SF116 innovate! – Update-Interview mit Wolf Goertz

innovate! – der Kongress und weitere agile Projekte in der Region

In dieser Podcast-Episode treffe ich Wolf Goertz. Er ist Geschäftsführer von netrocks, “eigentlich” einer Internetagentur, die innovationsgetrieben vor allem digitale Anwendungen entwickelt. Langjährige Hörerinnen und Hörer kennen ihn, denn ich habe ihn bereits in der Episode SF47, Titel „Innovative Arbeit außerhalb der Metropolen“, im März 2017 interviewt. Damals haben wir u.a. über Co-Working-Spaces, die Verbundenheit mit dem eigenen regionalen Umfeld und die Vorzüge der Provinz gesprochen. Heute nehmen wir die innovate!, einen jährlicher Kongress der Food-, Agrar- und Digitalbranche, zum Anlass, um uns zum Update zu treffen.


Inhalte

Mit Wolf Goertz spreche ich u.a. über

  • die Attraktivität der vermeintlichen Provinz
  • Innovationen im Food- und Agrarbereich
  • die Rolle des regionalen Accelerators Seedhouse
  • warum er sich für die Themen Food und Agrar engagiert
  • warum wir jetzt Querdenker für nachhaltige Produktion brauchen
  • wie man Energie aus einer großen Aufgabe schöpfen kann
  • Ehrenamt: sein Engagement im Bundesvorstand der Wirtschaftsjunioren

 


Der Kongress innovate!

innovate! 2019 | Podium Agrifood – Eindruck vom Kongress (Foto: innovate!)

 

 


links / downloads

Pressetext zum Kongress innovate! PM innovate 2019

Homepage des Kongresses: innovate!

Homepage seiner Agentur: netrocks

Seedhouse – der Accelerator

 


Aktuelles: Die Vermarktung der Masterclass Selbstführung startet

Es geht wieder los: die Masterclass widmet sich im nächsten Durchlauf den Sieben Feldern der Selbstführung. In dieser Lecture, die auf kompakten Video-Episoden basiert, können Sie Ihre Selbstführung Stück für Stück optimieren. Die ersten Teilnehmer sind schon dabei, mehr Infos finden Sie unter https://ld21.de/masterclass-selbstfuehrung/ 

 


Musik im Vor- und Nachspann
by Joakim Karud http://soundcloud.com/joakimkarud

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SF107 Innovation und Tradition: den Wandel meistern – Interview mit Moritz Böcking

Altes loslassen, Neues konsequent fördern

Wie kann ein traditionelles mittelständisches Unternehmen zur agilen Organisation werden? Wie gelingt es, Altes loszulassen und Innovationen konsequent zu fördern? Wie sorge ich als Führungskraft in solchen Fällen auch für mich, um mich nicht zu überfordern, sondern wirksam mit meinen Ressourcen umzugehen? In dieser Podcast-Episode interviewe ich zu diesen Themen Moritz Böcking, Geschäftsführer des Unternehmens Klasmann-Deilmann GmbH in Geeste im Emsland. Das Unternehmen ist ein Hidden Champion und bereits seit 1913 tätig. Auf der Internetseite heißt es: “Unsere Kultursubstrate bilden überall auf der Welt eine wesentliche Grundlage für das Wachstum von Pflanzen und den Erfolg unserer Partner und Kunden im Produktionsgartenbau. Darüber hinaus sind wir ein aufstrebender Anbieter Erneuerbarer Energien und Nachwachsender Rohstoffe.”
Ich kenne das Unternehmen nun schon seit einigen Jahren. Für mich ist es ein spannendes Beispiel für eine Organisation im Um- und Aufbruch.


Unsere Themen

Mit Moritz Böcking spreche ich u.a. über folgende Punkte:

  • das Besondere eines Familienunternehmens
  • die großen Herausforderungen im Wandel
  • die „big points“ und „lessons learned“, die auch für andere Führungskräfte wichtig sind
  • wie es gelingt, Nachwuchskräfte und high potentials zu gewinnen
  • wie der Geschäftsführer selbst mit Entwicklung und Veränderung klarkommt

Moritz Böcking und Burkhard Bensmann (Foto: Klasmann-Deilmann GmbH)

 


links

Homepage der Klasmann-Deilmann GmbH


Musik im Vor- und Nachspann
by Joakim Karud http://soundcloud.com/joakimkarud


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SF105 Kreativität fördern – Erkenntnisse des Steelcase-Reports

Willkommen zur Staffel 2 meiner Serie „Persönliche Wirksamkeit steigern“ innerhalb meiner Podcasts, die ich mit dieser Episode abrunde. Die Serie bietet erneut kompakte Soloepisoden mit praktischen Tipps für Ihren Führungsalltag. Die Links zu den Episoden der ersten Staffel finden Sie hier unten in den Shownotes zu dieser Folge. Ich habe die Episoden bereits zur Jahreswende in meiner Produktionsklausur auf Lanzarote und Teneriffa aufgenommen. Unser Thema heute: Kreativität fördern – Ergebnisse und Impulse des Steelcase Reports.
Wie auch bei den anderen Teilen dieser Serie gibt es zwei Ausführungen zu diesem Thema: diese Audioversion und ein Videoclip – siehe unten. Auch diese zweite Staffel besteht wieder aus sechs Folgen (Video- und Audioversion).

