen?
  3. Transparenz und Klarheit/Eindeutigkeit
  4. Mitarbeiter, die fähig sind, sich selbst zu steuern (und zu motivieren)
  5. Synchrone und asynchrone Kommunikation regeln, insbesondere keine virtuelle Offene-Tür-Politik
  6. Grenzen und Pausen vereinbaren und einhalten
  7. Einfache Collaboration Tools, die tatsächlich Produktivität fördern
  8. Checklisten einsetzen, Prozesse einhalten
  9. Sonderpunkt: Selbstführung zuerst! Aber was tun, wenn der MA sich selbst keine Grenzen setzt?

Abschließend erläutere ich noch kurz, wie Sie mit meinem Modell der „Vierung“, bestehend aus den vier Fragen Weiter machen | Anders machen | Neu machen | Nicht mehr machen arbeiten können.


link

Zum Punkt 8. Checklisten erwähnte ich mein Podcast-Interview mit Martin Dutschek: SF122 Was wir aus Krankenhaus und Cockpit für unsere Führung lernen 

Sehr gut passt auch die Episode SF125 Frühjahrsputz für Führungskräfte


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SF131 Leadership Training mit dem Weltmeister – Unsere Unterstützungspakete

Das Weltmeisterteam von tolimit und Dr. Bensmann bündeln die Kompetenzen zu Dienstleistungspaketen

Wie baut man ein Hochleistungsteam auf? Wie geht man konstruktiv mit Krisen um? Wie schafft man es, auf Anhieb Weltmeister zu werden? Das alles ist keine Zauberei, sondern folgt klaren Regeln und Prozessen, die sich auch in einem „normalen“ Unternehmen reproduzieren lassen.  Wir können von einem Weltmeisterteam aus dem Motorsport lernen. Ich freue mich ganz besonders, heute unsere Dienstleistungspakete vorstellen zu können. Im Gespräch mit Axel Funke und Kai Ogiermann, beide von der Motorsportagentur tolimit, sprechen wir darüber, wie wir unternehmerische Menschen in diesen herausfordernden Zeiten unterstützen. Wir haben Führungskräfte vor Augen, u.a. Geschäftsführer, Inhaber, Veränderungsagenten – männlich wie weiblich.


Leadership Training mit dem Weltmeister: Impulse, Konzepte und Motivation für den eigenen unternehmerischen Erfolg holen

Am Fallbeispiel des Motorsportteams erörtern wir, was wir mit unseren Dienstleistungspaketen für die Unternehmer tun werden und wie der Blick hinter die Kulissen aufzeigt, worauf es wirklich ankommt, um Top-Leistungen zu erzielen. Wie Axel Funke als Team Principal bei der Project 1 Motorsport GmbH ausführt: Es geht bei allen klaren Prozessen und Teamstrukturen eben auch darum, maximal agil zu handeln. Meine Aufgabe wird es innerhalb der Dienstleistungspakete sein, das Insiderwissen für die Teilnehmer aufzunehmen, zu strukturieren, Impulse zu setzen und damit zum erfolgreichen und nachhaltigen Praxistransfer beizutragen. Gemeinsam bieten wir ein Leadership Training in drei Paketen.

 


Inhalte

Wir sprechen u.a. über folgende Aspekte unseres Trainingsangebots:

  • im Rennen bleiben – auch auf der Langstrecke
  • wie bewältige ich Krisen – wenn zum Beispiel der Rennwagen in Flammen aufgeht und man schnell für Ersatz sorgt
  • wie sorge ich für motivierte Mitarbeiter
  • wie reflektiere ich, um die richtigen Entscheidungen schnell zu treffen
  • unsere Dienstleistungspakete vom „Pitstop“ bis „Fullservice“
  • die Rolle klare Prozesse bei maximaler Agilität
  • die Übernahme von Selbstverantwortung
  • warum unternehmerische Menschen sich jetzt zu den Dienstleistungspaketen anmelden sollten

