Episoden

SF96 Deep Work – sind Sie Manager oder Maker?

Was konzentrierte Arbeit und Makerzeit verbindet

Willkommen zur Staffel 2 meiner Serie „Persönliche Wirksamkeit steigern“ innerhalb meiner Podcasts. Die Serie bietet erneut kompakte Soloepisoden mit praktischen Tipps für Ihren Führungsalltag. Die Links zu den Episoden der ersten Staffel finden Sie hier unten in den Shownotes zu dieser Folge. Ich nehme die Episoden wieder in meiner Produktionsklausur auf Lanzarote und Teneriffa auf. Wie auch bei den anderen Teilen dieser Serie gibt es zwei Ausführungen zu diesem Thema: die Audioversion und ein Videoclip – link dazu in den Shownotes. Auch diese zweite Staffel besteht wieder aus sechs Folgen (Video- und Audioversion).

Unser Thema heute: Deep Work – sind Sie Manager oder Maker?

In dieser Episode verknüpfe ich die Ansätze der Maker-Zeit und des Deep Work miteinander. Auf diese Weise will ich Sie dafür sensibilisieren, noch stärker auf die Verwendung Ihrer Zeit als Führungskraft zu achten.


 Episode auch als Video


Vier konkrete Tipps, damit Sie Deep Work für sich ermöglichen

Tipp Nr.1: Innere Entscheidung treffen: mehr Maker sein?

Ich kenne zahlreiche Inhaber von Unternehmen, die sich sehnsüchtig wünschen, wieder mehr Zeit für die Entwicklung neuer Produkte oder Verfahren zu haben, die aber aber eine Zerstückelung ihres Kalenders zulassen. Sie kennen das: das Dringende ist der Feind des Wesentlichen.
Prüfen Sie für sich, ob und inwieweit Sie die Teile Ihrer Persönlichkeit stärker zum Ausdruck kommen lassen wollen, die dem Maker zuzuordnen sind, also zum Beispiel der Erfinder oder Tüftler, der Künstler oder Schöpfer. Ihnen fallen sicherlich noch weitere Rollen ein.
Treffen Sie eine echte Entscheidung, mehr Zeit für diese Persönlichkeitsteile einzubauen.

Tipp Nr. 2: Beteiligen Sie Ihr Team, schaffen Sie gemeinsam Spielregeln

Wenn wir Gewohnheiten verändern wollen, müssen wir einen entsprechenden förderlichen Kontext schaffen: kommunizieren Sie Ihre Absicht, den eigenen Maker-Anteil zu erhöhen. Erklären Sie bei Bedarf, warum Sie sich für Maker-Time mit Deep Work zurückziehen.
Und fragen Sie Ihr Team, wie deren Bedürfnisse nach Maker-Zeit und ungestörter Vertiefung sind. Stellen Sie gemeinsam Spielregeln auf, um den Maker-Anteil an der Team-Arbeitszeit klug zu organisieren und zu verteidigen. Überprüfen Sie die Fortschritte.

Tipp Nr. 3: Erhöhen Sie den „Maker“-Anteil in Ihrer wöchentlichen Arbeit

Der Blogger und „Leadership-Mentor“ Michael Hyatt nutzt eine praktische  Lösung, indem er den einzelnen Wochentagen jeweils klar unterschiedene Hauptaufgaben zuordnet (und so zum Beispiel Meetings möglichst auf den Freitag legt). Wenden Sie das Prinzip an und bilden Sie zumindest Blöcke in Ihrem Wochenkalender – damit können Sie eine wirkungsvolle Stapelbearbeitung einrichten. Checken Sie auch, welche Umgebung für welche Aufgaben wann förderlich ist. Auf diese Weise können Sie den Maker-Anteil erhöhen.