Episode auch als Video


Kreativität braucht förderliche Bedingungen

Workshops mit Lego-Steinen (LEGO Serious Play), Design Thinking Events, Maker Spaces zum konkreten Ausprobieren … das sind nur einige aktuelle Beispiele. Kreativität ist angesagt, und zumindest auf absehbare Zeit werden wir als Menschen den Maschinen hier Vorteile gegenüber besitzen (die wir JETZT nutzen sollten). Wir benötigen Kreativität in der Gegenwart, vor allem zur Lösung für besondere Probleme in unserem Führungsalltag. Wir wollen das Bestehende anders und besser nutzen. Und wir brauchen Kreativität hinsichtlich unserer Zukunft: um neue Möglichkeiten zu entdecken, bestehende Dinge neu zu kombinieren und echte, sprunghafte Innovationen zu erzielen. Kreativität erfordert förderliche Bedingungen: So sehr wir uns klare Ziele, Prozesse und Strukturen in unseren Organisationen wünschen, so sehr können uns diese davon abhalten, neue Wege zu gehen und bessere Lösungen zu finden. Weitere Hindernisse in der Organisation: Zeitdruck, Gruppendenken und -konformität, fehlende Freiräume und Ressourcen. Eine noch immer aktuelle Untersuchung zum Thema Kreativität in der Arbeitswelt hat der amerikanische Büromöbelhersteller Steelcase vorgelegt. Im Folgenden will ich Ihnen daraus einige Aspekte nennen.

Report des Büromöbelherstellers STEELCASE

STEELCASE hat im Juni 2018 den Report „Kreativität am Arbeitsplatz“ veröffentlicht, eine Studie, die von Harris Interactive durchgeführt wurde und zwar in einer Stichprobe von 4802 berufstätigen Erwachsenen in Frankreich, Deutschland, den USA, Großbritannien, Japan und Spanien. Hier ist der link zu einem zusammenfassenden pdf: https://www.steelcase.com/eu-de/kreativitat-arbeitsplatz/
Ich will hier nicht auf die sehr wohl zwischen den Ländern vorhandenen Unterschiede der Ausprägung von Kreativität im Unternehmensalltag eingehen, sondern empfehle, den Report selbst zu studieren.

Ursachen für die wachsende Bedeutung von Kreativität

Warum hat Kreativität in den vergangenen Jahren so sehr an Bedeutung gewonnen? Ausgangspunkt des Reports sind dazu folgende Feststellungen:
“In Unternehmen auf dem ganzen Globus brechen hierarchische Strukturen auf und machen eng miteinander verflochtenen und sich permanent verändernden Netzwerken Platz, die auf innovativen Technologien basieren. Entscheidungsprozesse und Kontrolle sind heute stärker verteilt als früher. Von Mitarbeitern wird erwartet, dass sie auf das sich stetig verändernde Umfeld rasch reagieren. Die sich in permanentem Umbruch befindliche Unternehmenslandschaft führte außerdem zu einer Flut an sogenannten komplizierten Prob- lemen, die sich durch eine unvollständige, widersprüchliche oder instabile Informationslage auszeichnen. Solche Probleme können nur durch die Erschließung neuer Denkweisen gelöst werden.
Ursachen der gesteigerten Bedeutung von Kreativität werden zudem gesehen in der rasanten Entwicklung der KI und den veränderten Erwartungen der gegenwärtig auf den Arbeitsmarkt drängenden Generationen.

Wichtige Aussagen aus dem Report

  • Unsere Definition von Kreativität hat sich erweitert: Kreativität ist nicht nur auf Kunst begrenzt und nicht nur einzelnen besonders begabten Menschen vorbehalten.
  • Arbeitnehmer werden zunehmend kreativ und wünschen sich noch häufigere Gelegenheiten, um Kreativität einzusetzen.
  • Kreativität wird in Zukunft mindestens gleichbleibenden, eher gesteigerten Wert im Unternehmensalltag besitzen.
  • Hindernisse für Kreativität: hier werden organisatorische Abläufe und aktuelle Arbeitsbelastung genannt, weiterhin nicht inspirierende Umgebungen und veraltete Technologien.
  • Die Generationen Y und Z halten sich für kreativer als ihre älteren Kollegen und wollen Kreativität in steigendem Maße in ihrem Arbeitsalltag einsetzen  (insbesondere diese Aspekte sollten Sie im Report im Detail studieren).
Steelcase bietet in dem Report übrigens auch konkrete Hinweise, wie das Thema Kreativität konkret gefördert werden kann, differenziert nach Arbeitgeber- und Mitarbeiterperspektiven (S. 12-16).

Wünsche von Mitarbeitern

Was wünschen sich die Befragten? „Was würde Ihnen helfen, damit Sie bei der Arbeit kreativer sein können?“, so lautete eine der wesentlichen Fragen. Hier die zusammengefassten Wünsche der Befragten aus Deutschland:
  • Mehr Zeit, um kreative Ideen entwickeln zu können.
  • Mehr Entscheidungskompetenz und Unabhängigkeit bei der Umsetzung von Ideen.
  • Die Freiheit, Dinge einfach mal auszuprobieren.
  • Bessere Technologien, die kreative Prozesse unterstützen.
  • Weniger Regulierungen und Prozesse.
  • Mehr Zeit und Freiräume, um Konzepte und Ideen entwicklen zu können.
  • Büros, die inspirieren.
  • Mehr Unterstützung und Vertrauen durch die Führungskraft
  • Bessere Unternehmenskultur, in der Ideen reifen können.
  • Erholungsmomente.

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by Joakim Karud http://soundcloud.com/joakimkarud


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