Winning together – Hier geht es zur Infoseite

Wir wollen es den Interessierten möglichst einfach machen, daher gibt es eine eigene Landingpage: https://www.tolimit.de/winningtogether/. Dort finden Sie auch die detaillierten Infos zum Training mit dem Weltmeister, den wir in den drei Dienstleistungspaketen „Pitstop“, „Nachtanken“ bis hin zu „Fullservice“ anbieten. Hier sei schon verraten, dass die Leistungen von exklusiven Insidervideos, Werksführung, Gespräche mit dem Team, Online-Einheiten, Mastermind Sessions bis hin zu exklusiven Coachings reichen.

friends & family

Achtung: Für eine begrenzte Zeit gibt es einen „friends & family Rabatt“ – die Schnellen werden belohnt: https://www.tolimit.de/winningtogether/.

Foto: tolimit GmbH

 


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SF126 Positionsbestimmung – in Krisenzeiten wirksam bleiben

Reflexion und richtiges Handeln: mein Tool für eine Schnelle Positionsbestimmung

Sie sind Führungskraft und fragen sich in diesen Tagen, wie Sie mit der eigenen Unsicherheit in Corona-Zeiten umgehen können? Und Sie sind sich bewusst, dass Ihre Mitarbeiter*innen von Ihnen Orientierung erwarten. Wie kommen Sie also zu einer klaren Haltung? In diesen Zeiten gilt es aus meiner Sicht erst recht, besonnen zu handeln. Und damit willkommen zu einer neuen Solo-Episode des Podcasts Selbstführung und Leadership Development.

Ich hatte im März einen Blogbeitrag geschrieben mit dem Titel: Corona-Zeiten: Tipps für eine Schnelle Positionsbestimmung. Dieser Beitrag erzielte eine hohe Resonanz, darum nehme ich das Thema hier im Podcast wieder auf. Nachfolgend stelle ich Ihnen dieses Konzept einer Schnellen Positionsbestimmung ausführlicher vor.


Führungskräfte in der Krise benötigen Unterstützung

Führungskräfte befinden sich in diesen Krisenzeiten in einem Dilemma: Wir wollen derzeit als Krisenmanager kurzfristig die richtigen Maßnahmen ergreifen. Gleichzeitig aber merken wir, dass wir selbst unsicher sind, dass die Krise an unseren Nerven zehrt und dass wir daher selbst Rat und Unterstützung benötigen. Aber die meisten nehmen sich nicht die Gelegenheit, sich unterstützen zu lassen. Das ist gefährlich.

Mir ist bewusst, dass die Zeit bei vielen Führungskräften nun besonders knapp ist. Deshalb stelle ich Ihnen hier mein neues Tool eines kompakten digitalen Coachings vor. Es trägt den Titel „Schnelle Positionsbestimmung für Führungskräfte“ (hier Sie können sich auch das aktuelle pdf „Schnelle Positionsbestimmung“ mit allen Fragen kostenlos runterladen). Prüfen Sie doch, ob Sie mein Raster auch selbst anwenden wollen. Diese Positionsbestimmung nutzt mein Konzept der Selbstführung und soll Sie unterstützen, eigenverantwortlich und wirksam zu handeln. Natürlich können sich schnell Entschlossene auch direkt bei mir melden, um das Tool im Rahmen eines Coachings durch mich per Skype, FaceTime oder Telefon anzufordern. Meine E-Mail-Adresse lautet: bb@ld21.de.


Inhalte der Schnellen Positionsbestimmung

Wie funktioniert die Schnelle Positionsbestimmung? Sie ist ein Instrument der „Kurzzeitintervention“, heißt: schnell auf den Punkt kommen, Übersicht & Zuversicht gewinnen, handlungsfähig werden. Hier die grobe Struktur, die ggf. an die jeweilige Person angepasst werden muss. Die vielen Fragen, die ich Ihnen im Podcast nenne, können Sie nachlesen im erwähnten pdf zur „Schnellen Positionsbestimmung“.

