SF125 Frühjahrsputz für Führungskräfte – Was kann weg, was wird behalten?

Fokussierung leicht gemacht: Frühjahrsputz für Führungskräfte

Meine geschätzte virtuelle Assistentin, Simone Batthaus, schlug mir vor, im Rahmen meines Jahresthemas „Fokus“ doch eine Episode dieses Podcasts dem Thema Frühjahrsputz für Führungskräfte zu widmen. Die Idee fand ich spontan super und habe mich gleich an die Produktion gemacht. In diesem Zusammenhang will ich auch das Thema „Minimalismus“ behandeln, welches derzeit vor allem in Youtube-Kanälen angesagt ist. Ich habe dazu meine eigene Meinung… Nachfolgend stelle ich Ihnen meine Gedanken und Vorschläge in Sachen Frühjahrsputz vor.

Inhalte dieser Episode

Inhaltlich geht es vor allem um Folgendes in dieser Episode:
  • Ich starte mit einer kurzen Einleitung, in der ich zwischen Minimalismus und Essenzialismus unterscheide.
  • Dann gehe ich im Hauptteil auf mein Modell der Vierung ein, das sich wunderbar zum Frühjahrsputz für Manager eignet.
  • Schließlich gebe ich Ihnen noch abrundende Tipps zur Vertiefung.

Die Vierung

Stellen Sie sich vier Fragen:

  1. Was will ich weiter machen?
  2. Was will ich anders machen?
  3. Was will ich neu machen?
  4. Was will ich nicht mehr machen?

Tipps zur Vertiefung

Regelmäßige Hörer meines Podcasts wissen, dass ich ein Freund von passenden Ritualen bin. Von der jährlichen „Liste der Erfolge“ habe ich schon an diversen Stellen gesprochen und geschrieben. Die hier vorgestellte Vierung ist ein Modell, dass erst dann richtig wirksam wird, wenn Sie es als Ritual anwenden und das möglichst in einem für Sie geeigneten Rhythmus – sicherlich mindestens einmal im Jahr, gerne auch in der von mir immer wieder empfohlenen Persönlichen Planungsklausur. Und sicherlich haben Sie während des Hörens dieser Episode schon einige Ideen und Ansätze gefunden, wo Sie bei sich Veränderungen einleiten wollen. Hier gilt wie immer das Prinzip Schriftlichkeit: nehmen Sie sich zeitnah, am Besten jetzt gleich, Ihr Notizbuch oder ihr elektronisches Notizprogramm und starten Sie mit den Punkten die Ihnen einfallen.

Kleben Sie für Ihre persönliche Vierung zwei Flipchartblätter aneinander und hängen sie diese an die Wand, notieren Sie die vier Fragen darauf und nutzen Sie dann große Klebezettel, um die wesentlichen Punkte zu notieren. Klebezettel haben den Vorteil, dass Sie sich nach längerem Überlegen auch umentscheiden können. Trauen Sie sich zum Beispiel, einige der Dinge, die Sie unter „anders machen“ geklebt haben dann doch eher unter „nicht mehr machen“ zu kleben. Führen Sie Ihre persönliche Müllabfuhr durch!

Die Vierung können Sie darüber hinaus auch sehr gut in der Teamarbeit anwenden. Gerade eingespielte Teams sind oft auch eingefahrene Teams. Hier kann es helfen, mit der Vierung die gemeinsame Arbeit zu beurteilen und die notwendigen Veränderungen zu erkennen und zu vereinbaren. Das Modell ist übrigens ebenfalls in meinem aktuellen Buch beschrieben („Methoden und Instrumente mit Hebelwirkung“, S. 135f).


Links

Matt D’Avella: Youtube

 


Musik im Vor- und Nachspann
by Joakim Karud http://soundcloud.com/joakimkarud


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Urlaubsgepäck – immer zu viel

Geht es Ihnen wie mir? Wenn ich am Urlaubsziel angekommen bin und den Kofferinhalt in den Schrank räume, dann stelle ich regelmäßig fest, dass ich zu viele Dinge mitgenommen habe. Brauche ich tatsächlich drei lange Hosen auf Höhe des Äquators? Und acht Paar Socken? Und sieben Taschenbücher? Und sind die vielen Objektive plus weiteres Kamerazubehör wirklich notwendig oder reicht vielleicht doch das Smartphone für Fotos und Videos aus?
Weniger ist auch im Urlaub mehr. Im Übrigen wird auch der Rücken geschont, wenn das Gepäck leicht ist. Nachfolgend vier Tipps.

 


Vier Tipps für leichtes Gepäck

  1. Vorauswahl treffen: Wenn es kein klares „Ja“ ist, dann ist es ein klares „Nein“, wie es der Blogger und Autor Greg McKeown formuliert hat. Entweder ich benötige das Ding wirklich zwingend in meinem Gepäck oder eben nicht.
  2. Vereinfachung: Ich neige zu einem Stapel von gleichen Poloshirts, die ich zu diversen Hosen kombinieren kann.
  3. Sachen zurücklassen: Ich mag Bookswops und Regale in Hotels, in denen ich meine ausgelesenen Romane stellen kann.
  4. Lessons learned: machen Sie sich NACH dem Urlaub eine Checkliste der Dinge, die Sie im Rückblick wirklich benötigt haben.

Erkenntnisse für Zuhause

Ich erinnere mich an einen Urlaub in Südostasien vor ‘zig Jahren, bei dem die „Dusche“ eines improvisierten Guesthouses am Strand aus einem großen Wasserbottich und einer Schale bestand, mit der man sich das Wasser auf den Kopf schöpfte. Das fand ich großartig und ich habe nichts vermisst. Gerade auf Reisen fernab der Heimat haben wir oftmals genügend Abstand um das zu erkennen, was wir wirklich brauchen. Und das ist für mich erstaunlich wenig, um glücklich und zufrieden zu sein.
Wenn ich wieder zurück in der Heimat bin, werde ich meinen Aufräumprozess (aussortieren, verschenken, recyceln, reparieren…) fortsetzen. Im Sinne eines pragmatischen Minimalismus‘.