Tipp Nr. 4 Persönliche Maker-Methoden einführen

Gute Ideen kommen nicht auf Knopfdruck und nicht jede Kreativklausur produziert Innovationen. Mußezeiten können „Empfangszeiten“ sein. Entscheidend ist es, die Ideen zunächst zu sammeln und dann in Denk- und „Maker“-Zeiten zu sichten, Zusammenhänge zu erkennen und die Ideen dann zu verarbeiten.
Finden Sie die passenden Methoden und Instrumente der Traum- und Ideensammlung. Dies kann eine Kladde sein, ein smarter elektronischer Zettelkasten wie die App evernote, das kann aber auch ein „Vision-Board“ in Ihrem Arbeitszimmer sein. Machen Sie aus den ersten Anfängen des Deep Work stabile Gewohnheiten.

Zusatztipp

Betrachten Sie bitte nicht nur die Woche hinsichtlich der Planung Ihrer Manager- und Makeranteile. Ich erlebe es an mir selbst, dass ich eher ein ganzes Jahr in den Blick nehmen muss, um eine wirksame Einteilung zu finden. Als Honorarprofessor an der Hochschule habe ich meine Lehrveranstaltungen an wenigen Tagen im Semester geblockt und für meine Schreib- und Produktionszeiten schreibe ich mir ebenso mehrtägige Blöcke in den Jahreskalender. Für meine Aufgaben als Coach und Berater achte ich auf wiederkehrende Muster im Jahresverlauf, zum Beispiel Hochzeiten für Workshops, die ich für eine bessere Planung meiner Arbeitsbelastung berücksichtige (zumindest versuche ich das). Zum Jahresende ziehe ich mich gar für einen längeren Zeitraum aus allen operativen Tätigkeiten heraus, um mit Abstand an meinen Langzeitprojekten zu arbeiten.
Also: wenn Sie für sich eine bewusstere Verteilung von Manager- und Makerzeiten anstreben, dann nehmen Sie ein ganzes Jahr in den Blick.


links

Die erste Staffel der Serie “Persönliche Wirksamkeit steigern”:

SF73 Persönliche Planungszeit – 5 Tipps, damit sie gelingt

SF75 Ablenkungen vermeiden, Fokussierung fördern – 5 Tipps für Ihren Führungsalltag

SF77 Erst Effektivität, dann Effizienz – 4 Ansätze für Ihre Wirksamkeit

SF79 Den Überblick gewinnen – Was wollen Sie wirklich?

SF81 Auftanken und Abschalten – mit fünf praktischen Tipps

SF85 Die eigenen Erfolge wahrnehmen


Das aktuelle Kompaktbuch: “Wirksam handeln durch Selbstführung” (Januar 2018, als Print- und E-Book)

 

 

 

 

 

 

 

Das Buch ist u.a. erhältlich bei: BoD Buchshop,  Buch.de,  Amazon


Musik im Vor- und Nachspann
by Joakim Karud http://soundcloud.com/joakimkarud


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SF75 Ablenkungen vermeiden, Fokussierung fördern – 5 Tipps für Ihren Führungsalltag

Die zweite Folge der Serie “Persönliche Wirksamkeit steigern”

Serie Willkommen zur Serie „Persönliche Wirksamkeit steigern“ mit Tipps für Ihren Führungsalltag, einer Miniserie innerhalb der normalen Podcastfolgen. Thema heute: Wie vermeide ich Ablenkungen in meinem Führungsalltag und wie fördere ich konkret meine Fokussierung auf die wirklich wichtigen Aufgaben?

In dieser Episode gebe ich Ihnen konkrete Tipps, damit Sie Ihre Fokussierung fördern können. Wie auch bei den anderen Teilen dieser Serie gibt es zwei Ausführungen zu diesem heutigen Thema: eine Audio-Podcastepisode und einen kompakten Videoclip – das Video finden Sie hier unten auf der Seite. Es gibt insgesamt 6 Folgen, die alle direkt mit meinem neuen Buch zu tun haben. Es trägt den Titel: „Wirksam handeln durch Selbstführung. Die eigene Vision finden, Ziele setzen und Ausgleich finden.“ Wenn Sie also das hier Gehörte [bzw. Gesehene] vertiefen wollen, dann empfehle ich Ihnen mein Buch, zu dem ich außerdem eine eigene Webseite mit weiteren Infos erstellt habe. Jetzt aber zum Thema der heutigen Episode, Ablenkungen vermeiden, Fokussierung fördern.