  • Start: Erkenntnisse/Prämissen
  • Reflexionsfragen
  • Klärung der Optionen
  • Umsetzung
  • Rahmenbedingungen schaffen

Das Raster anpassen / Coachinggespräch vereinbaren

Wie oben erwähnt, ist dies mein grobes Raster, das ich derzeit zugrunde lege. Ich nutze es für kompakte Unterstützungsgespräche mit meinen Kunden, damit diese schnell und angemessen handeln können in dieser Krisenzeit. Checken Sie, ob das Raster oder Teile davon auch für Sie passt. Gerne unterstütze ich Sie auch durch Beratung und Coaching. Melden Sie sich direkt bei mir: bb@ld21.de.

Für diese herausfordernden Zeiten wünsche ich Ihnen derweil alles Gute, Ihr Burkhard Bensmann


links

Die richtigen Rituale, auch in Krisenzeiten:

Podcast SF110 „Mit vier Fragen fokussiert in den Tag starten“


Masterclass Selbstführung 2020 – Teilnahme weiterhin möglich

Auf einmal rufen alle nach Home Office und Online-Weiterbildung. Ich bin ganz entspannt und – wie Sie wissen – bestens vorbereitet, um Sie, liebe bestehenden und zukünftigen Kunden, bestmöglich zu unterstützen. Coachings per FaceTime oder Skype sind bei mir schon seit langem Alltag. Und meine frühen Audiolectures und ersten Masterclass-Durchläufe haben mir bestätigt, dass diese Art der digitalen Lernreisen ein adäquates Mittel der selbstorganisierten Weiterbildung sind.
Da doch einige von Ihnen in den kommenden Wochen im Home Office arbeiten werden, will ich den Zugang zur bereits im Januar gestarteten Masterclass Selbstführung 2020 (https://ld21.de/masterclass-selbstfuehrung/) weiterhin offen lassen. Dieses Kompetenzcoaching, das digitale und analoge Lerneinheiten sinnvoll verknüpft, können Sie komplett online absolvieren. Wenn Sie jetzt einsteigen wollen, dann unterstütze ich Sie individuell dabei, Ihre Lernschritte so zu setzen, dass Sie maximal wirksam mit diesem Onlineformat lernen können. Machen Sie das beste aus dieser besonderen Zeit und investieren Sie in Ihre Weiterentwicklung – hier geht es zur Anmeldeseite: https://ld21.de/masterclass-selbstfuehrung-anmeldeseite/ (Melden Sie sich direkt bei mir, wenn Sie z.B. mit einer Gruppe an der Masterclass teilnehmen wollen: bensmann@ld21-academy.de).


Musik im Vor- und Nachspann
by Joakim Karud http://soundcloud.com/joakimkarud


 

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Corona-Zeiten: Tipps für eine Schnelle Positionsbestimmung

Sie sind Führungskraft und fragen sich in diesen Tagen, wie Sie mit der eigenen Unsicherheit in Corona-Zeiten umgehen können? Und Sie sind sich bewusst, dass Ihre Mitarbeiter*innen von Ihnen Orientierung erwarten. Wie kommen Sie also zu einer klaren Haltung? In diesen Zeiten gilt es aus meiner Sicht erst recht, besonnen zu handeln. Ich biete derzeit eine Art „Schnelle Positionsbestimmung für Führungskräfte“ an. Prüfen Sie doch, ob Sie mein Raster auch selbst anwenden wollen. Oder melden Sie sich bei mir für einen eigenen Coaching-Termin (Neu: bb(at)Ld21.de). Diese Positionsbestimmung nutzt mein Konzept der Selbstführung und soll Sie unterstützen, eigenverantwortlich und wirksam zu handeln.