Das Dringende ist oft der Feind des wirklich Wichtigen: Wie fokussiere ich mich auf die richtigen Dinge?

Vermutlich haben Sie schon zahlreiche Zeitmanagement-Bücher gelesen und vielleicht auch bereits das eine oder andere Seminar dazu besucht. Und dennoch fällt es Ihnen im Führungsalltag schwer, sich auf Ihre Hauptaufgaben zu fokussieren. Erschwerend kommt hinzu, dass wir in einer Zeit der digitalen Ablenkungen leben und unsere Geräte – allen voran das Smartphone – ständig unsere Zuwendung verlangen (und bekommen). Abschalten gelingt immer seltener…


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Die fünf Tipps

Tipp Nr. 1: Kenne Deine Hauptaufgaben. Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell die wesentlichen Aufgaben – also das, wofür Sie eigentlich bezahlt werden (oder sich bezahlen sollten, wenn es Ihr Unternehmen ist) – aus dem Blickfeld geraten. Der Ansatz: schreiben Sie die 3, maximal 5 Hauptaufgaben auf einen Zettel und hängen Sie diesen gut sichtbar in Ihrem Arbeitsumfeld auf. Geben Sie sich jeden Abend eine ehrliche Einschätzung, inwieweit es Ihnen gelungen ist, die Hauptaufgaben in den Blick zu nehmen.

Tipp Nr. 2: Visualisiere Deine Ziele. Sie wissen vermutlich schon aus meinen Büchern, Artikeln oder Podcasts, dass ich ein Freund davon bin, zu visualisieren. Das hat praktische Gründe, die auch wissenschaftlich belegt sind: Sie kennen den Spruch: Wer schreibt der bleibt. Wir wissen, dass händisch Geschriebenes (und auch Gezeichnetes) sich stärker engrammiert, also in Ihr Hirn einprägt. Visualisieren Sie also Ihre Ziele, damit Sie auch unbewusst auf Kurs bleiben.

Tipp Nr. 3: Fokussiere Dich auf die Prozesse. Auch diesen Ansatz erläutere ich in meinem neuen Buch tiefer. In der Kurzfassung bedeutet er, dass wir wie Sportler vorgehen sollten: sie setzen sich klare, messbare Ziele, aber Sie konzentrieren sich darauf, ihren Trainingsplan einzuhalten. Sie haben den Prozess im Blick und gehen dafür jeden Tag trainieren. Daher: fokussieren Sie sich auf die Prozesse zur Zielerreichung.

Tipp Nr. 4: Verteidige Deine Zeit für Deep Work. Vermutlich sind Sie als Führungskraft vor allem als Manager tätig und haben eine Unzahl von Meetings, schnellen Entscheidungen und kleinteiliger Arbeit. Das ist zwar der Alltag, aber wenn dieser Überhand nimmt, werden Sie immer „gearbeitet“ und fremdbestimmt. Setzen Sie sich Zeitblöcke für Deep Work, also konzentriertes, tiefes Arbeiten, bei dem Sie im Flow sind.

Tipp Nr. 5: Übe Dich im Fokussieren. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse belegen, dass wir Fortschritte erzielen, wenn wir uns darin üben, uns auf die wesentlichen Dinge zu konzentrieren (leider gilt das auch in umgekehrter Weise). Wenn Sie Tipp 4 umsetzen, sind Sie schon auf dem richtigen Weg. Unterstützen können auch Methoden wie Achtsamkeitsübungen, Meditation oder ähnliche Ansätze.


Links:

Das neue Kompaktbuch: “Wirksam handeln durch Selbstführung” (Januar 2018, soeben erschienen)

Das Buch ist u.a. erhältlich bei: BoD Buchshop,  Buch.de,  Amazon

Musik im Vor- und Nachspann


 

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