Inhalte der Schnellen Positionsbestimmung

Wie funktioniert die Schnelle Positionsbestimmung? Sie ist ein Instrument der „Kurzzeitintervention“, heißt: schnell auf den Punkt kommen, Übersicht & Zuversicht gewinnen, handlungsfähig werden. Hier die grobe Struktur, die an die jeweilige Person, Führungsgruppe und Organisation angepasst werden muss.

Start: Erkenntnisse/Prämissen
  • Es kommt auf die Führungskräfte an – die Organisation erwartet Orientierung und Führung
  • Auch die Führungskraft unterliegt Ängsten und Irritationen – es gilt, bei sich selbst Ordnung und Handlungsfähigkeit zu schaffen
Reflexion zur Klärung der IST-Situation

Reflexionsfragen:
a) Was nehme ich derzeit (angesichts der Corona-Irritationen) wahr?
b) Wie gehe ich derzeit selbst mit der Situation um?
c) Welche Denk- und Handlungsmuster bemerke ich bei mir?
d) Wie erlebe ich mein Umfeld (meine Organisation)?

Klärung der Optionen

a) Welche Optionen habe ich bzw. haben wir angesichts dieser Krisensituation?
b) Wie und gemeinsam mit wem will ich die Optionen beurteilen?
c) Welche Position/Rolle will ich selbst einnehmen?
d) Welche Botschaften will ich bzw. wollen wir aussenden?

Umsetzung

a) Welche primären Ziele definiere ich für mich in dieser Krisenzeit?
b) Wie gelangen wir zu gemeinsamen Zielen für die Organisation?
c) Welche Maßnahmen will ich für mich wählen?
d) Welche Maßnahmen beschließen wir für die Organisation?

Rahmenbedingungen schaffen

a) Wen kann ich jetzt für mein persönliches Unterstützerteam gewinnen?
b) Welche hilfreichen Rituale (z.B. zum Morgenstart) kann ich für mich einüben?
a und b auch für die Führungsgruppe anwenden

 


Das Raster anpassen oder Coachinggespräch vereinbaren

Wie oben erwähnt, ist dies mein grobes Raster, das ich derzeit zugrunde lege. Ich nutze es für kompakte Unterstützungsgespräche mit meinen Kunden, damit diese schnell und angemessen handeln können in dieser Krisenzeit. Checken Sie, ob das Raster oder Teile davon auch für Sie passt.
Natürlich können Sie auch ein persönliches Coachinggespräch mit mir vereinbaren, um selbst eine schnelle Positionsbestimmung per Skype, FaceTime oder Telefon durchzuführen. NEU: Sie erreichen mich unter bb(at)ld21.de

 


Masterclass Selbstführung 2020 – Teilnahme weiterhin möglich

Auf einmal rufen alle nach Home Office und Online-Weiterbildung. Ich bin ganz entspannt und – wie Sie wissen – bestens vorbereitet, um Sie, liebe bestehenden und zukünftigen Kunden, bestmöglich zu unterstützen. Coachings per FaceTime oder Skype sind bei mir schon seit langem Alltag. Und meine frühen Audiolectures und ersten Masterclass-Durchläufe haben mir bestätigt, dass diese Art der digitalen Lernreisen ein adäquates Mittel der selbstorganisierten Weiterbildung sind.
Da doch einige von Ihnen in den kommenden Wochen im Home Office arbeiten werden, will ich den Zugang zur bereits im Januar gestarteten Masterclass Selbstführung 2020 (https://ld21.de/masterclass-selbstfuehrung/) weiterhin offen lassen. Dieses Kompetenzcoaching, das digitale und analoge Lerneinheiten sinnvoll verknüpft, können Sie komplett online absolvieren. Wenn Sie jetzt einsteigen wollen, dann unterstütze ich Sie individuell dabei, Ihre Lernschritte so zu setzen, dass Sie maximal wirksam mit diesem Onlineformat lernen können. Machen Sie das beste aus dieser besonderen Zeit und investieren Sie in Ihre Weiterentwicklung – hier geht es zur Anmeldeseite: https://ld21.de/masterclass-selbstfuehrung-anmeldeseite/ (Melden Sie sich direkt bei mir, wenn Sie z.B. mit einer Gruppe an der Masterclass teilnehmen wollen: bensmann@ld21-academy.de).

SF122 Was wir aus Krankenhaus und Cockpit für unsere Führung lernen

Interview mit dem Safety-Experten Martin Dutschek

Waren Sie auch schon Patient in einem Krankenhaus und haben sich gewünscht, dass alles so präzise läuft wie in einem Flugzeug? Dass alle ihre Prozesse im Blick haben und dass die Technik stets gecheckt ist und funktioniert?
In dieser Podcast-Episode treffe ich Martin Dutschek zum Interview, er ist ein Fachmann zum Thema Patientensicherheit und weiß, wie man Erkenntnisse aus diesen Bereichen auch in normale Unternehmen transferieren kann. Ich kenne ihn bereits seit vielen Jahren und habe auch in Prozessen der Organisationsentwicklung erfolgreich mit ihm gearbeitet. Er hat übrigens auch einen Fachartikel zum Buch „Der Faktor Mensch – Personalmanagement und Patientensicherheit“ geschrieben. Das Buch wurde von Dr. Viktor Oubaid herausgegeben, mit dem ich ja bereits im Podcast SF115 „Der Faktor Mensch“ gesprochen habe.


Transfer in Unternehmen

Martin Dutschek ist schon seit langem fasziniert vom Transfer von Erkenntnissen der Luftfahrt in Unternehmen, speziell auch in Krankenhäuser. Er bietet mit SIM & LEARN u.a. „Safety Trainings im Krankenhaus“ an, wie auch sein Beitrag für das o.g. Buch lautet. Sowohl im Krankenhaus als auch im Flugzeugcockpit haben wir es mit Hochrisikobereichen zu tun und ich will im Gespräch mit Herrn Dutschek herausfinden, welche Erkenntnisse er ableitet und insbesondere was wir für die Selbstführung und die Führung unserer „normalen“ Organisationen lernen können.


Unsere Themen

Wir sprechen u.a. über folgende Punkte:

  • Hochrisikosysteme und ihre Besonderheiten
  • Rollenteilung im Cockpit
  • Das Faktor Mensch und warum es auf die richtige Personalauswahl ankommt
  • Warum angehende Führungskräfte systematisch vorbereitet werden müssen
  • Die zentrale Bedeutung einer angstfreien Kommunikation
  • Warum Instrumente wie Briefings und Checklisten so wichtig sind
  • Was wir für „normale“ Unternehmen und Organisationen ableiten können
  • Welche Rolle Selbstführung in diesem Kontext hat

link:

Informationen zum Trainingsprogramm von SIM & LEARN am Flughafen Hannover


Literaturtipps von Martin Dutschek:

Das neue Buch: Der Faktor Mensch: Ein Anlass für dieses Interview ist das neue Buch, dessen Herausgeber Dr. Viktor Oubaid ist und zu dem u.a. Herr Dutschek Beiträge geliefert hat: „Der Faktor Mensch: Personalmanagement und Patientensicherheit“.

Weitere Tipps:

Amy C. Edmondson: Teaming. How Organisations lern, Innovate and Compete in the Knowledge Economy, John Wiley & Sons (1. April 2012)

Annette Gebauer: Kollektive Achtsamkeit organisieren. Schäfer Poeschel 2017.

Amy C. Edmondson: The Fearless Organization: Creating Psychological Safety in the Workplace for Learning, Innovation, and Growth, Wiley 2018

Karl E. Weick, Kathleen M. Sutcliffe: Wie Unternehmen aus Extremsituationen lernen. Schäfer Pöschel 2010


Masterclass Selbstführung

Soweit meine heutigen Anregungen in Sachen Selbstführung und Leadership Development. Falls Sie kurzfristig noch in Ihre Wirksamkeit investieren wollen: wir haben unsere Masterclass Selbstführung am 13. Januar gestartet, nehmen aber nach Rücksprache noch einige „Spätberufene“ auf.

Auf der Webseite zur Masterclass 2020 finden Sie alle wichtigen Informationen zu dieser Online-Lernreise, die Sie dabei unterstützt, auch in turbulenten Zeiten Ihren Kurs zu setzen und zu halten: https://ld21.de/masterclass-selbstfuehrung/

Senden Sie uns eine Nachricht, wenn Sie jetzt noch in die Masterclass Selbstführung einsteigen wollen:


Musik im Vor- und Nachspann
by Joakim Karud http://soundcloud.com/joakimkarud


 

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SF106 Führung mit der eigenen Stimme – Interview mit Thomas Gerdiken

Emotionalität aufbauen und für Führung nutzen

Haltung, Auftreten, Stimme – das sind Faktoren, auf die es bei Führungskräften und führenden Kräften heute ankommt.  Dazu spreche ich heute mit Thomas Gerdiken, der als Jazz- und Bluespianist auf den Bühnen der Welt gespielt hat. Er berichtet von seinen Erfahrungen aus vierzig Jahren und wie es ihm gelingt, diesen Schatz in die Welt der Führungskräfte zu transportieren, um diese zum Beispiel auf Präsentationen vorzubereiten. Ich treffe ihn auf seiner „Insel“, in seinem Zuhause, das auch gleichzeitig sein Tonstudio ist. „Unsere Stimme ist der ureigenste Ausdruck unserer Persönlichkeit,“ wie Thomas Gerdiken ausführt. Die Stimme kann auf Belastungssituationen hinweisen. Hier bietet er den Führungskräften die Chance, selbst auf eine Insel – im übertragenen Sinne – zu kommen und sich zu regenerieren. Der Musiker berichtet im Interview darüber hinaus auch von seinen Begegnungen in mit Führungskräften bei seinen Konzerten und wie er diese Menschen erlebt hat.

Schlüsselerlebnis in New Orleans

Er lässt uns an seinem Schlüsselerlebnis teilhaben, das sein Verhältnis zur Musik nachhaltig verändert hat, nämlich eine Reise zu einem Konzert von Fats Domino in New Orleans. Nachdem er sich zunächst kaum getraut hatte, machte er sich – angestoßen von einem Freund – auf den Weg. Und er war geschockt, wie er berichtet, denn ihn überwältigte die emotionale Kraft seiner Idole. „Diese emotionale Qualität werde ich nie erreichen,“ so war sein damaliger Gedanke. Aber er wurde, wie er berichtet, von den Musikern vor Ort an die Hand genommen und setzte selbst Non-Profit-Projekte mit Musik in die Welt, wie damals im Kontext der Nachwirkungen eines Hurricans. Dort baute er konkrete Hilfsmaßnahmen auf. Die von den Musikern erfahrene Unterstützung wolle er heute auch seinen Schülern geben.
Übrigens ist Thomas der erste Interviewgast, der mir meine Arbeit in großen Teilen abgenommen hat, indem er die Tonaufnahme erstellt, mit eigenem musikalischen Vor- und Nachspann versehen und alles abgemischt hat – Danke dafür!

Unsere Themen sind vor allem:

  • warum es auf den Atem ankommt
  • warum er sich als „Wegbegleiter“ sieht
  • was Führungskräfte von Musikern lernen können
  • wie wir die eigene Emotionalität entdecken und für Führung abrufen können
  • wie die Stimme entwickelt werden kann und wie er praktisch vorgeht
  • warum er zur Schaffung jeweils persönlicher emotionaler Inseln rät, um die eigene Mitte wieder zu finden

Thomas Gerdiken in seinem Tonstudio (Foto: privat)


links:


Ein- und ausleitende Musik in dieser Podcast-Episode: Thomas Gerdiken

Musik im Vor- und Nachspann der Podcast-Episoden
by Joakim Karud http://soundcloud.com/joakimkarud


 

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